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Autor Thema: Mobile Gasheitzung im Innenraum  (Gelesen 1232 mal)

Offline sasch

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am:
02, Dezember, 2018, 10:19:01
Guten Morgen an alle Leser. Ich brauche mal eine Beruhigung von Insidern zum Thema "mobile Gasheizung", denn ich habe vor, in den nächsten Tagen eine zu besorgen und zum Einsatz zu bringen. Ich weiß, daß diese Art der Heizung auf Mallorca sehr verbreitet ist, zumindest in alten Häusern. Trotzdem habe ich etwas Sorge wegen CO2 und Sicherheit, möchte nicht eines Tages tot aufwachen... Normalerweise gibt es ja eine automatische Abschaltung am Gerät selbst wenn die Abgaskonzentration zu hoch sein sollte. Funktionieren diese Sicherheitsabschaltungen zuverlässig? Und man soll nach Herstellerbeschreibungen (hab ich im Internet gesehen) die Geräte alle zwei Jahre warten lassen. Ich vermute, daß es um mehr geht als nur die Verbindung zwischen Gasflasche und Heizung zu kontrollieren. Richtig? Von wem lasst Ihr ggf. eine solche Wartung durchführen? Sind Eure Erfahrungen mit solchen Geräten unproblematisch? Auf was sollte ich beim Kauf achten?
Abgesehen davon hoffe ich ja, daß bei meinem baldigen Besuch gar keine Heizung erforderlich ist...
Über Erfahrungsinfos würde ich mich freuen - und wünsche einen schönen Adventssonntag!

Offline Walter

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Antwort #1 am:
02, Dezember, 2018, 10:42:19
...meinst Du mit mobiler Gasheizung einen Kathalyt-Heizer??? , frei im Raum aufstellbar und ohne Abgasführung ins Freie??? Wenn ja, da gibt es keine offene Flamme, zumindest ist sie nicht sichtbar.
Was die Sicherheit anlangt, so kann ich Dich beruhigen, alle diese Geräte haben in der so genannten Wachflamme einen thermischen-mechanischen Bi-Metall-Sensor, welcher bei erlöschen der Flamme die Gaszufuhr sofort sperrt, es kann also nichts passieren.
Nachteil dieser Heizungsart ist allerdings, dass bei der Verbrennung des Gases Feuchtigkeit als Abfallprdodukt ausfällt und sich in der Wohnraumluft anreichert. Hier muß dann regelmäßig kurz stoßgelüftet werden,,am besten über Eck, sonst kann es sein, dass Dir schnell die Fensterscheiben von Innen beschlagen und sich an den kalten Außenwänden des Gebäudes  auf der Rauminnenseite die Feuchtigkeit der Verbrennungsluft niederschlägt da der Taupunkt überschritten ist  und das würde dann wieder die Pilzgefahr erhöhen weil die Wände feucht werden, was u.U. dann mit allergischen Reizungen, wie gerötete Bindehäute der Augen, Husten etc. einhergeht!!! Hilfreich  ist hier die Anschaffung eines elektronischen Hygrometers zur Messung der Raumluftfeuchte , eine relative Raumluftfeuchte von 60 % ist noch tolerierbar,und wenn Du ganz sicher gehen möchtest mit dem Kohlenmonoxyd  einen elektronischen Kohlenmonoxyd-Warnmelder, z.B. von Conrad-Electronik für kleines Geld!
« Letzte Änderung: 02, Dezember, 2018, 10:54:44 von Walter »

Offline Spezies8472

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Antwort #2 am:
02, Dezember, 2018, 10:46:55
Moinsen,
was meinst du, son Gasofen mit der Flasche hinten drin? Wenn du sowas meinst, das hatten wir früher. Öhm tot aufwachen, geht ja schon mal aus Prinzip nicht.  :o . Desweiteren macht man die Öfen natürlich aus, bevor man schlafen geht. Diese Dinger bringen durch die Verbrennung auch viel Feuchtigkeit. Man muss schon lüften und nicht nur wegen der Feuchtigkeit. Es gibt neuere Geräte, die dieses Feuchtigkeitsproblem nicht haben sollen. Wir hatten mit den Öfen kein Problem . Unter Berücksichtigung gewisser Verhaltensregeln, kann nischt passieren. Wie zB. , wie oben genannt, vorm schlafen ausmachen. Wenn du auch in der Nacht heizen möchtest, würde ich eher E-Heizkörper nehmen. Aber auch diese würde ich über Nacht nicht laufen lassen.
Gruss
die Spezies

