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Autor Thema: airbnb - Hat jemand Erfahrungen ?  (Gelesen 6691 mal)

Offline colau

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Antwort #45 am:
21, Dezember, 2018, 05:01:42
Japan geht massiv gegen Praktiken von Airbnb vor

Der umstrittene US-Konzern musste bereits 80% seiner Angebote
 in Japan von seiner Website entfernen.

 Das Land verlangt, dass sich auch Airbnb an die Gesetze hält
und seine Unterkünfte registrieren lässt.

20.12.2018
 https://biztravel.fvw.de/news/registrierung-japan-geht-massiv-gegen-praktiken-von-airbnb-vor/393/195026/4070

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airbnb wird sich an die gesetze der jeweiligen laender halten muessen - IMHO

Offline Ratze

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Antwort #46 am:
21, Dezember, 2018, 08:30:57
Zitat
Der steuerfreie Pauschbetrag für Mieteinnahmen beträgt in Deutschland übrigens € 520 im Jahr und braucht somit in der Steuererklärung nicht angegeben zu werden!

Hallo Walter,
klingt hochinteressant und war mir so noch nicht bewusst! Könntest du mir sagen, woher du diese Erkenntnis hast?  ???
Rainer
Wenn du das Paradies ertragen kannst, komm nach Mallorca
Gertrude Stein

Offline Walter

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Antwort #47 am:
21, Dezember, 2018, 08:38:49
@Rainer:
hier der Quellennachweis: Akademische Arbeitsgemeinschaft.de  , Fachgebiet Steuertipps.de, Broschüre "Vermietung von möbliertem Wohnraum"Gruß Walter

Offline Ratze

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Antwort #48 am:
21, Dezember, 2018, 09:21:42
Ok, das gilt aber nur, wenn ich vorübergehend Zimmer meiner selbstgenutzten Wohnung vermiete. Bei anderer, auch kurzfristiger, Vermitung gilt das nicht!

Rainer
Wenn du das Paradies ertragen kannst, komm nach Mallorca
Gertrude Stein

Offline Spezies8472

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Antwort #49 am:
21, Dezember, 2018, 17:05:42
Was mich in dem Zusammenhang interessieren würde, ob der ferienmietende auch "drankommen" könnte ( frei nach dem Motto "Unschuld schützt vor Strafe nicht"). Die meisten Gäste gehen davon aus das alles auf dem rechten Wege läuft. Bzw. auch so ausgedrückt: für einen Gast ist es nur wichtig, das es funktioniert. Zudem viele Gäste wissen um die ganze Problematik nicht. Bei den meisten kommt erst das böse Erwachen, wenn es zu gravierenden Schwierigkeiten kommt.
Aber denoch meine Frage: sind Gäste auch zuständig um drauf zu achten, das sie legale Objekte mieten ( auf Lizenznummern achten). Können sie daher belangt werden, wenn sie in illegalen Objekten einmieten?

Offline Walter

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Antwort #50 am:
21, Dezember, 2018, 20:11:43
....es gilt für den Mietenden der sogenannte Grundsatz der Gutgläubigeit. Gutgläubig handelt der, welcher nach dem Grundsatz handelt, dass Angebot und Preis in einem realen Verhältnis zu einander stehen und die Rahmenbedingungen, sprich hier die AGB, keinen Anlaß zum Zweifel an der Serirosität des Angebots aufkommen lassen.
Das Gegenteil von Gutgläubigkeit: Der Erwerber kauft auf einer Internetplattform eine Original ROLEX zum Schnäppchenpreis von € 200 vom auf der Plattform anbietenden Hehler! Hier ist auch für den Unbedarften erkennbar, dass das Preis-/Leistungsverhälnis im krassem Gegensatz zu einander steht und er sich daher nicht auf Gutgläubigkeit berufen kann.
An einem nicht gutgläubig erworbenen Gegenstand kann daher auch kein Eigentum erworben werden, sprich die ROLEX geht entschädigungslos für den Käufer an den rechtmäßigen Eigentümer zurück und in diesem Fall wird auch der "Erwerber" bestraft, weil er billigend in Kauf nimmt, dass die Uhr aus einer Straftat stammen könnte!
Was hat das nun aber alles mit Airbnb zu tun?? Nun, der Mieter kann von der Polizei aus der Wohnung entfernt werden und da er aber gutgläubig im Vertrauen auf die Rechtmäßigkeit des Angebotes vertraut auch nicht belangt werden,da jede Transaktion über Airbnb mit $ 800 000 haftpflichtversichert ist, allerdings Gerichtssitz in den USA, hat der geprellte Mieter ja dann einen Klageanspruch auf Erfüllung, sprich Erstattung des Reisepreises und sämtlicher Zusatzkosten, da Airbnb ja für die Rechtmäßigkeit des Angebotes gerade steht. Wie dann  Airbnb im Innenverhältnis mit dem "negro" vermietenden Eigentümer zu recht kommt, braucht den Mieter ja nicht zu interessieren, denn er hat ja gutgläubig gebucht!
« Letzte Änderung: 21, Dezember, 2018, 20:23:38 von Walter »

