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Umfrage

Stierkämpfe sind...

...ein unwürdiges Relikt aus alten Zeiten und gehören verboten!
8 (100%)
...kulturell ein Teil Spaniens und daher schützens- und sehenswert!
0 (0%)
... mir egal.
0 (0%)

Stimmen insgesamt: 8

Autor Thema: Demos gegen Stierkämpfe in Palma  (Gelesen 29801 mal)

Offline m*a*r*i*a

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Antwort #15 am:
20, August, 2009, 23:18:40
Ach du meine  Güte!

Also ich bin weder Pessimist, noch halte ich mich für einen Weltverbesserer!

In diesem Fall geht es um perverse Tierquälerei die ich und natürlich tausende, anderer Menschen lieber morgen zu verhindern wüßten, auch wenn die Welt übermorgen unter ginge!
Denn dann würden die betreffenden Stiere einen Tag länger leben dürfen! Sollten sie dann aber trotzdem kurz darauf mit der Welt untergehen, vermute ich, wird der Tod schneller eintreten und wäre nicht ganz so qualvoll.
Und? Sehen wir uns auf der nächsten Demo? :herz:

Offline Matthias Zwo

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Antwort #16 am:
21, August, 2009, 23:01:04
Die Feiglinge haben dem Stier die Hörner abgestumpft oder mit Leder entschärft...

An dem Video sieht man, wie pervers das Ganze ist.

Viele Grüße,
Matthias

Offline d4domi

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Antwort #17 am:
22, August, 2009, 00:00:36
konfuzius sagte :
" Der Mann, der den Berg abtrug

   war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen "

aber kann man denn die spanische kultur des stierkampfes
wirklich verbieten ??

ich denke das wird nix

leider !

Offline T*I*N*A

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Antwort #18 am:
22, August, 2009, 10:59:14
Konfuzius sagte:
Der Weg ist das Ziel

 :|
Warum sollte man es nicht verbieten können?
Es wurden schon ganz andere Sachen auf der Welt verboten!

Offline m*a*r*i*a

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Antwort #19 am:
22, August, 2009, 11:42:24
Die Gladiatorenkämpfe sind ja auch dann irgendwann mal abgeschafft worden und jetzt beschließen sie die Glühbirne abzuschaffen:-) dann ist es mit der Abschaffung der Stierkämpfe auch möglich!

Ein Anfang wäre schon getan, wenn ihr aufhört von Kultur zu sprechen :wave:

Offline brits

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Antwort #20 am:
22, August, 2009, 12:43:13
liebe maria, es ist aber nun mal teil der kultur des landes, genauso wie die gladiatoren teil der kultur ihrer zeit sind...ist nunmal so, ob man nun dafür, oder dagegen ist...
Gruß - Britta

Offline T*I*N*A

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Antwort #21 am:
22, August, 2009, 13:56:29
so ist das nun mal...Punkt aus Ende?

Das sehe ich anders. Zum Glück können wir kulturelle Güter in Frage stellen. Zum Glück können wir Traditionen als Kultur anzweifeln hinsichtlich ihre ungewollten, zerstörerischen, unmoralischen und unsinnigen Folgen - und letztlich dann als als Kultur ablehnen!!

Und ich hoffe, es gibt immer Menschen, die den Dingen kritisch gegenüber stehen und sie hinterfragen und nicht einfach sagen: das ist nun einmal so- und das war schon immer so.

Wenn es diese Menschen nicht gäbe, wäre die Geschichte der Menschen aus Kulturellen Gründen an manchen Stellen schon ganz anders verlaufen..!

Und ich denke genau diese Menschen stehen vor den Stierkampfarenen und demonstrieren!  :clap:  :clap:  :clap:

Tina

Offline Matthias Zwo

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Antwort #22 am:
22, August, 2009, 23:47:19
Ich habe mir darüber auch schon Gedanken gemacht. In der EU wird alles mögliche verboten - warum wird dieses bestialische Vergnügen nicht verboten. Das hat nichts mehr mit Kultur zu tun - in welchem Jahrhundert leben wir eigentlich...

