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Autor Thema: Reisebericht Mallorca, 3 Wochen Paguera 2017  (Gelesen 5731 mal)

Offline Str-Omi

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am:
31, März, 2017, 23:02:04
Hallo ihr Lieben,

hier also mein Bericht unseres Mallorca-Urlaubs im Januar/Februar 2017. Was lange währt, wird... ?

Mo. 16.1.2017
Zu Hause Schnee, auf Mallorca (mittags) Sonne, 14 Grad - abends und nachts etwas Regen
 
W. bringt uns zum Flughafen, Abflug 20 Min. verspätet - aber dann doch 13:15 h schon gelandet.
Gleich in Ankunftshalle kleinen Gepäckwagen ergattert, von Leuten, die abfliegen wollten. Der erleichtert den Transport wenigstens bis zur Sicherheitsschleuse, wo er wieder stehen bleiben muss.
Koffer kommen sofort und wir werden auch gleich von TUI-Mitarbeiterin empfangen und zum kleinen Bus draußen gebracht, der sofort und mit uns allein bereits um 13:45 h startet.
Im Hotel empfängt uns "Marisol", wir bekommen schönes Zimmer - dort haben wir lange Sonne.
Ach wie nett: an der Tür steckt ein kleines, sehr hübsches Sträußchen mit Heidekraut als Begrüßung von unserer langjährigen Wanderfreundin H.

Gleich alles ausgepackt. Männe holt schon mal eine Flasche Wasser an der Bar, dass wir uns gleich einen schönen Cappuccino machen und unser restliches halbes Käsebrötchen verzehren können.
Irgendwie sind wir total durchgedreht - also legen wir uns zum Ausruhen hin.
Zu 18:30 gehen wir zum Abendessen. H. und I. -langjährige Hotel- u. Wanderbekannte-  begrüßt, die schon länger da sind.

Heute brechen wir nach dem Essen gleich zu einer Strandrunde auf, nachdem wir uns den ganzen Tag ja noch nicht viel bewegt haben (außer dem Marsch auf dem Flughafen). Danach gucken wir in der Glotze "Wer wird Millionär".

 
Di. 17.1.2017
nachts Regen, vorm. strahlende Sonne, aber nur 5 Grad - ab mittags immer wieder Regen (aus so gut wie wolkenlosem Himmel) und etwas Graupel, nachm. fast durchgängig bewölkt und zunehmend Regen/Graupel - eklig.
 
Spätes Frühstück, schnell zwei Geburtstagskarten schreiben - und warten auf A. und M., die nach einigen Erledigungen in der Nähe gegen 12:00 zu uns auf's Zimmer kommen, wo wir erst einmal etwas quatschen. Ihnen geht es gut, sie fühlen sich auf Mallorca pudelwohl. Sie leben ja mittlerweile schon 3 Monate hier.
Logischerweise haben sie Hunger, da sie ja schon vor Stunden daheim gestartet sind.
Die  Sonne scheint schön (es ist aber kalt). Also gehen wir etwas am Strand entlang, um ihnen wenigstens ein bisschen was vom Ort zu zeigen, wenn's schon nicht zu einer gemeinsamen Wanderung reicht.
 
Schon unterwegs fängt's plötzlich bei strahlender Sonne an zu regnen, sogar mit Graupel dazwischen. Und das wiederholte sich immer wieder in zunehmender Stärke.
Das Restaurant "La Vida" (einst von Herby angepriesen) am Tora-Strand hat offen, aber auch ganz anständige Preise. Wir gehen trotzdem hinein. Wie wir jetzt erst erfahren, hat inzwischen ein Besitzerwechsel stattgefunden. Das wird jetzt von einem Holländer geführt.
Eine ganze Weile sitzen wir so zusammen, essen und plaudern sehr nett. Als wir wieder zurückschlendern, ist es richtig ungemütlich: nass, stürmisch und kalt. Bei dem Wetter kann man keinen Spaziergang mehr machen. - Schade, wir wären gern mit ihnen nach Cala Fornells hoch gegangen.
Möchten sie noch mit zu uns aufs Zimmer kommen auf einen Cappuccino? Nein, sie wollen lieber los, dann evtl. noch eine Freundin in Palma besuchen.
Als wir ins Hotel zurückkommen, sehen wir, dass nachher in der Bar Waffeln gebacken werden. Also trinken wir unten einen Kaffee und gönnen uns dazu eine Waffel.

Nach einer Siesta schmökern wir noch ein bisschen, ehe wir uns zum Essen fertig machen. Im Speisesaal besprechen wir mit I. u. H., ob und was wir morgen evtl. gemeinsam unternehmen könnten.
Erst müssen wir ja das gemietete Auto abholen, und evtl. können wir dann alle zusammen nach ANDRATX fahren und von dort zum Hafen laufen? Mal sehen, wie das Wetter wird.
Bis jetzt regnet's immer noch.

Später geht mir durch den Kopf, dass ich morgen eigentlich lieber erst einmal ganz gerne auf den Markt und dann mit dem Auto in der Gegend Verschiedenes erkunden würde. Andererseits möchte ich die Absprache jetzt nicht mehr umstoßen. Eigentlich bleiben uns ja nur wenige Tage, um mit diesen Beiden was gemeinsam zu unternehmen. Denn nächste Woche kommen ja unsere Berliner und übernächste Woche ein ältere u. sehr langjährige, liebe Mallorca-Freundin, die nach 10 Jahren erstmals wieder auf die Insel kommt.
 

Mi. 18.1.2017
Morgens sonnig, nicht mehr so kalt, tagsüber 12 Grad - nachmittags aber erst immer wieder Regenschauer bei blauem Himmel, später zieht es zu.

Komisch, H. und I. sind wohl schon fertig mit dem Frühstück und weg? Ihr Platz im Speisesaal ist leer. H. kommt aber später zu uns an den Tisch und meint, wir sollten in Ruhe das Auto abholen und erst einmal damit vertraut werden - sie laufen heute alleine, sind sozusagen schon auf dem Weg.  o.k. das kommt mir dann auch entgegen, als ob sie es geahnt hätten!

Zu 10:00 Auto geholt - geht alles innerhalb von 10 Min. Der zweite Fahrer muss angeblich nirgends notiert werden!?? Und wenn wir für den (fast) vollen Tank € 35,00 zahlen, wird auch kein Betrag auf der Kreditkarte geblockt und wir können den Wagen dann auch leer zurückgeben. Dritter Fahrer nächste Woche ist auch gar kein Problem, muss nirgends eingetragen werden!??? Alles etwas sehr merkwürdig. Ich frage zweimal nach: "Doch, doch alles in Ordnung. Bei Kontrolle Polizei nur Papier (Vertrag) zeigen-alles in Ordnung". Uns bleiben große Fragezeichen.
Auto: weißer Ford Focus, rd. 41.000 km mit doch einigen Schrammen (die ich natürlich fotografisch festhalte), die uns aber nicht wirklich interessieren müssen. Sonst wohl i.O., wenn man von den schwer aufrollenden Sicherheitsgurten absieht. Aber sie arretieren, das ist das Wichtigste.
Auf dem Markt in ANDRATX kaufen wir gleich Käse, dann fahren wir hoch nach MONT PORT. Dort finden wir auch auf Anhieb die Aussichtsplattform und den Zugang dazu. Schöne Aussicht und man könnte von dort auch auf manchem Weg in die Natur kommen. Als nächstes probieren wir von unten aus die ehemalige Bulldozerstr., die jetzt aber geteert ist. Inzwischen sind links und rechts doch auch einige Bauten erstellt.
Dann geht's weiter nach CAMP DE MAR, uns dort umschauen. Das "PETIT AMBASSADOR" gibt's tatsächlich nicht mehr, wie die Bautätigkeiten im letzten Jahr schon vermuten ließen. Dort ist jetzt eine ganz neue Bar drin, aber die ist noch geschlossen. Wird G. aber traurig sein wenn sie kommt, wir sind dort immer gern zusammen hingegangen.

Zurück in Paguera nehmen wir bei Pepe gleich noch Getränke und Baguette mit, der SPAR-Laden  bei uns um die Ecke hat noch  geschlossen.
Auf dem Balkon genießen wir herrlich in der Sonne einen Cappuccino und eine Kleinigkeit zum Essen. Danach noch 40 Min. gesonnt, ehe wir zur Siesta abtauchen.
Nach dem Abendessen mit I. und H. überlegt, was wir dann morgen gemeinsam anstellen wollen: TORRENT DE GALATZÒ oder NA BURGUESA ab Col de Vent?
 

Do. 19.1.2017
Schon gestern Abend dauernd Regen, heute Morgen auch sehr oft und alles grau in grau, wenn auch mit 10 Grad etwas wärmer.
 
I. will bei diesem Wetter überhaupt nicht los, H. dagegen unbedingt. Sie will nicht den ganzen Tag in der Bude sitzen. Aber Na Burguesa ist u.E. bei solch unbeständigem Wetter nichts.
H. schlägt Gang nach ES CAPDELLÀ vor. o.k., das kann man auch mit Regenschauern wagen - aber dann erst ab Rancho es Campancho.
Wir starten nach 10:00 h, immer wieder Regen. Weil es noch recht früh am Tag ist,  trinken wir in der BAR NOU diesmal nur einen Cappuccino.
Es regnet zunehmend, also zurück auch auf dem Fußweg, im Nachtigallental wird es zu rutschig und patschig sein.
Wir sind ganz froh, dass wir nicht den gesamten Weg bis Paguera zurücklaufen müssen. Die Hosen sind so schon auf den Oberschenkeln reichlich nass, bis wir wieder beim Auto sind.