Offline Walter

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Antwort #51 am:
22, Dezember, 2018, 12:01:24
...die Grundidee der Airbnb-Gründer war eigentlich nicht, dass Spekulanten  Wohnungen kaufen mit dem Ziel diese lukrativ zu vermarkten, das hat sich leider aber dahin so entwickelt! Absicht war, nachdem den Gründern zur Teilnahme an einer Veranstaltung in einer fremden Stadt in den USA kein freies und bezahlbares Hotelzimmer zur Verfügung stand, sich in Wohnungen von Eigentümern einzumieten, welche eine freies Zimmer in der eigenen Wohnung anbieten,sprich der Eigentümer wohnt mit dem Gast in der selben Wohnung. Das war die Grundidee.  In diesem Fall liegt natürlich auch dann keine Wohnungsraumentfremdung vor.
Was sich daraus aus einer gut  gemeinten Idee entwickelt hat, kann getrost als exzessiv bezeichnet werden und natürlich läuft die Gaststätten-u. Hotellobby bei den politisch Verantwortlichen dagegen Sturm und das nicht nur in Deutschland.
« Letzte Änderung: 22, Dezember, 2018, 12:06:13 von Walter »

Offline Spezies8472

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Antwort #52 am:
22, Dezember, 2018, 12:52:48
Walter:
von der Grundidee her also mehr Richtung Couchsurfing? Da hat sich ne andere Internetpresens gebildet. Freunde von mir haben öfter nen C.Surfer da. Bei AirBNB hat sich das dann doch eher in die sehr comerzielle Richtung gedreht. Zudem haben sie gern immer neue Objekte aufgenommen. Wo dann Lizensierungsfrage auftauchte, hätte Airbnb auch handeln können und alles illegale, rausschmeissen können. Da denen aber auch das Wohnraumproblem in dem Sinne egal ist, haben sie fleissig Wohnungen ins Programm aufgenommen. ZT. sind sie auch immer noch drin. Daher könnte man die Frage stellen, ob überhaubt einer der Gründer noch mit dabei ist, da es bei Airbnb eigendlich nur noch um den schnöden Mamon geht. Ob nu mit oder ohne Lizenz. Fincallorca hat diese Zeichen frühzeitig erkannt und auch, bevor dieser Hype überhaubt aufkam, alles illegale rausgeschmissen. Aber auch bei Fincallorca kann ich mich an Zeiten erinnern das sie auch Fincas drin hatten ohne Lizenz. AirBNB hingegen nutzt, bzw führt Objekte auch ohne Lizenz so lange, wie es halt eben geht. Es ist und bleibt ein grosser gewinnbringender Markt. Diese Tematik dürfte noch lange interessant bleiben.

Offline colau

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Antwort #53 am:
26, Februar, 2019, 15:26:50
Zwischenfrage:
weiss hier eigendlich einer, was nu aus der Strafe von 300.000€ bei Airbnb geworden ist? Wurde sie bezahlt, oder hat Airbnb mittlerweile Einspruch erhoben. Oder haben deren Rechtsanwälte vielleicht sogar nen Gesetz gefunden, was gegen die Bestrafung und das Balearen Gesetz spricht und könnten dagen vorgehnen. Deren Frist ist ja abgelaufen. Man hat nichts mehr gehört. Ferienwohnungen findet man dort immer noch. Daher: weiss jemand was???

Airbnb muss Geldbuße von 300.000 Euro auf Mallorca umgehend zahlen

Der Oberste Gerichtshof auf den Balearen hat jetzt einen Antrag des Konzerns
abgelehnt, die Strafe solange auszusetzen, bis im laufenden Rechtsstreit
 ein rechtskräftiges Urteil vorliegt.

https://www.mallorcazeitung.es/lokales/2019/02/26/airbnb-muss-geldbuse-300000-euro/66335.html

Offline colau

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Antwort #54 am:
26, Februar, 2019, 15:31:24
und mal "nach nebenan geschaut"

Bis zu 500.000 Euro Bußgeld
Airbnb muss Gastgeber in München offenlegen

Urlauber aus der ganzen Welt finden bei Airbnb im Internet private Unterkünfte
- für die Anbieter der Wohnungen eine lukrative Einnahmequelle.
 An ihre Namen und Adressen darf jetzt die Stadt München.
 Hintergrund: Nicht jeder vermietet legal.
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.bis-zu-500000-euro-bussgeld-airbnb-muss-gastgeber-in-muenchen-offenlegen.7fa74785-bae3-471f-bd04-fb9fcbecfa0a.html

Auch die Millionenstädte Berlin und Hamburg versuchen, mit Maßnahmen
und Bußgeldern gegen Zweckentfremdung vorzugehen.
 So sollen dort nur noch registrierte Nutzer ihre Wohnungen
auf Airbnb anbieten dürfen. Auch in anderen Ländern stieß Airbnb
 in Großstädten wie New York oder Barcelona auf ähnliche Probleme.