VG. Matthias

Offline m*a*r*i*a

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Antwort #23 am:
23, August, 2009, 00:12:35
Liebe Britta,

der Kopf ist rund damit er die Richtung ändern kann!!!

"In der Kulturkritik werden die einzelnen Kulturleistungen des Menschen kritisch befragt auf ihre ungewollten, zerstörerischen, unmoralischen und unsinnigen Folgen. Dies kann sich zu einer Gesamtschau der Menschheitsgeschichte ausweiten, die dann insgesamt als Verfallsgeschichte erscheint. Die Kernaussage vieler kulturkritischer Ansätze besteht dabei darin, dass sie in Bezug auf das menschliche (Zusammen)leben einen natürlich gegebenen Zustand annehmen, einen Naturzustand, welcher der Wesensverfassung des Menschen entspricht. Dieser Urzustand wird dann mit fortschreitender kultureller Entwicklung durch Künstlichkeiten verstellt und verzerrt. Er wird überlagert von künstlichen sozialen Beziehungen und Herrschaftsformen (Rousseau) oder führt durch die Erfindung neuer Produktionsverhältnisse zur Entfremdung des Menschen von sich selbst, wie Marx meint. Nietzsche sieht in der vorsokratischen Antike noch ein Zeitalter in welchem der Wille zur Macht ungehemmt gelebt wurde, während mit dem „wissenschaftlich“ denkenden Sokrates und der Moral des Christentums ein Zerfall einsetzt, der im Zeitalter der laschen Dekadenz seinen Höhepunkt erreicht. Martin Heidegger sieht ebenfalls bei den Vorsokratikern noch ein offenes und reflexives Verhältnis des Menschen zu philosophischen Anschauungen und Überlegungen, während in der Philosophie von Platon und Aristoteles erstmals diese Erkenntnisse absolut gesetzt werden und so das Denken der Menschen auf Jahrhunderte in Kategorien zwängen, aus denen es sich selbst nicht ohne weiteres befreien kann. Der moralkritische Ansatz Freuds nimmt in Bezug auf die seelischen Verfassung des Menschen feststehende natürliche Bedürfnisse an, welche ihm durch künstliche moralische Vorschriften verwehrt werden und so den Menschen zu zwanghaften Ausgleichshandlungen drängen.

Viele kulturkritische Werke spielten eine bedeutende Rolle dabei, zu verstehen, was Kultur überhaupt erst ausmacht. Erst durch das kritische Abstandnehmen und eventuelle Verurteilen der bestehenden Verhältnisse zeigt sich heute die Kultur nicht als unveränderlich Vorhandenes, sondern als ein Geschehen, das auch hätte anders verlaufen können. Sie lassen Kultur erkennen als die Kontingenz des Gewordenen."


Es gibt die Kultur des Kannibalismus, die Kultur der Jungfrauenbeschneidung, die Kultur des Schächtens, die Kultur des Stierkampfes und tausend andere!

Fangen wir an, sie nicht mehr Kultur zu nennen, sondern einen Irrweg der Menschheit, und der erste Stein ist abgetragen.

Offline m*a*r*i*a

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Antwort #24 am:
23, August, 2009, 00:52:47
@ Matthias,

Hier die wirtschaftliche Bedeutung der Stierkämpfe allein in Spanien:

"In Spanien gibt es etwa 1.200 Zuchtbetriebe von Kampfstieren mit etwa 70.000 Beschäftigten, vor allem in Andalusien, Castilla-Leon und Extremadura, die in fünf Dachverbänden organisiert sind und einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Für die bei einer Corrida verwendeten sechs Stiere werden bis zu 150.000 Euro gezahlt.

Es gibt rund 70 Veranstalter von Corridas in Spanien. Größte Arena ist die Plaza Las Ventas in Madrid, deren Betreibergesellschaft 400 Angestellte beschäftigt und pro Jahr 5 Millionen Euro Konzessionsgebühr an die Stadt zahlt."