So sind wir kurz nach 13:00 h schon wieder im Hotel, ziemlich nass wie die Katzen. Müssen uns erst einmal "trockenlegen". Gegen 14:30 h trinken wir -natürlich drinnen- Kaffee, essen aber nur Kekse und Obst.
Danach machen wir uns zusammen über ein großes Kreuzwarträtsel her, und ich gehe später an den Hotel-Computer, gegen klingende Münze meinen Reisebericht schreiben. Hatte mir zu Hause überlegt, wie ich es anstellen könne, dass ich meinen Bericht auch ohne eigenen Laptop schon während des Urlaubs gleich "online" schreiben könnte. Und war auf Folgendes gekommen: ich schreibe den Text im Hotel-PC als Mail an mich selbst. War zwar gut gedacht und funktioniert vom Prinzip her auch. Ich habe es auch für die ersten drei Tage gemacht und es klappte ganz gut. Aber ich schreibe dort, immerhin auch über einen längeren Zeitraum, im nicht abgesicherten Modus. Das ist mir auf Dauer doch zu riskant (seither bekomme ich auch wieder täglich sehr viele Spams. Ob es damit zusammenhängt?).
Schenke Jedem ein Lächeln. Ein Lächeln kostet nichts und schafft viel. Es bereichert die, die es empfangen ohne denen zu gehören, die es geben. Und Niemand hat ein Lächeln nötiger, als Derjenige, der selbst keines kennt.

Offline Str-Omi

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Antwort #1 am:
31, März, 2017, 23:05:05
Fr.  20.01.2017
Regengüsse sondergleichen, man kann keinen Fuß vor die Tür setzen. Mittags mal ½ Std hoffnungsvoll hell - bis wir uns umgezogen haben, pleestert's schon wieder ohne Ende.

Den kompletten Tag nicht draußen gewesen. Schon alleine, bis man auf dem Parkplatz beim Auto wäre (ca. 200 m), wäre man trotz Schirm total durchnässt. Was sollte man dann auch anfangen? Stadtbesichtigung geht sowieso nicht und in irgendein Museum ist auch mit immer mindestens kurzen Fußwegen verbunden. Bei diesen Wolkenbrüchen? Nee!
Eine ebenfalls seit Jahren bekannte Dame unter den Hotelgästen bietet zu 10:00 Uhr eine Dia-Show "Mallorca 2016" im Spielezimmer an. Die schauen wir uns gerne  an.
Männe geht mittags im nur wenig gemäßigten Regen notgedrungen zu Casa Pepe, um Getränke und Baguette zu holen. Unser Sparmarkt um die Ecke ist noch geschlossen. Er fehlt uns. Früher waren immer drei kleine Supermärkte rund um unser Hotel  geöffnet, zwei davon gibt es gar jetzt nicht mehr.

Nachmittags sehen wir noch einen Teil des Videos, dass Herr Sch., ein uns ebenfalls bekannter und jahrzehntelanger Gast, in der Bar vorführt.
Ansonsten ist den ganzen Tag nur Lesen, SMS-Schreiben, Rommé-Spielen und Faulenzen angesagt.


Sa. 21.01.2017
Nach wie vor starker Dauerregen, am Spätnachmittag etwas nachlassend und dann auch mal kurze Zeit ganz trocken - ehe es von neuem losgeht.

Zu 10:00 h gehen wir wieder zu weiterem Dia-Vortrag von der anderen Hannelore, diesmal von einer Flusskreuzfahrt nach Sankt Petersburg. Und danach noch vom Gardasee.

In den Hotelgängen dringt von der Hausrückfront her allmählich überall Wasser durch, es gibt Pfützen und nassen Teppichboden. Im Zimmer ist aber alles o.k.
Gegen 14:00 h wird es heller, es zeigt sich sogar etwas blauer Himmel und ist trocken. Also schnell fertig gemacht, wir wollen raus und ein bisschen laufen. Bis wir an die Hoteltür kommen,  schüttet es aber schon wieder.  Was machen??? Habe im Zimmer schnell die Rommé- Karten geholt und wir spielen unten in der Hotelhalle Karten. Das ist etwas unterhaltsamer als alleine oben im Zimmer.
Eine TUI-Reiseleiterin kommt, die ich gleich einmal frage, ob wir denn Bedenken haben müssen, weil unser Auto-Mietvertrag von dem Verleiher gar nicht unterschrieben ist. 'Nein, ist alles in Ordnung, brauchen wir absolut keine Bedenken zu haben.'  Ganz kurz und schemenhaft kommt mir der Gedanke, ob diese Dame wohl die "Marlen Saar" sein könnte = unsere allererste Reiseleiterin, damals 1993 noch vom Reisebüro Hetzel. Ich verwerfe diese Idee aber sofort  wieder als zu abstrakt. Ich habe doch gar keine Erinnerung mehr an sie. Wie komme ich darauf? Wir unterhalten uns noch kurz über alles Mögliche mit ihr, als auch schon I. kommt und ebenfalls Fragen an sie hat.
Inzwischen hat der Regen ein wenig nachgelassen und wir gehen jetzt doch mit Schirmen los: einen Gang durch den gesamten Ort bis hinter zum Wäldchen noch hinter dem Club Europa, um nach unseren im letzten Jahr gepflanzten Bäumchen zu schauen: Au ja, sie sind gut angewachsen und schon recht groß geworden. Zumindest zwei davon, beim dritten sind wir uns nicht ganz sicher, welcher "unser" ist. Der eine, der gut dasteht oder der daneben, der eingegangen ist? Es regnet immer noch, wird aber immer weniger - bis es auch mal ganz aufhört.
Bei der Gelegenheit gleich noch bei Mercadonna Wasser, Käse und Corrizo mitgenommen. Auch die "Jabon blancho von Beltrán" bekomme ich da.

Da es nun hoffnungsvoll trocken ist, besprechen wir mit I. und H. , dass wir morgen mal nach SANTA MARIA fahren wollen, den Markt (mitsamt dem Bunyol-Verkäufer) anschauen und danach können wir ja ein Stück -soweit wir möchten - in das Tal in Richtung der Höhlen und der Quelle SON POU laufen.



So. 22.01.2017
Morgens hell und trocken, teils sogar blauer Himmel.
Auf unserer Fahrt zieht es aber immer mehr zu. Nachmittags fast durchgängig Regen.


Wir fahren zu viert direkt ins Ortszentrum von SANTA MARIA DEL CAMI und bekommen auch auf Anhieb direkt im Zentrum einen Parkplatz.
Von dort schlendern wir gemütlich zum etwas entfernten Markt. Der scheint uns des Wetters wegen auch nur zur Hälfte bestückt zu sein. Trotzdem laufen wir langsam die Reihen durch - nebenbei halte ich nach den Bunyols-Verkäufer Ausschau. An einem Stand sehe ich die kleinen Rucksäcke, wie meinen jahrelangen, der mir so gute Dienste tut aber schon etwas ramponiert ist und den ich jetzt mal allmählich ersetzen sollte. Er soll € 15,00 kosten, außerdem gibt es ihn nur in schwarz. Beides behagt mir nicht so recht. Der dunkelhäutige Verkäufer (der leider recht aufdringlich ist) rennt mir noch ein Stück hinterher: "Was zahlen?" Aber seine Art gefällt mir nicht, ich lasse mich nicht überreden. Später in Paguera bekomme ich den gleichen für € 9,95 - im Laden, wobei es mir in erster Linie gar nicht ums Geld ging.
Also gehen wir nur einmal komplett durch den Markt, bewundern das Angebot an Oliven und Brot, riesigen Paprika und Trauben so groß wie Pflaumen. - Nur den Bunyol-Bäcker finden wir nicht. Dabei hatte ich I. und H. schon sehr neugierig darauf gemacht.
Kann man nicht ändern. Wenn wir jetzt schon einmal hier sind, möchten wir auch zu der von überall her gut sichtbaren Kirche mit ihrem markanten, türkisfarbenen Turmdach und hoffen, dass sie jetzt am Sonntagvormittag, kurz nach der Gottesdienstzeit, offen sein wird. Nein, leider gefehlt.
Dafür kehren wir an der Straßenecke gegenüber auf einen Cafe con leche und einen Gang auf die Toilette in einer unscheinbaren Einheimischen-Bar ein. Und wir staunen mal wieder über die günstigen Preise, sind halt keine Touristenpreise.

Zurück zum Auto -jetzt regnet es schon leicht- fahren wir Richtung Tramuntana, um dort einen Parkplatz zu suchen, von dem aus wir dann ein Stück wandern können. Aber von den Bergen kommt es immer rabenschwarz, der Regen wird stärker - das wird nichts!  Wir drehen um und biegen in ein winziges Landstäßchen ein, gondeln gemütlich durch die beschauliche Landschaft, grobe Richtung Bunyola. An einem geeigneten Plätzchen stellen wir vor zwei kleinen Grundstücken das Auto ab und machen uns trotz Regen mit Schirmen zu einem gut einstündigen Rundweg durch Gärten und Kleinanwesen auf.
Vorher machen wir noch zwei hinter dem Zaun neben uns kräftig kläffende, aber dennoch schwanzwedelnde Hunde glücklich, indem wir ihnen die deutlich erbettelte Aufmerksamkeit schenken und sie durch den Zaun ein wenig streicheln.
Auf dem Rückweg verbellen sie uns schon nicht mehr, sondern kommen gleich freudig schwanzwedelnd an den Zaun.
Bei Unterhaltungen unterwegs erwähnt Inge auch die Reiseleiterin und nennt ihren Namen, den ich auf Anhieb nicht so ganz genau verstehe und nochmals nachfrage. Und tatsächlich, es ist kaum zu fassen: es ist doch die Marlen Saar!
Es ist schon gegen 15:00 und langsam meldet sich sehr deutlich der Hunger. Jetzt wären Leckereien vom Markt nicht schlecht, aber hier gibt es weit und breit nichts. Also plündern wir im Auto erst einmal unsere Rucksäcke, die dann doch was Bissfestes  hergeben. Die Hunde schauen uns sehnsüchtig zu. So dass wir mit ihnen etwas trockenes Brot teilen, dass sie gierig fressen, wie uns scheint.
Und dann geht die Fahrt gemütlich Richtung "Heimat".

