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Autor Thema: endlich, 4 Wochen Paguera im Januar/Februar 2016  (Gelesen 7888 mal)

Offline Str-Omi

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am:
19, August, 2016, 22:42:49
Ich hatte es auf Anforderung versprochen, dass ich ihn irgendwann fertig haben würde. Gleichzeitig hatte ich aber auch vor der Länge gewarnt. Jetzt ist er endlich fertig und ich habe jetzt wirklich keine Lust mehr, ihn speziell fürs Forum in gekürzter Form nochmals zu überarbeiten. Es sind meine ganz privaten Aufzeichnungen, so wie mir der Schnabel gewachsen ist.
Hier vorerst einmal die 1. Woche:

Urlaub in Paguera 17.01. - 14.02.2016       (8 Tage mit Pea., Ju. Rü.)

Sonntag, 17. Januar 2016

Gestern hatte ich um 17:00 die Koffer fertig, die wir 18:25 dann zum Vorabend-Check-in brachten (je Koffer € 8,00). Ach war das gegenüber dem Vorjahr schön entspannt - wir als Einzige am Schalter. Sollten aber noch 15 Min. im Gebäude bleiben (wegen evtl. Beanstandungen im Gepäck). Dadurch war dann auch die Kurzparkzeit von 30 Min. um 5 Min. überschritten und es kostete gleich € 4,00. Vorabend-Check-In kommt somit insgesamt auf zusätzliche € 20,00. Egal, aber letztes Jahr am Morgen das Gedränge war ja fürchterlich.

Heute also ganz entspannt frühstücken können, der Nachbar bringt uns um 10:00 bei starkem Schneetreiben zum Flughafen. Verspäteter Start wegen Schnee- und Eisentfernung.
Gegen 14:00 etwas verspätete Ankunft in Palma, diesmal sehr weit bis zu den Kofferbändern laufen müssen. Die Reisetasche mit 8 kg zieht mächtig an meiner Schulter, noch keine Gepäckwagen in Sicht. Da kommen uns irgendwann endlich die Laufbänder doch sehr gelegen. Dort kann ich die Reisetasche auf dem Handlauf aufstützen! Das geht ganz gut, bis… - ja, bis ich beim vielleicht dritten Band dessen Ende nicht früh genug wahrgenommen hatte, dadurch mit den (Wander-)Schuhen am festen Boden stoppe und stolpere. Gleichzeitig ist auch der Handlauf zu Ende und meine Reisetasche neigt sich gefährlich dem Boden entgegen. Aber ich halte sie instinktiv krampfhaft fest! Das ist ein Fehler! Denn nun reißt mich das Gewicht in Verbindung mit dem Stolpern endgültig zu Boden! Da liege ich  der Länge nach vor dem Förderband, habe mir zum Glück aber nur ein paar blaue Flecke geholt. Hätte dumm ausgehen und das Urlaubsende bedeuten können.
Bustransfer klappt ganz gut. Leihwagen nehmen wir erst ab nächster Woche, weil dann erst unsere Verwandtschaft kommt, von denen Einer als dritter Fahrer eingetragen werden soll. EuropCar hat zum Glück in Paguera selbst ein Büro, also gibt es auch kein Wartezeiten am Flughafen.

Im Hotel die Rezeptionistin kennt uns inzwischen, immerhin sind wir jetzt in diesem Hotel auch schon zum 4. Mal. Wir bekommen ein schönes Zimmer mit Sonne bis ca. 17:30, Meerblick haben sie sowieso alle.
Abends im Speisesaal sitzen wir in der gewohnten Ecke an Tisch 25, einem Zweiertisch. Aber direkt neben unserem ist ein weiterer Zweiertisch  mit einem Paar unseren Alters, so  dass man sich nett unterhalten kann.


Montag, 18. Januar 2016
Morgens wolkig, ab 10:00 strahlend sonnig, 17°C, wenig Wind.

Heute wollen wir gleich vom Hotel aus zur Mühle in Santa Ponça laufen und von dort durch den Torrent nach Calvià. Wir wählen diesmal den einfachen, vor einigen Jahren neu angelegten Fuß- u. Radweg parallel zur Straße. Neben dem Weg fallen uns ausgangs Paguera erstmals Büsche mit weißen Blüten und kleinen grünen Bällchen auf. Könnten "Erdbeerbäume" sein mit noch jungen kleinen Früchten. Aber als Busch hatte ich die noch nicht gesehen.