Offline Str-Omi

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Antwort #3 am:
02, Dezember, 2018, 10:53:31
Zitat: "möchte nicht eines Tages tot aufwachen.."   Guter Witz zum Tagesanfang  :))
(aber ich weiß natürlich, was du meinst, ist eigentlich kein Thema zum Lachen. Nichts für ungut!)
Schenke Jedem ein Lächeln. Ein Lächeln kostet nichts und schafft viel. Es bereichert die, die es empfangen ohne denen zu gehören, die es geben. Und Niemand hat ein Lächeln nötiger, als Derjenige, der selbst keines kennt.

Offline Walter

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Antwort #4 am:
02, Dezember, 2018, 11:18:26
...zur Sicherheit noch im Nachgang: Diese Art von Gasheizern , bzw. Gasheizer überhaupt, dürfen auf keinen Fall unter Erdniveau betrieben werden, da das Gas die pysikalische Eigenschaft hat, dass es "schwerer" ist als die Umgebungsluft und sich beim unkontrolliertem Austritt, z.B. durch ein Leck im Schlauch,  am Boden des Raumes dann ansammelt, was verheerend sein könnte, wenn dann z.B. in einem Kellerraum bei der Betätigung des Lichtschalters ein Funke überspringt und die Gasansammlung am Raumboden entzündet. Aus diese Grund dürfen übrigens auch keine Kraftfahrzeuge mit Gasantrieb in Tiefgaragen abgestellt werden. Eine Beachtung kann Schlimmeres verhindern!

Offline sasch

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Antwort #5 am:
02, Dezember, 2018, 11:44:48
Danke schonmal, das wollte ich hören... ja, ich dachte an einen Katalyt-Ofen. Nachts wird er zum heizen nicht benutzt, aber ich habe davon gehört, daß CO2-Vergiftungen so schnell gehen, daß man auch in Gegenwart anderer manchmal keine Chance mehr hat. Letztes Jahr in Niedersachsen auf eioner Party eine Gruppe junger Leute...
Mit Feuchtigkeit muß ich mal sehen, das merkt man ja echt an den Scheiben wann es zu viel wird. Die Idee mit einem zusätzlichen Melder ist gut, das werde ich gleich von D aus noch besorgen und mitnehmen. Wenn das Haus erstmal eine Grundtemperatur hat reicht bei Sonnenschein sicher auch unser alter Radiator. Aber wenn man kommt im Winter ist es erstmal oft so bitter kalt und dauert bis die Dicken Wände mal auf 15 ° kommen...
Danke

Offline Frieder

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Antwort #6 am:
02, Dezember, 2018, 13:17:57
Auf jeden Fall solltest du darauf achten, daß in dem Raum, in dem du den Gasofen stellst, mindestens ein Lüftungsschlitz nach draußen in der Außenwand ist. Dies wurde uns beim Kauf eines solchen Ofens aus Sicherheitsgründen empfohlen.

Offline sasch

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Antwort #7 am:
02, Dezember, 2018, 13:27:23
Haben wir, weil ja auch mit Flaschengas gekocht wird. Reicht das schon aus um zuviel an CO2 absickern zu lassen? Hab sooo wenig Ahnung von Chemie...