Abends schauen wir uns in der Hotel-Bar eine ganz ansehnliche "Brasil-Show" an.
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Offline Str-Omi

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Antwort #2 am:
31, März, 2017, 23:09:21
Mo. 23.01.2017
Morgens kurz mal wieder bisschen heller mit wenig Sonnenschein, dann wieder Regen, Regen, Regen

Beim Frühstück verabschieden wir uns vorläufig bei unseren Wiener Tischnachbarn, da wir ab dem Abend ja wechseln müssen an einen größeren Tisch, wenn die Verwandtschaft heute anrückt.
In einer heller Wetterphase brechen wir hoffnungsvoll nach ANDRATX auf, wollen dort eine kleinere Runde im WARMEN TAL laufen. Ab mittags sollten wir wieder zurück sein, wenn unsere Berliner eintrudeln.

Als wir über den Col d'Andritxol fahren, schiebt sich von Nord/Nordost eine pechschwarze Wolkenwand heran und ein sagenhafter Regenbogen überspannt den gesamten Ort Andratx. Grandios! Aber trockenes Wetter wäre uns lieber.

Und schon bei der Drogerie Müller, müssen wir für eine Besorgung erst einmal rd. 10 Min. im Auto abwarten, weil ein wolkenbruchartiger Regenguss niedergeht.
Ähnlich ergeht es uns dann auch wieder am Parkplatz, wo wir bestimmt nochmals 15 Min. den schlimmsten Regen abwarten und auch einsehen müssen, dass unser Unterfangen wohl nicht wie geplant ablaufen kann. Also disponieren wir um und schlendern nur ein wenig durch den Ort und zum SCHLOSS MAS hinauf, immer wieder in Eingängen und unter Bäumen Schutz vor zeitweise starkem Regen suchend.
Auf dem Rückweg  gleich noch Wasser und Clementinen für die Neuankömmlinge besorgt, dass die bei diesem Wetter nicht gleich los müssen.

Als wir im Hotelzimmer ankommen, ist mal gerade kurzfristig ganz blauer Himmel. Diese Seltenheit nutzen wir ganz schnell zu einem kleinen Sonnenbad mit anschließendem Vesper auf dem Balkon. So sind wir auch dem gerade anwesenden Zimmerservice aus dem Weg.
Aber es bezieht sich auch wieder ganz schnell und fängt erneut an zu regnen.

Ich stelle unseren drei Verwandten zur Begrüßung jeweils ein Gebinde aus Wasser und Clementinen vor die Tür.
D. legt sich noch bisschen hin, ich gehe mit Lektüre runter in die Halle, um gespannt auf die Ankömmlinge zu warten.
Und tatsächlich kommen sie auch schon gegen 14:15 h.  Großes Hallo ---
Nur bringen sie auch gleich große Aufregung mit, als Rü. schon bei der Begrüßung erschreckt feststellen muss, dass er seinen Rucksack im kleinen Zubringer-Bus hat stehen lassen.
Ein recht schnell erfolgtes Telefonat der Receptionista brachte die Kunde: "Ja im Bus sei ein Rucksack gefunden worden. Er, der Busfahrer, sei jetzt aber schon wieder auf der Schnellstraße zurück zum Flughafen. Mit der nächsten Tour würde er den Rucksack wieder mit herbringen. Aber das könne dauern." So ein Glück, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Rü. alle seine Habseligkeiten wieder bekommt. Wertsachen sind wohl eigentlich nicht drin. Aber es geht ihm in erster Linie auch um seine vielen Medikamente, aber auch so einigen Kleinkram.
Des miesen Wetters und des vermissten Gepäckstücks wegen bleiben wir den ganzen Nachmittag in der überwärmten und stickigen Hotel-Bar, immer in Erwartung des hoffentlich bald eintreffenden Gepäckstücks. - Umsonst!
Und so sollte es auch in Zukunft bleiben, um das Ende der bald einwöchigen Fortsetzungs-Geschichte hier gleich vorwegzunehmen.   Ich weiß nicht, wie viele Menschen im Hotel, beim Reiseveranstalter, die Reiseleiterin etc. sich wirklich redlich um dieses Gepäckstück bemühten. Ab dem zweiten Tag hieß es dann: "Es sei nie etwas gefunden worden, dass müsse ein Missverständnis gewesen sein. Auch in sämtlich möglichen Abgabestellen sei nichts hinterlegt worden. Es wurde angeblich noch mehrmals alles durchsucht."
Bis heute ist nichts mehr davon aufgetaucht.
Zum Glück hatte Rü. alle seine Medikamente mit dem Smartphone fotografiert und kann sie sich so vom hiesigen Arzt neu verschreiben lassen.

Das Ganze wurde am Ende der Woche dann unter "Lebenserfahrung" verbucht, was anderes blieb nicht übrig.

Eben kommt auch Männe herunter - mitten  hinein in diese ganze Verunsicherung.
Die Berliner erzählen, dass es heute wohl nicht "ihr Tag" sei. Das ging schon vor dem
Abflug bei der Sicherheitskontrolle los: Pe. trug ihre Papiere und Geld, wie immer,  sehr körpernah bei sich. Das muss beim Körperscanner (erstmals) Irritationen ausgelöst haben. So weit, so gut. Aber sie wurde nicht etwa in einem separaten Raum durchsucht, sondern musste sich an Ort und Stelle mitten in dem Trubel mit allen Passagieren, und trotz Protestes (obenrum) bis aufs Unterhemd ausziehen - ohne Rücksicht! Mit der Begründung, ihr Unterhemd sei ja farbig. Ich finde das trotzdem allerhand. Dafür gibt es ja wohl extra Räume.

Als wir nach dem Essen zum Kartenspielen in die Bar kommen, beginnt nebenher eine Musik-Show.
Rucksack? Fehlanzeige!


Di. 24.01.2017
Trüb, sieht zunächst aus, als ob es aufreißen würde. Im Insel-Osten allerdings nicht, aber längere Strecken trocken - aber auch immer wieder Regen. (in Paguera wohl ab mittags sonnig)

Zunächst muss Rü. zum Arzt und sich seine dringend benötigten Medikamente neu verschreiben lassen. In 20 Min. ist alles erledigt, wir können los.
Die erste gemeinsame Fahrt nach  PORTOCOLOM mit dortiger Wanderung um die einzelnen Buchten herum bis zum Leuchtturm ist immer noch von Regenschauern begleitet. Die Sonne bekommen wir leider nicht zu Gesicht. Im Gegenteil, auf der Rückfahrt beim Abstecher auf den Puig San Salvator wird es richtig ungemütlich windig und kalt. Es ist sehr einsam dort oben, die Sicht sehr eingeschränkt - und die Bar, auf die wir so sehr für einen Kaffee gehofft hatten, war geschlossen.
Nur die Katzen empfangen uns als willkommene Essensgeber.

Abends ist wieder Spieleabend.


Mi. 25.01.2017
Überwiegend sonnig, schön.

Dafür wird dieser Tag schön sonnig, wenn auch noch windig frisch. Wir entsprechen dem Wunsch der Cousinen, kurz durch den Markt in Andratx zu schlendern. Dort können wir uns auch gleich wieder mit Käse eindecken.
Aber dann geht es vom COLL DE VENT in PORT D'ANDRATX aus den schönen Panoramaweg Richtung SANT ELM. Nach diesen enormen Regenfällen haben wir aber zum einen ziemlichen Respekt vor dem sowieso meist rutschigen und sehr ausgewaschenen Wegstück hinter dem Felsübertritt beim PAS VERMELL. Hier war eine Wanderfreundin letzte Woche schon -sogar noch vor dem großen Regen- ausgerutscht. Das wollten wir den Flachland-Tirolern, aber auch uns, nicht zumuten. Und zum anderen ist es dann von Sant Elm aus ganz schlecht, zurück zum Auto zu kommen. Vor allem, nachdem der 100er-Bus ja gar nicht mehr über PORT, sondern direkt nach ANDRATX fährt. Das würde eine ehr umständliche Gurkerei werden.
Also genießen wir nur den schönen Ausblick über den Felskamm auf SANT ELM und die Insel SA DRAGONERA, um danach den gleichen Weg wieder zurück zu gehen.

Den Nachmittag lassen wir unten in Port Andratx aber noch schön in der Sonne sitzend bei einem Cappuccino ausklingen.

Heute Abend schmerzt mein Rücken ziemlich, ich muss mich hinlegen und möchte nicht mehr zum Spielen in die Bar mitgehen. D. kommt auch relativ früh nach oben, da auch er ziemlich müde ist.