Unterwegs überlegen wir es uns dann doch noch anders und wählen ab der Mühle den Weg hinein nach Santa Ponça und von dort auch weiter zu Fuß an der Küste entlang zurück nach Paguera. Dem bekannten Abkürzungsweg unterwegs in Costa de Calma misstraue ich. Nämlich deshalb, weil ein aufgemalter weißer Pfeil in die andere Richtung weist. Hätte sich ja in der Zwischenzeit was verändern können und oben ist nachher womöglich ein Zaun? (war aber nicht, wie wir später feststellten). Also vorsichtshalber mit ca. 2 km Umweg die langen Straßenkehren entlang hochgeschnauft. Inzwischen merke ich doch deutlich, dass wir zum einen untrainiert sind und zum anderen meine Beine mächtig schwer werden. Deshalb sind wir doch sehr froh, als wir nach insgesamt rd. 15 km wieder im Hotel sind. War für den ersten Tag vielleicht doch ein bisschen viel, ich habe jedenfalls Probleme.
Im Vorbeigehen schreiben wir uns noch in die Anmeldeliste des "Winterprogramms der Touristen Abteilung der Gemeinde Calvià" für die Wanderung auf die Na Bauçana am Donnerstag ein.


Dienstag, 19. Januar 2016
Ab morgens gleich sonnig, 17°C, wenig kühler Wind. Zwischendrin kommen mal dunkle Wolken, verziehen sich auch wieder.

Eine Bekannte will uns animieren, mit ihr aufs Cap Andritxol zu gehen. Niemand sonst will mit ihr gehen, jedenfalls nicht bis vorne hin. Ich wollte schon fast zusagen. Aber nein, nicht heute, bin noch zu kaputt von gestern.
Wir wollen nur was Kleineres unternehmen und fahren mit dem Bus nach Andratx (müssen eh Kleinigkeiten bei Drogerie Müller einkaufen) und wollen dann weiter auf den kleinen Puig de So N'Orlandis mit der Ermita de Mare de Déu del Rosari gehen.
Bei der Tankstelle in Andratx durch winzige Gassen in Richtung Hafen, kommen irgendwann auf den schönen "Camí Coll d'en Boix". Ich hatte früher gesehen, dass es von dort hinten her auch einen sogar ausgeschilderten Aufstieg auf den N'Orlandis gibt. Nun stehen wir vor diesem Naturholztor - das ist aber mit einer Kette verschlossen, ein Schild steht auch keins mehr. Also zurück und vor zur Straße, die zum Hafen führt. Auf ihr wenige hundert Meter auf der linken Seite auf dem Seitenstreifen entlang, treffen wir auf die etwas desolate Treppe, die fast genau gegenüber des "Fitness-Platzes" auf der anderen Straßenseite auf den N'Orlandis führt, zu erkennen an einem Naturholz-Geländer. Ein Karrenweg führt durch den Wald, links vor dem imposanten Gehöft So N'Orlandis abbiegend, in Serpentinen aufwärts. Unterwegs kommt man an zwei kleinen Höhlen vorbei. Später sehen wir unten einen schlossähnlichen Besitz, "La Perla Negra".  Der Weg windet sich um den gesamten Berg herum, neben deren Nordflanke eine steile, sehr markante Felsklippe bis fast zu Gipfelhöhe unseres Berges aufragt. Fast schon oben, finden wir nacheinander fünf Stationen von "Misterios". Das sind jeweils gut 2 m hohe, einst dekorativ gestaltete Art Stelen mit blau/weißen Keramikbildern, die an Kreuzstationen von Kalvarienbergen erinnern. Hier stellen sie jedoch "Mysterien des Rosenkranzes" dar (aus Lucas 1 und 2). Denn diese Stelen wie auch die oben gelegene Ermita sind erst 1935 als Wallfahrtsziel angelegt worden.  Der einstige Mühlenturm wurde mit in den Bau einer kleinen Kapelle einbezogen. Die umliegenden Wirtschaftsgebäude sind heute allerdings leider zerstört und nur noch in Fragmenten erhalten.
Dort oben  mutterseelenallein herrscht eine wohltuende Ruhe. Die einst sicherlich wunderbare Rundumsicht ist bis auf einige Ausblicke allerdings zugewachsen, die Bäume haben im Laufe der Jahre mächtig an Höhe gewonnen. Trotzdem meinen wir in der südwestlichen Ferne die Silhouette von Ibiza zu erkennen.
Wir steigen auf gleichem Weg wieder ab und setzen uns auf dem "Fitness-Platz" ein wenig in die Sonne. Oh je, wir haben die Buszeiten noch gar nicht beachtet. Wann fährt denn der nächste Bus?
Au wei, der soll bereits in 12 Min. in Andratx abfahren, der nächste dann erst wieder ganze 2 Std. später. Die Haltestellen in Andratx sind auch noch geändert und wir wissen nicht genau wie. Dann aber im Schweinsgalopp los, vielleicht hat der Bus ja Verspätung und wir schaffen ihn noch, wenn wir uns sputen. -- Aber keine Chance, er rauscht unterwegs an uns vorbei. Und nun? Ich bin müde, die Beine tun mir weh und habe unter diesen Umständen keine Lust, mich noch 2 Std. in Andratx herumzudrücken, auch wenn ich dieses Örtchen mag.
Also zum Taxistand, der aber auch ziemlich weit oben im Ort liegt = zusätzlicher Weg für meine müden, schmerzenden Füße.
Direkt nach Paguera zurück, kostet auch nur knapp € 10,00, die wir ansonsten für Busfahrgeld und für einen  Kaffee während der Wartezeit auch ausgeben müssten. So können wir uns wenigstens nach 3 ½ Std. Fußweg noch schön in der Sonne auf unserem Balkon ausruhen und dort unseren Cappuccino genießen.
Auf dem Weg zum Abendessen schreiben wir uns in die Anmeldeliste für den Freitag-Ausflug zur Finca Galatzó mit Olivenöl-Verkostung und Herstellung von Gewürzsalz ein.