Offline funkboje

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Antwort #8 am:
02, Dezember, 2018, 14:07:02
Das größte Problem ist die Unmenge von Wasser, die bei der Verbrennung von Butan erzeugt wird. Das erzeugt gerade im Winter viel Schimmel, da die Wände sich mit Wasser vollsaugen. Vor allem hinter den Schränken.
Man müßte soviel lüften, dass es nie warm wird im Raum. Viel besser ist ein Gasofen mit einer Abluft nach draußen.
 :)
« Letzte Änderung: 02, Dezember, 2018, 14:09:45 von funkboje »
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Ulrich

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Offline Mallorca1998

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Antwort #9 am:
02, Dezember, 2018, 14:30:33
Wir hatten auch vor Jahren mit den Gasöfen  geheizt. Wie Funkboje schreibt, das Wasser geht in die Wände und es fängt an zu schummeln.
Wenn du die Öfen durchgehend nutzt, ist in maximal 3 Tagen die Flasche leer. Wir haben uns Marmorheizungen angeschafft mit Thermostat und das funktioniert wunderbar. Von den Kosten her nicht teurer wie Gasflaschen und wir haben eine gleichbleibende Wärme. Möchten wir nicht mehr missen.

Offline Spezies8472

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Antwort #10 am:
02, Dezember, 2018, 14:38:52
Wie wäre es mit Infrarotheizungen? Die Marmorheizungen dürften ja auch auf Strom laufen..

Offline Mallorca1998

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Antwort #11 am:
02, Dezember, 2018, 14:56:54
Marmorheizungen laufen auch auf Strom. Heizen aber schön lange nach. Anhand des Temperaturreglers und ordentlicher Fenster sind  wir in den Monaten wo wir die Heizung anhaben  bei ca. € 100.00 zusätzlich zum normalen Stromverbrauch. Dafür haben wir eine sehr angenehme Wärme und keine Feuchtigkeit im Haus. Wir haben die Heizungen seit 5 Jahren und es funktioniert alles problemlos. Wartungsfrei und wenn wirklich mal eine kaputt gehen sollte, für € 180 00 gibt es eine neue.

Offline sasch

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Antwort #12 am:
02, Dezember, 2018, 16:30:05
Ich hatte überlegt, daß mobile Gasheizung für uns das beste ist. Denn:
- wir sind fast ausschließlich in den warmen Monaten oder im Sommer da, Winter ist Ausnahme;
- das Haus ist sehr gut zwangsbelüftet - extrem viel Luftdurchlaß an Fenstern, Türen, Lüftungsöffnungen;
- es ist nur eine Zusatzheizung wenn es schnell gehen soll; es gibt außerdem einen Radiator und einen Kamin (mir    ist allerdings der Feuergeruch nicht so angenehm - da bietet sich vielleicht nochmal eine Alternative mit z.B. einem geschlossenen dänischen Feuerofen oder sowas);
- die Stromversorgung ist nur sparsam ausgelegt mit niedrigster Stufe, reicht normal völlig aus;
- ein solcher Ofen ist ein Kompromiß ohne hohe Investition. Wenns nicht funzt wird er halt wieder verkauft.

Daß so extrem viel Dampf entsteht hatte ich noch nicht gewußt. Ein Hygrometer ist sicher sinnvoll, und Schimmel wollen wir auch keinesfalls haben.




Offline Spezies8472

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Antwort #13 am:
02, Dezember, 2018, 16:36:19
Was heisst: die Stromversorgung ist auf niedrigster Stufe ausgelegt? Wieviel KW haste den anliegen?
Wie du schon schreibst, nen dänischer Kamin wäre schon nicht schlecht. Haste dich schon mal mit "Pelletofen" beschäftigt?

Offline sasch

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Antwort #14 am:
02, Dezember, 2018, 16:44:22
Spezies, irgendwas mit 2 hab ich in Erinnerung, hab die Rechnungen nicht hier. (Und bin nicht nur in Chemie eine Niete, sondern auch in Elektrik. Aber Musik machen kann ich gut. Und anderes mehr, Garten und so...) Die kleinste Kategorie die angeboten wird (oder wurde vor 30 Jahren...) Wir haben echt keine großen Verbraucher, Wasserkocher, Staubsauger und Radiator sind die einzigen. Und Duschwasserbehälter. Manchmal fliegt die Sicherung raus...
Marmorheizung scheint mir auch interessant, nie gehört. bei 800 KW für 40x100-Platte müsste das sogar möglich sein, aber wieviel Raum kann man damit temperieren? Langsamer ists auch, aber dafür könnte man vielleicht auf den Radiator verzichten.





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