Do. 26.01.2017
wieder herrlich sonnig

Ob man es nach den Regenfällen wagen kann, nach SA CALOBRA zu fahren? Pe. würde ihrer Schwester zu gerne einmal den Torrent de Pareis ohne den sommerlichen Trubel zeigen. Als Ju. im September dort war, wurde er von Menschen massenhaft bevölkert. Wir waren dagegen manchmal schon ganz alleine dort.
Wir wollen es probieren, kommen zunächst allerdings nicht sehr weit. In dem Straßentunnel vor ESTELLENCS war ein Erdrutsch, der jetzt erst geräumt werden muss. Die Sperrung muss erst unmittelbar vor uns errichtet worden sein, wir stehen -von Raupen und Kleinbaggern abgesehen- als drittes Fahrzeug und es gab vorher nirgends einen Hinweis. Also wenden wir notgedrungen auf der engen Straße und fahren zurück.
Ich schlage vor, in Andratx im Touristenbüro mal generell nach der Strecke zu fragen, ob es irgendwelche sonstigen Sperrungen gibt. 'Nein, theoretisch ist die Straße nach Sa Calobra frei. Letzte Woche gab es Schwierigkeiten, aber jetzt ist alles frei.' Wir melden unsererseits, dass die Ma-10 kurz vor Estellencs gesperrt ist - und just in diesem Moment kommt auch eine Dame ins Büro, die genau diese Meldung mitbringt. Wie wir später aus der Zeitung erfahren, wird diese Sperre wohl einen ganzen Monat vorhanden sein.
Folglich kommen wir letztlich erst gegen 12:00 h in Andratx los und wählen daher den schnellen Weg über Palma und den Sóller-Tunnel. Die Stauseen in den Bergen sind randvoll gefüllt. Natürlich ist auch die Bar am MIRADOR DE SES BARQUE noch geschlossen. Nur einmal hatten wir sie vor vielen, vielen  Jahren mitsamt Orangenverkauf um diese Jahreszeit offen vorgefunden.
Als wir nach gemütlicher und genussvoller Fahrt in SA CALOBRA ankommen (knapp 14:00) genießen wir erst einmal auf einem Bänkchen die Sonne und unser Vesper, denn im Torrent gibt's jetzt nur Schatten.
In der Mitte des TORRENTS DE PAREIS hat sich der Kies durch Wind und Wasser allmählich zu einer kleinen Erhebung geformt, zur Bucht hin besteht sogar mit kleinem Steilabfall.
Auf dieser Kiesfläche machen ein paar junge Männer Model-Aufnahmen für irgendwelche Sportbekleidung.
In der Hafenbar genießen wir noch einen Cappuccino und beobachten, wie frech zwei Katzen sich über die Reste auf den Tellern von anderen Gästen hermachen. Sie scheuen sich nicht einmal, es sich direkt auf dem Tisch gemütlich zu machen.
Pe. möchte auf dem Rückweg nicht wieder durch den Tunnel fahren. Der Pass ist aber auch gesperrt. 'Es muss doch auch noch eine andere Strecke geben'. Ja sicher, es gibt wunderschöne Strecken - aber das kostet alles sehr viel Zeit und so sehr früh sind wir jetzt ja nicht mehr dran. Rü. als Fahrer ist alles Recht. Ihm macht die viele Kurbelei in den Kurven nichts aus. Also wählen wir die Strecke über SA GRANJA und um einer evtl. immer noch bestehenden Sperrung bei Estellencs zu entgehen (zu der Zeit wussten wir ja noch nichts Genaueres darüber), ab dort die wunderschöne aber auch enge und kurvenreiche Straße nach PUIGPUNYENT und weiter über GALILEA und ES CAPDELLÀ nach Paguera (= ab Sa Calobra bis Hotel mehr als 2 ½ Std.). Wir sind erst 19:00 im Hotel. Nur eben schnell Gepäck abladen, Hände waschen und zum Essen.

Danach wie immer Karten- und Würfelsspiele in der Bar.


Fr. 27.01.2017
Morgens ganz schön, aber wolkig. Ab mittags dann Regen(güsse) und Gewitter.

Heute wollen wir über die 'Himmelsleiter' und die Terrassendörfer von CALA FORNELLS zur Schmugglerbucht CALO ES MONJÓ wandern.
An der Bucht von Cala Fornells wählen wir den Weg über die Klippen und kommen -zum Schluss etwas wild- hoch über der kleeblattförmigen Bucht heraus. Sprich, es bietet sich ein wunderbarer Anblick von oben. Wir klettern etwas abenteuerlich über die Felsen hinab und auf der anderen Seite wieder zu dem Mäuerchen hinauf, auf dem wir uns mit schöner Sicht niederlassen.
Der aufkommende Regen macht unsere Pläne, danach noch hinüber zur kleinen Sandbucht zu laufen, zunichte. Im Gegenteil, ein wolkenbruchähnlicher Regenguss zwingt uns sogar, die vorsorglichen dünnen Regenhäute überzuziehen, sowie notdürftig unter einem Baum stehend, den schlimmsten Guss abzuwarten.
Den nassen Rückweg legen wir dann über den direkten Waldweg zurück und sind bereits um 13:30 wieder Im Hotel.
Heute war aber auch Bi. vom Forum in Paguera angekommen und wollte mit ihren Begleitern mittags vermutlich im "LOS POETAS" essen gehen. Sie hatte  per SMS gefragt, ob wir uns dort nicht sehen und kennenlernen könnten. Aber eigentlich sollten und wollten wir ja um diese Zeit noch unterwegs sein und ich hatte deshalb gestern schon abgeschrieben.
Da wir nun außerplanmäßig aber doch hier sind, simse ich nun wiederum meinerseits, dass ich/wir zwar nicht zum Essen kommen würden, aber gegen Schluss ihres Essens gern auf ein Gläschen Wein oder einen Kaffee.   -Ich höre daraufhin nichts. Na ja, vielleicht haben sie es sich auch anders überlegt.
Da Regen und Gewitter den ganzen Nachmittag mit nur kurzen Unterbrechungen anhalten, gönnen wir uns ohne schlechtes Gewissen eine ausgiebige Siesta.

Gegen 15:00 kommt eine SMS von Bi., dass sie ihr stumm geschaltetes Handy beim Essen nicht gehört habe und erst jetzt meine Nachricht liest. Sie stünden jetzt direkt vorm Lokal. Ich mache mich vom Hotelbalkon aus bemerkbar und deute an, dass ich eben hinunter käme. Männe liegt noch in tiefen Träumen. So kommt es, dass wir uns nur vielleicht  15 Minuten lang auf der Straße unterhalten, ehe sie weiter wollen - denn sie möchten noch einkaufen und es droht schon wieder der nächste Regen.
Nachdem D. inzwischen auch erwacht ist, rufe ich im Hotel Palmira Beach an und verlange Gi., die heute mit einer Bekannten ebenfalls neu angekommen war. 'Ob wir mal eben vorbeikommen sollen, oder ob sie kommen möchten?'  'Nein sie sind so kaputt, sind ja morgens um 3:00 h schon aufgestanden. Sie möchten sich ausruhen.'
Also gehen wir zu 16:30 h zur Filmvorführung von Herrn Sch. in die Bar. Rü. erwischt  vorher noch seine Reiseleiterin und klagt auch ihr sein Leid. Erstaunlicherweise ist ihr selbst mal genau das Gleiche passiert: erst die Aussage, das Gepäckstück sei da und dann wusste plötzlich Niemand mehr was davon, und es war nirgends zu finden. Sie vermutet stark, dass er seinen Rucksack nie wieder sehen wird, nimmt die Sache aber auch schriftlich auf. So, dass er auch etwas für die Versicherung in Händen hat. In dem Rucksack waren zwar keine ausgesprochenen Wertsachen, aber alles in allem kommt schon einiges an Wert zusammen: Fernglas, Lederhandschuhe, Mütze, Schal, Medikament und sonstige Kleinigkeiten, wie auch der Rucksack selbst - alles Markenartikel.

Heute Abend schwingen wir uns noch zu einer sehr späten (ist schon 21:00) und sogar gerade mal trockenen Strandrunde mit Erweiterung durch einige Ortssträßchen auf.


Sa. 28.01.2017
wechselnd wolkig, aber auch viel Sonne, trocken

Die "BAR NOU" in ES CAPDELLÀ mit ihrem guten Essen lockt. Und so wird eine Wanderung dorthin diskutiert. Ich bezweifle, dass ich das bei meinen momentanen Beschwerden schaffen werde und denke, auch Rü. käme es entgegen, nur den halben Weg ab Rancho es Campancho laufen zu müssen.
Da wir auch endlich gerne mal Gi. begrüßen würden und wir sie ja auch in unsere Unternehmungen mit einbeziehen möchten, rufe ich morgens gleich bei ihr an. 'Wir könnten sie mit dem Auto abholen. Sie geht doch auch so gern nach Es Capdellà. Und der halbe Weg wäre sicherlich auch für sie (sie ist über 80 Jahre alt aber fit) noch machbar.' 'Nein, ihre Bekannte ist gestern so in den Regen gekommen, die muss heute erst einmal zum Frisör und kennt sich hier doch noch überhaupt nicht aus. Sie muss sie erst einmal begleiten.' Schade, hätte diesmal auch mit den Auto-Sitzplätzen so gut gepasst.

Männe mit Pe.Ju.  starten zu Fuß um 11:15 h, Rü. und ich mit dem Auto um kurz vor 12:00 h. Rü. muss wieder fahren, ich bin ja nicht als Fahrer eingetragen, will nichts riskieren.
Schon am zweiten Kreisel stehen Polizisten herum, die anscheinend die Autos nicht durchlassen wollen und mit den Fahrern palavern. Als wir sie umrunden, haben sie aber nichts einzuwenden. Aber am nächsten Kreisel wird die Ausfahrt Richtung Es Capdellà verweigert - warum auch immer.
Was bleibt uns dann übrig? Wir fahren nach Andratx und von dort aus hintenrum nach ES CAPDELLÀ. Über Handy informieren wir die Anderen entsprechend.
An der Kreuzung in ANDRATX wird uns auch klar, warum der ganze Zirkus: es kommen uns bestimmt 10 große Mannschaftsbusse von allen möglichen Radfahr-Ställen entgegen.
Na klar, es findet dieser Tage ja die große "Mallorca-Challenge" statt!
Wir befürchten schon, dass wir deshalb die Ma-1031 auch nicht fahren dürfen. Einige kleinere Radfahr-Gruppen kommen uns entgegen, aber das müssen wohl eher Privatfahrer sein. Wir kommen unbehelligt nach ES CAPDELLÀ, nur darf man in der Ortsdurchfahrt nirgends parken.
Also fahren wir durch und finden  in der C/. Vell einen Parkplatz.
Von dort schlendern wir über die PLAÇA DE JOANA NOQUE, an der großen Mimose und dem Parkplatz vorbei unseren Wanderfreunden entgegen. Beim Abzweig des Wanderweges, der von hier abwärts führt, möchte Rü. aber nicht mehr weiter. 'Denn was er hinunterläuft, muss er später ja auch wieder hoch laufen.' Auch mein Argument, dass wir dieses Stück ja im Normalfall sowieso hätten hochlaufen wollen/müssen, zieht nicht. Also warten wir in der Sonne. Keine 10 Min. und wir sehen 'unsere Bagage' unten auch schon kommen.
Beim Weg zur Bar Nou sehen wir die Radler im riesigen Pulk vorbeiflitzen (sie kommen von Paguera) und weiter in die Straße NACH GALILEA einbiegen. Nullkommanichts ist der Spuk vorbei, ehe man auch nur den Foto rausgekramt hat. Ähnlich geht es auch wieder nicht allzu lange danach, als sie anscheinend von Galilea schon wieder zurückkommen, um nun die Strecke nach Andratx zu fahren.