Mittwoch, 20. Januar 2016
sonnig bis leicht wolkig

Schlecht geschlafen, spät aufgewacht, entsprechend spätes Frühstück. Müde, kaputt, lätschig, zunächst zu nichts Rechtem entschließen können.
o.k. wir sind hier ja im Urlaub und nicht auf der Flucht. Also kann man den Tag auch mal ganz geruhsam angehen lassen.
Wir machen uns erst gegen Mittag auf, um im Ort Kleinigkeiten zu erledigen und gehen dann am ehemaligen Gartencenter vorbei zur Bucht von Cala Fornells, bisschen sonnen und dann durch die Wohnsiedlung Cala Fornells zurück. Auf dem Balkon trinken wir einen schönen Cappuccino und essen eine Kleinigkeit - und genießen einfach wunderbar die Sonne.


Donnerstag, 21. Januar 2016
sonnig, ganz vereinzelte Wolken. Morgens nur 7°C und der Puig de Galatzó mit großer "Mütze" (gilt als Schlechtwetterzeichen). Bei uns aber durchweg schön und 17°C.

Nachts wieder ganz schlecht und wenig geschlafen. Erst gegen Morgen muss ich fest geschlafen sein und den Wecker nicht gehört haben. Als ich aufwache, ist es bereits 7:40 - dann aber los, ich muss auch noch Haare waschen. Treffpunkt am Bus ist 9:00.
Noch rechtzeitig geschafft, Hannelore, Inge, Bus und Wanderführer D. (ihn kennen wir schon seit 2002 als er damals als ganz junger Spunt mit seiner Fremdenführertätigkeit anfing. Mit ihm waren wir erstmals auf der Serra Na Burguesa) treffen pünktlich ein. Die Fahrt geht über Santa Ponça Mühle nach Calvià, dort dreht der Bus eine "Ehrenrunde" (weil die Straße zu eng ist, als dass er direkt nach rechts abbiegen könnte)
bis zur Sporthalle, wo Platz für den großen Bus zum Wenden ist. Dann zurück und die ebenfalls sehr enge Straße links Ri. Son Font hoch.  Oben in Son Font hat er auch wieder Schwierigkeiten, auf dem engen Platz zu wenden. Das sind keine Straßen für große Busse.
Wir gehen jedenfalls den schönen Panorama-Weg und dann rechts hoch zur Na Bauçana. Auf dem mittleren Plateau kurze Rast und wer will dann weiter bis zum Gipfel. Inge und ich sind uns nicht so sicher, ob wir es bis oben schaffen würden, wollen es aber versuchen. Nach einigen hundert Metern -D. mit einigen vorneweg- irgendwie große Unruhe, D. ist ganz bleich und hält sich den Kopf. Oh, er blutet stark! Er hat sich unter einem umgestürzten Baum hindurch geduckt, war aber ein einem Span von einer Schnittkante eines abgesägten Astes hängen geblieben. Den hatte er nicht gesehen, weil er mit seinem Handy beschäftigt war. Er hat sich über rd. 10 cm die Kopfhaut sehr stark aufgerissen und hat kurz auch einen richtigen Schock. Also die Wunde erst einmal desinfiziert und kurz verarztet. Inzwischen hat D. sich wieder gefangen und will unbedingt mit nach oben, wovon ihm aber alle dringend abraten. Ein Teilnehmer verspricht ihm, die Führung der Gruppe zu übernehmen. D. geht zurück zu den anderen auf dem Plateau.  Inge und ich kraxeln fleißig mit die Felsen hoch, es fällt uns zunehmend schwerer, aber ich hätte wohl durchgehalten. Nach gut der Hälfte dieser Kraxelstrecke dreht Inge sich um: ganz blass um die Nase: sie muss zurück, ihr ist plötzlich ganz schwindelig, ist ganz zittrig und droht Panik zu bekommen. Also drehe ich mit ihr um, kann sie nicht allein lassen. Bei den größeren Felsstufen muss ich sie stützen, dass sie mir nicht auch noch stürzt.
Zusammen mit den anderen warten wir auf dem Plateau bis die Gipfelstürmer wieder zurückkommen.
Von dort aus gehen wir dann nicht zurück nach Son Font, sondern in die Gegenrichtung - bis zur Straße, dort wartet der Bus und fährt uns diesmal über Puigpunyent  und Palma zurück nach Paguera. 14:00 sind wir wieder beim Hotel und genießen nach Umziehen und Frischmachen einen Cappuccino auf dem Balkon und die anschließende Siesta.
Zu 16:00 machen wir uns aber schon wieder fertig, denn unten in der Bar zeigt Herr Schubert (ein  langjähriger Mallorca-Gast und fleißiger Wanderer, heute aber schon an die 90 Jahre alt) einen  Dia-Vortrag über Mallorca. Wunderbare Bilder mit sehr stimmungsvoller Musik unterlegt, leider funktioniert die Farbe am Fernseher nicht - das bekommen sie auch bis zum Schluss nicht mehr in den Griff, und der Techniker ist nicht mehr im Haus.