Das ist der Grund warum der Stierkampf nicht abgeschafft werden soll. Wenn wir jetzt noch Portugal und Frankreich dazu rechnen ist klar...was muß und was könnte die EG da gegen setzen?
Die Lobby der Dachverbände würde zu viel fordern!!!
  Bei den Glühbirnen ist es einfacher :birne:  :lol:

Eine Reform wird also ewig dauern, WIR BRAUCHEN EINE REVOLUTION!!! 70 % der Spanier sind gegen Stierkämpfe!
 :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  :clap:  

Stellt euch vor es ist Stierkampf und keiner geht hin :hammer:

Offline Storki

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Antwort #25 am:
23, August, 2009, 02:30:34
Hallo Maria!

In Deinem Beitrag zitierst Du aus einem scheinbar kulturhistorischen Aufsatz. Wer hat das geschrieben? Was willst Du uns damit sagen? Ist diese Scheinphilosophie wirklich nötig?

Ich meine: nein! Solche Ergüße schaden eher dem gemeinsamen Ziel.

 :wave:  :L

Offline brits

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Antwort #26 am:
23, August, 2009, 08:32:07
@ maria - fakt ist das Kultur das ist was der Mensch macht, die Geschichte kann man aber leider nicht umschreiben/rückgängig machen, daher müssen wir uns leider damit abfinden das das was in der Vergangenheit so bleibt wie es ist, auch die Kultur mit ihren Schattenseiten....das man daraus lernen kann und das man das Handeln der Menschen in der Zukunft beeinflussen kann, das habe ich nicht angezweifelt - wäre ja auch schlimm wenn nicht!! Allerdings sollte man immer Respekt vor der Vergangenheit haben, den ohne sie wären wir jetzt nicht da wo wir sind - aus Fehlern lernt man, oder ?? Ich bin dankbar für jeden Fehler den ich begannen habe (natürlich muss man erstmal einsehen, das man einen Fehler gemacht hat!!), deswegen werde ich sie nicht als Irrwege meinerseits deklarieren, sie als Teil meiner eigenen Kultur ansehen! ....und vielleicht sehen das die Spanier in Sachen Stierkampf ja auch eines Tages so - Stierkampf = Teil der Spanischen Kultur in der Vergangenheit ...  und wenn ihr das mit euren Protesten erreicht dann seit doch zufrieden!! :)
Es gibt 10000 Dinge für die es sich lohnt auf die Barrikaden zu gehen, Stierkampf ist einer davon!!...ich kämpfe an anderer Stelle.

Grüsse
Britta :wasser:  :wasser:  :wasser:
Gruß - Britta

Offline Matthias Zwo

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Antwort #27 am:
23, August, 2009, 11:06:10
Die Passage von Maria war aus Wikipedia kopiert. Da kann man auch den Verlauf des "Kampfes" nachlesen. Das ist absolute Low-Class Unterhaltung und Low-Class Kultur.

Ich glaube dort gehen nur Verlierer hin - es tut wahrscheinlich der geschundenen Seele gut mal jemanden anders verlieren zu sehen.

Viele Grüße,
Matthias

Offline m*a*r*i*a

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Antwort #28 am:
23, August, 2009, 12:16:59
@ Jörg,

entschuldige dass ich die Quelle nicht angezeigt habe, Matthais hat Recht! Quelle: Wikipedia

Aber es ist weder ein kulturhistorischer Aufsatz noch Scheinphilosophie sondern sollte der  Kurzinfo über den möglichen Umgang mit der scheinbar unantastbaren Kultur dienen!  :kiss: Und Ergüsse, lieber Jörg, war das nicht was ganz anderes???? :sleep:

@ Britta,

Geschichte ist unveränderbar und man kann und muß aus ihr und den gemachten Fehlern lernen! Iss klar!! Das wissen sogar meine Hunde! :roll:
Wir reden von heute und von morgen, Britta! Wir wollen dass der Stier heute nicht mehr gequält wird, und morgen schon erst recht nicht. Was gestern Kultur genannt wurde nennen wir heute Tierquälerei!!!
Schön, dass wir uns einig sind :sound:

Offline Matthias Zwo

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Antwort #29 am:
23, August, 2009, 12:21:46
Da hast Du Recht Maria - was gestern war, muss nicht automatisch heute gut sein...  

VG. Matthias





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