Wir genießen jedenfalls in der Bar einen Rotwein und lassen uns unser Essen schmecken. Rü. hatte z.B. "nur" ½ Portion Pamboli mit Thunfisch = zwei riesengroße, reich belegte und  garnierte Brotscheiben und obenauf Thunfisch in einer Menge, wie ich sie beinahe zwei solcher bei uns üblichen Döschen zuschreiben würde. Und das Ganze für € 5,00. Ju. war mit ihrer ebenfalls ½ Portion Pamboli mit Serrano, Käse und  ?? (dieser Art Presssack) auch ganz schön überfordert. Di., Pe. und ich bestellen außer Brot, Aioli und Oliven nur zusammen einen  Schinkenteller.
Erst 15:00 brechen wir wieder auf - wie gehabt DiPeJu zu Fuß und Rü. und ich zurück zum Auto und mit diesem nun die gewohnte, inzwischen wieder freigegebene Strecke zurück.
Am Parkplatz von Rancho es Campancho halten wir an und genießen die schöne Sicht in wunderbarem Licht auf den PUIG DE GALATZÒ und erwarten unsere ebenfalls schon nahenden Fußgänger zu einem kleinen Schwatz. Nein, sie fahren nicht mit uns, sie wollen auch weiter zu Fuß gehen.
Wir halten nochmals vor dem ersten Kreisel vor Paguera, weil linker Hand der Straße eine riesengroße  Schafherde mit Lämmern unsere Blicke auf sich zieht. Ein schönes, friedliches Bild. Es ist recht interessant, sie zu beobachten. Wie wir später erfahren, haben unsere Wanderer ebenfalls ihren Spaß an ihnen gehabt.

Nach dem Abendessen fahren (wegen Regens mit dem Auto) Dieter und ich jetzt aber zum Hotel Palmira Beach, endlich einmal Gi. und Begleitung, die wir noch nicht kennen, zu begrüßen.
Gi. freut sich so unendlich, uns nach 10 Jahren mal wieder zu sehen. Es kommen viele schöne Erinnerungen von früher hoch, als ihr Hans noch dabei war. Die Tränen lassen sich nicht unterdrücken. So lassen wir schöne, gemeinsame Erlebnisse von früher wieder aufleben. Von der großen damaligen Clique sind wir drei der "kümmerliche Rest". Einige sind verstorben, andere können nicht mehr reisen.  --Alles hat seine Zeit.---
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Antwort #3 am:
31, März, 2017, 23:13:26
So. 29.01.2017
ein strahlend schöner Tag, kaum Wind

Bei diesem herrlichen Wetter musste es jetzt endlich einmal sein: ich wollte unsere Besucher schon so lange einmal auf unsere geliebte SERRA NA BURGUESA führen. Ich hatte inzwischen auch einen Weg gefunden, bei dem man etliche Höhenmeter duch's mit dem Auto einsparen konnte,  und der dadurch auch für sie (wie diesmal auch für mich) machbar und nicht zu anstrengend sein dürfte.
Wir parkten in COSTA D'EN BLANES und marschierten den breiten, bequemen Weg Richtung Kamm. Der Weg ist wirklich gut zu gehen, da einer Steigung meist ein kleines ebenes Wegstück zum Verschnaufen folgt. So schraubt man sich recht angenehm schätzungsweise noch 200 HM bis auf eine Höhe von rd. 400 m hoch. Bis man auf den ebenfalls breiten und gut zu gehenden Kammweg stößt. Dieser führt in leichten Auf und Ab über die gesamte Serra Na Burguesa, von den Antennen im Westen bis zum Col de sa Creu oder Col des Vent im Nordosten.
Wir gehen nach links zu dem Feuerwachturm. Hier gibt es auf dem "ES PI DE SES CREU" bei ca. 450 m Höhe, was sonst auf der Na Burguesa absoluten Seltenheitswert hat: einige Sitzflächen auf Felsen und Mäuerchen. Wir genießen überwältigt einmal den 360°-Rundumblick, der die halbe Insel umfasst, ehe wir uns schnell unsere Sitzgelegenheiten sichern - denn wir sind an diesem schönen Sonntag nämlich bei weiten nicht die einzigen, die diesen Ort mögen.
In der Hoffnung auf eine noch bessere Sicht hinunter auf unseren Südwesten schlägt Rü. sogar das nochmalige Ab und Auf zu den Antennen vor. Rein theoretisch müsste von dort wirklich eine gute Aussicht auf Santa Ponça, Paguera, Port Andratx sein. Aber leider wirklich nur theoretisch, denn die Büsche und Bäume versperren uns die Sicht.
Also machen wir uns auf dem gleichen Weg auf den Abstieg zu unserem Auto. Jetzt geht der Fußweg in Richtung Süden/Südosten, mit beständig schönem Blick auf die weite Bucht von Palma bis zum Cabo Blanco, im Hintergrund dem Klosterberg Randa - und direkt unter uns auf den Nobelhafen Portals Nous und zur westlichen Seite der Bucht von Palma. Wir können uns gar nicht satt sehen.
Nun gelüstet es uns sehr stark nach einem Kaffee. Wo sollten wir den am besten einnehmen? Vielleicht auf der Terrasse im Hotel Palmira Beach, dass ich unseren Berliner sowieso zeigen wollte? Vielleicht könnten wir dann auch Gi. und ihre Bekannte dazu holen.
Als wir dort eintreffen, liegt die Terrasse leider schon im Schatten und nach drinnen möchten wir bei diesem schönen Wetter nicht. Wir sind ja froh, dass die Sonne scheint.
Also fahren wir einfach "nach Hause" und setzen uns dort schön auf unsere eigene Hotel-Terrasse.

Heute reicht die Zeit wieder gut für eine Siesta, die wir uns gerne genehmigen.
Nach dem Abendessen besprechen wir beim Spielen, was wir morgen anstellen wollen, dem letzten Urlaubstag unserer Verwandtschaft. Pe.Ju. möchten eigentlich doch gerne nach Palma. Alternativ mache ich den Vorschlag, Rü. Wunsch nach einer Fahrt in die Albufera nachzukommen (wenn er sich schon selbst Gedanken macht, was ihn interessieren würde, sollte man das auch aufgreifen) und danach ins "ES VERGER" hoch über Alaró zu fahren. Sie sollen es sich überlegen.


Mo. 30.01.2017
trüb, in der Inselmitte kurz und später im Südwesten durchgehend sonnig und trocken. Bei uns unterwegs aber sehr wolkig.

Also, die Damen möchten nach wie vor lieber nach PALMA. Ob ich denn nicht mitgehen möchte? Mich würden bei einem Palma-Besuch aber inzwischen ganz andere Gegenden interessieren, als die Beiden, die einfach bisschen schlampern gehen wollen. Das ist für beide Seiten dann unbefriedigend.  Dann sollte man lieber getrennt was unternehmen.
Rü. hat sich inzwischen über "Es Verger" näher informiert und ist ganz begeistert, dass auch Tim Mälzer schon dort war und es allgemein ein Erlebnis sein muss. Er möchte lieber mit uns diese Fahrt antreten: erst ALBUFERA und dann ES VERGER.
Also nehmen wir die Frauen bis Palma mit dem Auto mit und setzen sie dort ab. Wir setzen die Fahrt weiter Richtung Norden fort. Während ich diesmal strikt die Ma-13 bis kurz vor Alcudia nutzen würde, glaubt Rü. seinem Smartphone-Navi, das uns über kleinste Sträßchen "hinten herum" führen will. Er will mir nicht glauben, dass die dort angegebene Strecke sehr umständlich ist (wir haben dieses Prozedere vor einigen Jahren schon einmal durchexerziert). Ich möchte mich nicht streiten, also versuchen wir es einfach.  Vielleicht geht es so ja doch besser. Wir landen mitten zwischen Artischocken-Feldern, die auch ihren Reiz haben. Aber ein überfluteter besserer Feldweg lässt uns dann doch nicht weiterkommen und wir müssen umdrehen. Zurück geht es bis MURO und von dort die Ma-3431 nach CAN PICCAFORT. Links an der Küste entlang, sind wir bald auf dem Parkplatz vor dem Eingang zum Naturschutzgebiet der Albufera. Im Nachhinein müssen wir sagen: diese lange und umständliche Anfahrt hätten wir uns sparen können, denn um diese Jahreszeit bietet das Gebiet so gut wie gar nichts. Ein paar Enten, Haubentaucher, Kiebitze und einen einzigen Seidenreiher - das war's. Es war im Prinzip auch nur ein einziger Weg offen, alle anderen abgesperrt.