Freitag, 22. Januar 2016
Morgens wolkenlos und herrlich. Ab 14:00 ganz leichte Schleierbewölkung, ab Spätnachmittag etwas zunehmend. Leichter N/W-Wind.

Heute ist Treffpunkt zum Ausflug erst um 9:30. Mit einem großen und einem kleinen Bus (wir im kleinen, D. im großen) geht es los. Unser kleiner Bus kann direkt über Es Capdellà fahren, der große Bus muss wiederum über Santa Ponça Mühle und Calvià nach Es Capdellà und von dort das kleine Sträßchen weiter
Richtung Galilea, wo nach dem Nobelhotel "Son Claret" der holperige Weg zur Finca Galatzó abgeht. Man kann bei einem großen Holzgatter sogar noch weiterfahren - erst ein ganzes Stück dahinter ist der eigentliche Parkplatz.
Vor der Finca sind Tische aufgebaut mit den verschiedenen Oliven-Ölen auf der einen Seite und auf der anderen Salzgefäßen und diversen Kräuterschalen.
Zuerst besichtigen wir die ehemalige Ölmühle der Finca - passend zum heutigen Thema.
Dann geht's los mit Erklärungen über die verschiedenen Reinheitsgrade des Olivenöls, ehe es dann an die eigentliche Verkosten geht, aus deren unterschiedlichen Ölen wir die verschiedenen Geschmacks-Nuancen herausschmecken sollen.
Weiter geht es dann am Nebentisch, wo schon Schalen mit diversen Gewürzen, große Schalen mit fertig gestoßenem Salz und viele kleine Schälchen für uns, um uns mit dem Vorhandenen unsere ganz individuelle Aroma-Salzmischung herstellen zu können. Anschließend dürfen wir das in einem Mini-Weckglas mitnehmen.
Zurück am Hotel gibt es ein kleines Vesper in der Sonne auf dem Balkon mit anschließender Siesta.
In der Mallorca-Zeitung lese ich, und muss zweimal lesen, dass einige Hotels auf der Insel von unterschiedlichen Reiseveranstaltern aufgekauft wurden - so auch zwei der Palmira-Hotels (seither waren sie noch in Familienbesitz, gehörten also keiner der großen Ketten an) von "alltours"  und firmieren künftig unter der Hotel-Zzusatzbezeichnung "Allsun". - Und wie ich gerade aktuell (schon wieder zu Hause in Deutschland) lese, hat "alltours" jetzt  auch die nächsten beiden Palmira-Hotels in Paguera gekauft:

Zitat mallorca-Zeitung: Do 03.03.16
________________________________________
Alltours: Zwei neue Allsun-Häuser auf Mallorca
Die Alltours-Tochter Allsun Hotels erweitert ihr Angebot auf Mallorca: In der Region Paguera im Südwesten der Baleareninsel wurden das Viereinhalb-Sterne-Haus Palmira Paradise mit 150 Zimmern und die Drei-Sterne-Anlage Palmira Paguera mit 100 Zimmern übernommen. Im Januar hatte Allsun bereits die hiesigen Hotels Palmira Beach (viereinhalb Sterne) und Palmira Cormoran (vier Sterne) gekauft.