Offline colau

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Antwort #55 am:
26, Februar, 2019, 15:33:01

Offline Spezies8472

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Antwort #56 am:
26, Februar, 2019, 17:35:06
Moinsen Colau:
jou, hab ich gelesen. In dem Zusammenhang interessant der letzte Absatz:
Und täglich grüßt der Feriengast - warum Mallorcas Inspektoren trotz neuen Regelwerks und höherer Strafen die illegale Vermietung an Urlauber nicht in den Griff bekommen.
Nach der Aussage ist es momentan ja offensichtluch noch so, das die illegale Ferienvermietung immer noch blüht. Die kleinen Agenturen, also im Vergleich zu Airbnb, gehen natürlich eher in die Knie. Aber auch da muss ich leider sagen, zB, die von mir damals erwähnte Agentur, die sich schon damals nicht um hiesige Gesetzeslage gekümmert hat, macht es heute auch nicht. Solange das so noch bleibt, wird die illegale Ferienvermietung bleiben. Ansätze sind da, klar, greifen aber offensichtlich zu wenig. Zudem, was für viele nen Hemmniss zu legalisieren sind die Kosten ( Bettenbörse, etc ). Da hat sich, nach meiner Meinung, die Balearenregierung nen Eigentor geschossen.  Biete die Möglichkeit zu adequaten Preisen an und schon legalisieren auch mehr Eigentümer. Übrig bleiben dann nur die, denen das sch. egal ist und nicht legalisieren wollen, es auch nie werden und weiter fleißig schwarz vermieten. Solche Fälle sind mir bekannt, da es im selben Gebäude ist, wo wir ne Wohnung haben. Trotz der Möglichkeit durch den Beschluss der Eigentümerversammlung, die es gestattet, legal zu vermieten, wird weiter ohne Lizenz vermieten. Eine Wohnung wird grad wieder frisch renoviert. Der Eigentümer ist nie bei einer Versammlung, macht was er will, so auch im Punkt Ferienvermietung ohne Lizenz. Hat seit Jahren für die Ferienvermietung ne eigene Homepage. Zudem das er seit Jahren ohne Lizenz anbietet, wird sämtlicher Service angboten ( Flughafenservice, etc. ). Die Wohnung ist, laut Belegungsplan, wieder gut belegt. Seite ist professionell aufgezogen. Der mietende Gast würde nicht erkennen, das es ohne Lizenz ist. Ich gehe davon aus, das sowas nicht nur Einzelfälle sind. Da müssen die Inspektoren ihre Bemühungen arg erweitern um sowas aufzudecken.....
Airbnb: bisher wurden sie aufgefordert, die Summe zu zahlen, aber bezahlt haben sie es bisher nicht. Zudem haben sie nach wie vor Wohnungen drin, ohne Lizenz..was soll man davon halten???

Offline Spezies8472

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Antwort #57 am:
26, Februar, 2019, 17:46:17
Grad noch mal bei Airbnb geschaut. Das Angebot ist immer noch drin. Zudem bietet einer aus unserem Gebäude frisch sein Apartment seit diesem Jahr auch an. Beides nach wie vor ohne Lizenz.

Offline philbehr

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Antwort #58 am:
26, Februar, 2019, 18:21:27
Der mietende Gast würde nicht erkennen, das es ohne Lizenz ist.

Ich denke mal, daß 99% der potentiellen Mieter gar nichts von der Lizenzthematik wissen und demnach auch nicht nach einer Lizenznummer suchen.

Offline Spezies8472

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Antwort #59 am:
26, Februar, 2019, 18:39:02
philbehr:
den Satz kann man noch erweitern: und auch nicht interessiert. Für die meisten Gäste (99%) ist es nur wichtig, das die Buchung funktioniert. Das heisst, die Buchungsabwicklung, etc. Wenn zusätzlich noch Flughafentransfehr angeboten wird, macht es nur aktraktiv. Da interessiert es keinen, ob Steuern abgeführt werden. Für 99 der Gäste arbeitet ein Anbieter "legal" und korrekt, wenn die Abwicklung funktioniert. Dann wird nichts in Frage gestellt. Auch nicht, ob ein Angebot illegal sein könnte. Von daher, da das Buchungsverhalten sich NICHT nach Suche von Lizensierten Objekten abhängig ist, sondern nach guter Abwicklung, wird es erst mal munter weiter gehen mit der Vermietung von nicht lizensierten Objekten. Man bekommt die Häuser/ Wohnungen ja voll. Wie es schon in der MZ steht: man bekommt das NICHT unter Kontrolle. Ne Anzeige erfolgt meist erst dann, wenn Querälen auftauchen ( Krach, etc. ) Von daher, bleibt vieles unentdeckt, da werden sich die Inspektoren was anderes einfallen lassen müssen.
Desweiteren setzt AirBNB ja auch Zeichen für die Neukunden: Wenn ich, trotz gravierender hoher Strafe, immer noch Möglichkeit biete Objekte ohne Lizenz in 2019 anzumelden, dann läuft gewaltig was schief. Wenn ich paralell, trotz Strafe lizenzfreie Objekte drauf habe und das seit Jahren, ich glaube, DAS sagt alles über die Firmenpolitik aus...





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