Nach einer guten 1 Std. sind wir wieder am Auto und starten zum Abenteuer "Es Verger, Alaró".
In der Ebene scheint jetzt sogar mal kurz die Sonne (an der Südwestküste ab mittags durchgängig, haben wir später erfahren). Als wir bei Consell aber Richtung Berge abbiegen, ist dort wieder alles verhangen und trüb.
Sehr gemächlich schrauben wir uns in einem 'waghalsigen' Tempo von 10 - 15 h/km das Sträßchen nach oben. Uns kommen glaub nur zwei Fahrzeuge entgegen. Bei diesem Wetter ist es dort oben wohl weniger gefragt. Die Aussicht tendiert gegen null, die Burgreste von Alaró oben am Berg ahnt man nur noch. Das ist uns egal, wir freuen uns aufs Essenserlebnis.
Und das wird es durchaus - und nicht nur das Essen, sondern das gesamte Drumherum. Gerade weil es kein typisches Touristen-Ausflugswetter ist! 
Jedenfalls sind wir anscheinend die ziemlich einzigen Touristen heute unter einer Anzahl von meist älteren Spaniern.
Ich hatte das bereits an anderer Stelle hier im Forum ausführlich beschrieben:
Die rd. 4 km lange Fahrt alleine ist ein Erlebnis und kann ungefährdet so im 10 - 15 km/Std-Tempo erfolgen.
Vorsicht: gleich am Anfang, wo die Straße 'eigentlich' noch relativ gut gepflastert ist, ist der Asphalt auf einem kurzen Wegstück ziemlich herausgebrochen und es gibt tiefe Schlaglöcher, die man umschiffen sollte - ist besser fürs Auto!
Man darf für diese Fahrt kein ängstlicher Fahrer sein und kein Problem damit haben, notfalls auch mal ein Stück auf engem Sträßchen zurücksetzen zu müssen bis zu einer Ausweichstelle, wenn entsprechender Gegenverkehr kommt. Trotzdem ist die Fahrt kein Wagnis.
Die Straßenbeschaffenheit ist ausgesprochen schlecht - deshalb ist langsame und vorsichtige Fahrweise geboten. Wenn nicht hinter einem Jemand drängelt, macht man das sowieso freiwillig gerne, weil sich mit jeder Kehre schönere Aussicht bietet.
Oben angekommen, parkt man auf einem mit Schafskötteln übersäten Parkplatz, zwischen herumlaufenden Schafen - ländlich eben. Und mit herrlicher Aussicht  - im Normalfall-.
Der Gastraum ist dann das nächste Erlebnis: sehr urig und gemütlich, der große Ofen bullert, Opa sitzt daneben, die Kanarienvögel zwitschern.
Das Essen und der Wein sind die übernächsten (Erlebnisse)! Hervorragend, wenn mittlerweile auch nicht mehr wirklich ländlich preiswert, aber noch erträglich. Schließlich müssen alle Zutaten, außer den Lämmern und Zicklein, dort hoch geschafft werden. Wir kennen noch die Zeiten, als das (zumindest zum Teil) noch mit Eselskarren erfolgte.

Donna Françesca -längst im Rentenalter- ist noch ein wenig krummer geworden, hilft aber immer noch fleißig mit und bedient den einmaligen Steinbackofen und hievt auch riesige Holzklötze in den anderen Ofen, wobei man denkt, die kleine Person müsste unter der Last zusammenbrechen.
Als wir jetzt oben sind, haben wir den netten Eindruck, dort oben findet grad ein Senioren-Familien-Treffen der Besitzer-Familie statt. Der alte Wirt ist nicht mehr so gut beieinander. Aber auch ihm wird neben dem Mittagessen ein warmes Plätzchen mitten im Geschehen in der Gaststube geboten. Nach dem Essen wird er fürsorglich warm angezogen und hinaus -vermutlich zur Siesta- geführt.
Am gleichen Tisch sitzen viele ältere Frauen, die sich neben der lautstarken Unterhaltung auch nützlich machen, indem sie die Bestecke für kommende Gäste in Servietten wickeln.
An unserem Tisch sitzen ebenfalls nur Spanier: ein junges Paar aus Palma, die zum ersten Mal hier sind und nicht schlecht staunen, als wir erzählen (haha: besser radebrechen), wir kämen schon seit 20 Jahren (immer wieder einmal).
Am anderen Tischende sitzen einige ältere Herren, später kommen anscheinende Bau- oder Waldarbeiter, die uns alle auch immer wieder mit in ihre Unterhaltung "einbeziehen". Die beiden Bedienungen (nehme an, es sind Söhne der alten Besitzer) sind auch sehr lustig und wir haben mit Händen und Füßen redend alle zusammen ausgesprochenen Spaß.
Wir fühlen uns in dieser Runde jedenfalls pudelwohl. Aber irgendwann müssen wir wieder aufbrechen. Inzwischen ist der Puig d'Alaró von Wolken eingehüllt, vom Castell nichts mehr zu sehen.
Als wir den Berg unten sind, rufen wir die beiden Damen an, ob wir sie von Palma wieder mit zurücknehmen sollten. 'Nein, sie steigen im Moment schon in Paguera aus dem Bus.'

Unseren letzten gemeinsamen Abend genießen wir nochmals bei schönen Gesellschaftsspielen mit nebenher Tanzmusik.


Di. 31..01.2017
herrlicher Sonnenschein,, warm - so um 18°/19° C.

Die Berliner haben schon fertig gepackt, als sie zum Frühstück kommen.
Nach dem Frühstück noch kurz zusammen auf der Hotel-Terrasse gesonnt, bis die Verwandtschaft vom Transferbus abgeholt wird. Pe. denkt fast, dass dies auch wieder der Fahrer von der Hinfahrt ist (…w/Rucksack). Ju. und Rü. sind sich aber absolut nicht sicher. Und im Zweifelsfall würde er vermutlich auch "kein Deutsch verstehen".

Wir selbst sind noch etwas unentschlossen, was wir heute anfangen sollen. Fällig wäre  endlich mal ein Treffen mit Gi. und ihrer Bekannten. Aber Ohjeh, es ist schon relativ spät. Wenn man jetzt erst noch lang hin und her telefoniert und bis man sich dann trifft, vergeht nochmals unnütze Zeit.
Außerdem müssen wir ehrlich gesagt, auch erst einmal vom Besuch abschalten. Man war jetzt ja doch die ganzen Tage von morgens bis abends gefordert, und sei es nur mit Unterhaltungen. Man musste eben immer auf "Empfang" geschaltet sein. Das ist auf Dauer schon auch recht anstrengend. - Jetzt erst einmal durchschnaufen und abschalten!

Also entscheiden wir uns fürs "WARME UND KALTE TAL" IN ANDRATX.
Wir parken unterhalb der Kirche und marschieren los. Wunderbar! Hinter uns ist eine 6er-Gruppe, die wir vom Sehen auch schon lange kennen. Die eine kleine Frau war im letzten Jahr auch bei der Aufforst-Aktion dabei. Sie erinnert mich von Körperbau und Sprechweise ein bisschen an die verstorbene Schwägerin Brigitte.

Unterwegs treffen wir einen älteren Herrn, der die Trockenmauern nach wilden Spargelsprossen absucht, und auch schon ein Bündel in der Hand hält. Die ganzen Jahre suche ich auch schon immer, ob ich nicht mal eine Sprosse finde. Das holzige Kraut dazu wuchert ja überall. Also intensiviere ich meinen Blick noch mehr. Und siehe da: ich habe endlich, endlich auch eine gefunden! - Aber natürlich lasse ich ihn stehen, denn im Hotelzimmer kann ich damit nichts anfangen. Wichtig ist mir nur, endlich einmal gesehen zu haben, wie sie unscheinbar aus so einem Busch sprießen. Sind wirklich nicht leicht zu entdecken.

Drüben am "Eingang" zum kalten Tal sitzen Leute auf den eckigen Leitplanken und genießen wunderbar die Sonne und die Aussicht auf schöne Gärten und in die Berge. -Das ist auch ein schönes Plätzchen. Muss man sich merken!
Hier im kalten Tal sind zwei kleinere Felder mit Mandelbäumen schon ziemlich voll erblüht. Schön! Und ein schöner Kontrast zu den satt grünen Wiesen mit den vielen gelben Sauerkleeblumen.
Die letzte Hälfte des kalten Tals tun mir schon die Beine sehr weh (keine bestimmte Stelle, eher über die ganzen Beine verteilt). In Andratx angekommen, halte ich sehnlichst nach einem Bänkchen für eine Pause Ausschau, mich plagt jeder Schritt. Nach kurzer Rast quäle ich mich mühsam mich bis zum Auto.
Auf dem Rückweg nehmen wir bei Mercadonna gleich noch Wasser, Käse und Baguette mit, um im Zimmer etwas zum Kaffee u. Vesper zu haben. Ja, wirklich im Zimmer! Trotz herrlicher Sonne, die uns jetzt aber schon wieder zu heiß ist. Wir hatten heute schon sehr viel Sonne.

Nach der Siesta rufen wir unsere zweitälteste Enkelin zu Hause an, um uns von ihr zu verabschieden. Sie fliegt morgen für fast 4 Monate nach Neuseeland. 'Unser Mädle' (18 Jahre jung) ganz allein in der weiten Welt!

Abends telefonieren wir mit Gi., ob wir morgen nicht endlich mal was gemeinsam unternehmen wollen. Als Vorschlag bei diesem Traumwetter: wir holen sie ab, sie sollen feste Schuhe anziehen und ein Vesper und Getränk mitnehmen und wir versuchen, mit ihnen von Costa d'en Blanes ebenfalls ein Stück auf die SERRA NA BURGUESA zu wandern. Nachdem wir den Weg kennen, der sehr moderat aufwärts geht, denken wir, das ist machbar. Wenn nicht bis oben zum Feuerwachturm, dann eben nur soweit, wie wir kommen. Auch dann haben wir schon eine herrliche Sicht.
o.k., versuchen wir.
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Offline Str-Omi

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Antwort #4 am:
31, März, 2017, 23:18:04
Mi. 01.02.2017
durchweg strahlend sonnig, 20°C

10:00 h holen wir die Damen an ihrem Hotel ab. Auf der Fahrt einige etwas konfuse Fragen von Gi. Bekannten. Dafür, dass sie schon mehrfach auf Mallorca war -allerdings immer im Osten- sollte man meinen, dass sie wenigstens einen ganz groben Überblick über die Geografie der Insel haben müsste und nicht glaubt, dass hier unten, vom Südwesten kommend und noch lange vor Palma, Cala Millor läge.
Als wir am Parkplatz ankommen, ist sie nicht bereit, die 30 Schritte bis zum vorderen Parkplatzrand zu kommen, wo wir ihnen diese herrliche Aussicht zeigen wollen (zu Hause ist sie regelmäßig mit dem Wanderverein unterwegs?!). Gisela erfreut sich jedenfalls an dem Blick. Wir beginnen den Aufwärtsweg -weit und breit keine Bebauung mehr und um uns herum nur herrliche Natur und Berge. gi. geht so richtig das Herz auf. Aber ihre Begleitung: "Da sollen wir rauf? Wie weit denn? Und kann man dort einkehren?" Nein, kann man nicht. Und bergauf geht es recht moderat, abwechselnd mit immer wieder kurzen ebenen Passagen. "Nein, das muss ich mir ja nun wirklich nicht antun, dann gehe ich zu Fuß zurück. Irgendwo wird ja ein Bus fahren. Oder ich rufe ein Taxi." Wir überreden sie, es doch erst mal zu versuchen, es sei doch so ein wunderbarer Weg. Gi. ist dagegen hell entzückt von der Gegend und der Natur. Und dabei ist sie, im Gegenteil zu ihrer Begleiterin,  immerhin schon über 80 Jahre alt. Wir kommen vielleicht einen knappen Kilometer weit (wenn überhaupt), dann ist nichts mehr zu machen. Also drehen wir um. Irgendwie hat es wohl an der Absprache der einzelnen Vorstellungen gehapert. 
Ich mache den Vorschlag, stattdessen nach EL MOLINAR zu fahren und an der Strandpromenade entlang zu bummeln und dort auch einzukehren. Ja, das machen wir, das ist etwas für He.. Wir essen eine Kleinigkeit, Gi. hat noch keinen Hunger.

Danach ist der Tag noch jung - was fangen wir damit an? He. möchte zurück nach Paguera und am Bulevar flanieren.
Vom Parkplatz aus kommen wir sowieso nahezu an unserem Hotel vorbei, also zeigen wir den Damen unser Zimmer. Davon ist He. nun wieder sehr angetan.
Sie geht zum Bulevar strielzen, während wir anderen uns eigentlich noch etwas bewegen möchten. So laufen wir die Strandpromenade entlang und hoch NACH CALA FORNELLS und bis hinter zur kleinen Bucht, wo wir auf dem "Sonnenbänkle", das jetzt aber schon im Schatten liegt, Rast zu machen. Gi. hatte seither noch nichts gegessen und genießt erst einmal etwas Obst. Wir hatten noch von dem Röstbrot, über das sich auch die vielen Spatzen sehr freuen (einer davon gänzlich ohne Schwanz. Das sieht ulkig aus, haben wir noch nie gesehen).
Erst gegen 16:00 treten wir den Rückweg an, der mir zum Schluss schon etwas schwer fällt.
Abends, nachts und am nächsten Tag tut mir alles weh.
Au wei, wie mag es erst Gi. ergangen sein, die ja noch bis zum Ortsanfang musste? Aber anscheinend hat sie das gut verkraftet und fand den Tag wunderschön.

Do. 02.02.2017
Bis 15:00 strahlend, 20°C aber windig. Tolle Meeresfärbung. Später zog alles zu.

Entsprechend meiner Beschwerden kann ich mich morgens schon schlecht zum Aufstehen entschließen, bin total kaputt und matschig.
Heute will ich gar nichts unternehmen, kann mich nicht einmal zur Fahrt nach Palma aufraffen, um evtl. Herby zu treffen -sofern der überhaupt Zeit hätte.
Nachdem wir im Nebenzimmer schon den Zimmerservice hören, machen wir uns zu einem Gang durch den Ort auf. u.a. können wir für Di. ein Paar neue Espandrilles kaufen, für mich waren sie nicht so recht passend. Dann inspizierten wir auch mal "C/. de les Gavines" mit den Hotels "Morlans" und "Morlans Garden" und dem kleinen, schnuckeligen "Villa Palmer" mit nettem Frühstücksraum. Für nächstes Jahr müssen wir uns mal wieder neu orientieren, das "Linda Playa" würde ein ganzes Jahr wegen Renovierung schließen.
Runter zum Meer und am 'Katzenstrand' eine ganze Weile in der Sonne gesessen.

Zurück im Zimmer bin ich schon wieder total müde, die Beine tun sehr weh. Was ist nur los? Ich lege mich wieder hin.
Später genießen wir einen schönen Cappuccino  - aber wieder drinnen, da draußen der Wind unangenehm kühl bläst.
Dann rufe ich mal zu Hause bei meiner Ärztin an, um mir gleich einen Termin für nächste Woche geben zu lassen. Denn ich kenne mich: wenn nachher in relativer Ruhe und ohne größere Anstrengung die Beschwerden wieder verschwunden sind, lasse ich nicht mehr danach schauen. Was soll ich auch beim Arzt, wenn mir nichts wehtut?

Und was unternehmen wir nun?
E. in Calvià angerufen, dass wir überraschend heute Nachmittag Zeit hätten. Und sie auch? Ja, prima, treffen wir uns so gegen 17:15 wieder in der "Bar Poppins" oberhalb von der Deutschen Bank.
So quatschen wir bei einem Glas Wein nett ein Stündchen, ehe jeder wieder seiner Wege geht.

Für morgen könnten wir eigentlich mit Gi. & Co. über Calvià nach Es Capdellà fahren. Also rufe ich an. 'Nein, He. geht morgen wieder zum Friseur. Aber wir übrigen können ja in dieser Zeit was machen.' Na dann fahren wir doch wieder bis Rancho es Campancho und laufen über das Nachtigallental, das Gi. so liebt, nach Es Capdellà.

Fr. 03.02.2017
Morgens schon recht warm, 13°C. Aber bedeckt, windig aber trocken. Nur ab und an sonnig
(in Es Capdellà nur ganz vereinzelte Tropfen)


Weil wir ja auch in der BAR NOU wieder einkehren und eine Kleinigkeit essen wollen, müssen wir wieder gar nicht zu früh los. Also habe ich Zeit erst noch Karten an In., An. und Mi. zu schreiben, die Gi. gleich auch noch unterschreiben kann, als sie gegen 10:45 kommt.
Im Zeitungsladen kauft Gi. noch eben schöne Ansichtskarten mit Mandelbäumen und wir fahren mit ihr nochmals kurz zu ihrem Hotel, denn sie hat eine zu warme Jacke an, die sie gerne tauschen möchte. Kein Problem!
Um 11:30 starten wir dann ins VAL VERDA und gehen sehr langsam (bergauf ist Gi. als Flachland-Wanderin und in ihrem Alter nicht so sehr gewohnt) und mit sehr viel Blümchen- und Landschaft-Schauen das Nachtigallental hoch. Auch hier finde ich an einer Trockenstein- mauer wieder zwei Spargelsprossen, die ich Gi. zeigen kann.
Wo der Weg oberhalb von Es Capdellà auf die Straße mündet, blühen jetzt ganz herrlich die Mandelbäume.
Kurz vor 14:00 h -gerade recht, jetzt meldet sich langsam der Hunger- kehren wir in der Bar Nou ein und bestellen als erstes Mal Brot mit Aioli und Oliven - und natürlich Wein. Später zusammen zu Dritt 1 ½ Portionen Schinken. Die halbe Portion Schinken (nur Schinken, ohne Brot, kein Pamboli) kostet z.B. nur € 2,75.
Dann schlendern wir über den kleinen Dorfplatz, bestaunen die große Mimose und wackeln langsam wieder, diesmal über den Fußweg, zum Auto zurück und bringen Gi. zum Hotel. Dort will sie uns noch unbedingt auf einen Kaffee einladen und ruft dazu auch He. vom Zimmer herunter. Also erzählen wir noch eine Weile.

Zeitig wieder in unserem Hotelzimmer, so dass wir jeder noch ein schönes Mandelöl-Bad nehmen können und ich mein Tagebuch mal wieder vervollständigen kann.

Sa. 04.02.2017
Nachts schon sehr windig bis stürmisch, morgens nahezu 15°C, aber ganz bedeckt. Das Meer hat eine richtig braune Färbung.

Nach dem Frühstück fahren wir das Auto abgeben. Wir sind in diesen 3 Wochen nur rd. 900 km gefahren. Bei Mercadonna kaufen wir gleich noch ein paar Reste ein. Schlendern auf dem Bulevar zurück, kaufen dabei in der Apotheke noch paar Medikamente, die ich mitnehmen möchte. Eins haben sie nicht, also versuche ich es bei anderer Apotheke, bekomme es dort aber auch nicht.
Als ich zurück im Zimmer bin, tun mir die Beine schon wieder sehr weh. So ein Mist aber auch!
Das Zimmer ist noch nicht gemacht (ich weiß immer nicht, wann turnusmäßig Bettwäsche-wechsel dran ist, sonst könnte ich ja unsere Betten auch selbst machen. Aber man will ja auch nicht den exakt ausgeklügelten Putzplan durcheinander bringen).
Also verziehen wir uns mit Zeitung und Kreuzworträtsel noch in die Hotelhalle.

Nachmittags brechen wir nochmals zu einer Ortsrunde auf, u.a. auch mal wieder den schönen Garten des Hotels Palmira Paradise anschauen.

Ich habe absolut keine Lust, jetzt schon auch nur ans Packen zu denken. Obwohl mir angesichts meiner Beschwerden der Heimflug nicht mehr so unangenehm erscheint. Wenn hier eh nichts Vernünftiges mehr mit mir anzufangen ist, fällt die Heimreise etwas leichter.
Zum Schluss noch 'die Berliner' = jahrelange Bekannte von früher aus dem "Palmira Cormoran" getroffen. Sie sind jetzt privat irgendwo untergekommen und bleiben noch 5 Wochen. Morgen wollen sie auf die Rancho la Romana. 'Wir haben aber gehört, dass der Musiker krank und im Krankenhaus sei. Letzte Woche kam er schon nicht.' ' Doch, er habe gestern den Wirt, Peter, getroffen und der hat bestätigt, dass am Sonntag Musik ist.'
Wir werden wohl eher nicht kommen.


So. 05.02.2017
Wechselnd sonnig und wolkig, starker Wind und hohe Wellen

Gi. und He. haben für heute einen Mandelblütenausflug gebucht, sind demnach nicht da und können also auch nicht mit zur Ranch.
Letztendlich sind wir erst gegen Mittag, einfach als Spaziergang, um ein Ziel zu haben, doch zur Rancho gelaufen.  Und tatsächlich, der Musiker ist da und bis dahin saßen sie auch draußen. Aber jetzt gehen alle des Wetters wegen nach drinnen. Auch Manfred räumt seine Sachen rein. Wir schauen einmal durch den Raum - Niemand Bekanntes dabei. Also ziehen wir auch wieder ab.

Nach Cappuccino und Siesta muss ich dann aber doch anfangen, meine sieben Sachen zusammen zu kruschteln. Wobei unsere Anziehklamotten nicht tragisch sind, eher die vielen (Wander-)Unterlagen, die ich mitnehme und die unserem Gepäck einige Kilos bescheren.
Der erste geschlossene Koffer könnte leicht über 23 kg liegen. Gewogen, na klar - also nochmals umsortieren.

Mo. 06.02.2017    -Abreisetag-
Weiß gar nicht mehr, wie das Wetter war. Teilweise sonnig.

Zu 10:00 sind wir fertig und gehen hinunter und setzen uns auf die Hotelterrasse. Zu 10:30 kommen Gi. und He. nochmals vorbei. Sie bestellen sich was, wir denken gar nicht dran, dass wir ja bald aufbrechen müssen.
Zu 10:50 gehen wir vor an die Straße. Pünktlich um 11:00 kommt ein riesengroßer TUI-Bus, in dem "schon" eine Dame sitzt. Wir holen noch ein einziges Ehepaar im Ort ab - und dann geht es -ein mit nur 5 Personen besetzter Bus, der bestimmt 50-60 Sitzplätze hat- direkt zum Flughafen.

Urlaub ade - 's war sche, wie immer!
Schenke Jedem ein Lächeln. Ein Lächeln kostet nichts und schafft viel. Es bereichert die, die es empfangen ohne denen zu gehören, die es geben. Und Niemand hat ein Lächeln nötiger, als Derjenige, der selbst keines kennt.

Offline Verano

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Antwort #5 am:
01, April, 2017, 08:34:23
Guten Morgen,

was für ein MegaBericht!
Freu mich drauf, ihn die Tage mit der nötigen Ruhe dann lesen zu dürfen.
Schon mal den Beginn angelesen.
Danke für soviel Mühe und einen ganz lieben Gruß zu dir.

Ullie

Offline Prensal Blanc

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Antwort #6 am:
01, April, 2017, 09:24:07
Danke für die vergnügliche Samstagslektüre!  >:D<

Offline herbycon

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  • Montréal/Mallorca
Antwort #7 am:
01, April, 2017, 11:00:46
Die akribische Auflistung deiner Reiseerlebnisse verdient Bewunderung.
Dass ihr mit dem Wetter so viel Pech hattet, tut mir leid. Irgendjemand
muss Petrus da geärgert haben. Der Regen wollte und wollte kein Ende
nehmen. Aber mit deinem sonnigen Naturell habt ihr trotzdem das Beste
daraus gemacht. - Noch ein Wort zum "La Vida": Ja, ich hatte es damals
empfohlen. Bin inzwischen nicht sicher, ob ich es immer noch tun würde.
Ein Restaurant, das Essen in abgeschlagenen Porzellantellern serviert,
muss man nicht einfach so hinnehmen. Dafür ist die Konkurrenz gerade
in dieser Preisklasse zu groß. Demnächst werde ich das "Mar y Mar"
aufsuchen. Es liegt ebenfalls in der ersten Meeresreihe und soll hervorragenden
Fisch servieren. - Danke auch für die schönen Fotos. Bei eurem nächsten
Besuch scheint wieder die Sonne. Wetten?

Offline seven

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Antwort #8 am:
01, April, 2017, 17:24:21
Wie gewohnt ausführlich, auch wenn mir etwas zuviel Regen vorkam. Ihr armen habt genau die Schlechtwetterphase mitgenommen. Trotzdem danke liebe Str-Omi
Liebe Grüße Petra

katzeninnot-sessalines.jimdo.com

Offline mopest

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Antwort #9 am:
01, April, 2017, 18:47:15
Danke für den ausführlichen Bericht, da könnte ich sofort auch los reisen ( wir müssen noch bis zum Herbst warten). Ein gleiner Tipp zum wilden Spargel für das nächste Mal: wenn ich einen frischen Spross finde, dann esse ich ihn schon mal roh, ich finde das ganz lecker.

Offline Str-Omi

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Antwort #10 am:
01, April, 2017, 19:26:26
Ich danke euch allen für euren netten Worte.
Was den Regen angeht: ja stimmt. So hatten wir Mallorca auch noch nie erlebt. Aber wie Herby schon sagt: dann kann es nächstes Mal nur besser werden. Und an der Wetterschraube können wir Menschen zum Glück noch nicht selbst drehen.

@Verano
Aber du wirst etwas Zeit dafür brauchen. Nicht dass du dann von Sohn und Mann Vorwürfe bekommst.

@Prensal Blanc
Du musst wohl schon etwas früher wach gewesen sein, dass du diese Lektüre noch vor halb Zehn fertig hattest. Schön, wenn du sie vergnüglich fandest.

@Herby
Bin ich mal wieder ungewollt ins Fettnäpfchen getreten? Falls es je so rausgekommen sein sollte, hatte ich es aber ganz bestimmt nie "anklagend" gemeint, dass du einst das "La Vida" empfohlen hattest - und es jetzt nicht so war, wie wir es uns vorgestellt hatten. Tut mir leid! Deine Empfehlung war ja noch unter ganz anderen Voraussetzungen (anderer Betreiber).
In Krummis Lieblingsrestaurant, im "Los Poetas" bist du sicherlich auch gut bedient, wir können es wirklich empfehlen. Allerdings kann es nicht Meerblick aufwarten. Gleiches gilt für das "La Vida".

@seven
Ja die Ausführlichkeit stellt sicherlich eine besondere Anforderung an die Leser. Und sie ist mein ganz großes Handicap. Aber es werden sich ja auch nur Diejenigen den Text zumuten, denen es nicht zu viel ist.
Ich hatte -wie jedes Jahr- versucht, es in einer Kurzform unterzubringen. Der Text war auch wirklich auf wenige Seiten geschrumpft.
Aber dann fehlten mir doch so einige alltägliche, aber doch (für uns) den Urlaub ausmachende Details, wie z.B. die etwas kuriose Wagenanmietung, der verschwundene Rucksack etc. Also wurde wieder eingeflickt, anderes gestrichen, nochmals geändert. Nee, jetzt ähnelte das Ganze eher einer Aufzählung. Das entspricht nicht meinem Stil.
Bis ich gestern die Nase voll hatte, damit so unendlich viel Zeit zu vertun. Was nicht schlimm wäre, wenn nicht andere Arbeiten auch der dringnden Erledigung harren würden.
Also habe ich letztlich die nahezu vollständige Version wieder hergestellt. Nur war inzwischen so viel darin rumgeändert worden, dass sich trotz vermeindlichem genauen Durchlesen -und auch dabei nochmals vorgenommenen Änderungen- doch auch wieder einige Fehler eingeschlichen haben. 
Das ärgert mich immer ungemein, aber ich kann's nicht mehr ändern! Das ist ja auch kein Profi- sondern ein Laienwerk.

Ich müsste vielleicht mal bei Herby in die Lehre gehen?!? Aber so schöne Texte wie er würde ich eh nie hinkriegen.

@mopest
Auch dir vielen Dank, auch für den Tipp mit dem Spargel.  Bei grünem Gemüse bin ich ein wenig vorsichtig, wenn ich nicht so genau Bescheid weiß mit dem giftigen Phasin, Solanin und was es da so gibt.
Habe aber grad nachgelesen: bei Spargel gibt es nichts Giftiges. Also danke für den Tipp!

Wünsche allen einen wunderschönen Sonntag
Str-Omi

Schenke Jedem ein Lächeln. Ein Lächeln kostet nichts und schafft viel. Es bereichert die, die es empfangen ohne denen zu gehören, die es geben. Und Niemand hat ein Lächeln nötiger, als Derjenige, der selbst keines kennt.

Offline seven

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Antwort #11 am:
01, April, 2017, 20:40:26
das sollte eigentlich ein Kompliment werden. Ich finde Deine ausführlichen Berichte sehr schön und lese sie immer wieder gern :-)
Liebe Grüße Petra

katzeninnot-sessalines.jimdo.com

Offline herbycon

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Antwort #12 am:
01, April, 2017, 21:06:18
Neeeiiin!!! Kein Fettnäpfchen weit und breit. Wo denn auch? Alles gut, liebe Str-Omi.


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Offline Bienchenontour

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Antwort #13 am:
01, April, 2017, 23:02:45
Vielen Dank für deinen schönen Reisebericht. Ich muss gestehen, ich habe ihn noch nicht ganz fertig gelesen, aber ich finde es toll, dass du so ausführlich schreibst. Ich kann mich auch nur schwer kurz fassen und mein Schreibstil ist ähnlich. Aber ich muss gestehen, das ist mir sehr lieb, wenn jemand so schreibt, man bekommt viel mehr mit und es ist absolut authentisch. Also, bitte immer weiter so!
Ich freue mich, morgen weiterzulesen! Viele Strüße vom Schwabenland

Offline Prensal Blanc

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Antwort #14 am:
01, April, 2017, 23:24:56
Str-Omi,

ich muss in der Woche sehr schnell lesen, aber für Deinen Reisebericht habe ich mir gerne mehr Zeit genommen.
Samstagmorgen ist perfekt dafür.  ;)





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