Auf Mallorca betreibt Allsun inzwischen 21 Häuser. Diese verteilen sich entlang der Ostküste auf Alcudia, Cala Ratjada und Cala Millor/Sa Coma und im Süden auf die Playa de Palma und Paguera.

In Hotels der Palmira-Familie hatten wir 1993 - 2012 residiert und waren dort sehr heimisch geworden, kannten Personal wie sehr, sehr viele der immer wiederkehrender Gäste gleichermaßen. Bis wir durch veränderte Öffnungszeiten gezwungen waren, untreu zu werden.
Das war eine große Neuigkeit - und für viele "Ehemalig" aus unserem Bekanntenkreis von großem Interesse!


Samstag, 23. Januar 2016
Wunderbar sonniger Tag, 20° C, leichter, kühler Wind

7:00 klingelt der Wecker (schlecht geschlafen,  lag nachts lange wach). 7:45 schon Frühstück. Danach Rucksack gepackt und noch 15 Min. Zeit zum Lesen gehabt.
Zu Bus 9:10 runter, treffen uns mit Inge u. Hannelore und fahren nach Andratx/Mercadona  (an der Schule hält er nur noch auf dem Rückweg).
Also ein Stück zurück zum 'Einstieg' in den Weg unterhalb der Garaffa entlang nach Sa Coma, von wo wir sehr schön die "Coma Calenta" hochwandern. Viele blühende Mandelbäume, kleine braune Orchideen und später viel Knabenkraut gesehen. Inge zeigt mir eine Spargelsprosse, allerdings eine alte und schon braune und verholzte. Seit Jahren sehe ich die Spargelpflanzen überall und auch Leute, die Spargelsprossen gepflückt haben - hatte selbst aber noch nie Sprossen gefunden. Dazu muss man vermutlich, ebenso wie zum Pilzesammeln einen Blick entwickeln.
Auf der Höhe einer kleinen Finca kaufen wir zwei von den ausliegende Orangen und verspeisen sie gleich beim Vesper ein kurzes Stück weiter, wunderbar auf Baumstämmen als "Sitzbank".

Bei den letzten kurzen, etwas steilen Aufwärtsstück und dem anschließend kleinen Serpentinenweg abwärts zur Ma-10, die wir dort queren, meckern meine Knie wieder sehr deutlich und ich fürchte mal wieder schlimme Konsequenzen. Aber es hält sich dann doch in Grenzen. Der Weg durch die "Coma Freda" ist dann ja nicht mehr so steil.
Erst wollen wir in Andratx noch auf einen Kaffee einkehren. Allerdings sind wir so zeitig unten, dass wir den Bus 13:40 noch gut bekommen. Der nächste würde dagegen dann erst wiederum um 15:40 fahren. Also entschließen wir uns dazu, besser gleich zurückzufahren und lieber in Peguera einzukehren. Dann würde man anschließend noch schön die Sonne auf dem Hotelbalkon und/oder eine Siesta genießen können.

Schenke Jedem ein Lächeln. Ein Lächeln kostet nichts und schafft viel. Es bereichert die, die es empfangen ohne denen zu gehören, die es geben. Und Niemand hat ein Lächeln nötiger, als Derjenige, der selbst keines kennt.

Offline Str-Omi

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Antwort #1 am:
19, August, 2016, 22:49:29


Sonntag, 24. Januar 2016
Morgens Wolkenwand über dem Meer, die sich bis 11:00 aber wieder total aufgelöst hatte und es ein strahlend schöner Tag wurde.

Heute spätes Frühstück, im Zimmer bisschen Räumen, Körperpflege und Tagebuch. Tag ganz gemütlich angehen lassen.
Erst gegen 11:00 zum bisschen was Einkaufen losmarschiert.
Cappuccino und Vesper auf dem Balkon, bisschen sonnen und Siesta. Dann mit Lektüre in die Hotelhalle, denn wir erwarten unsere Berliner Verwandtschaft (zwei Cousinen + von einer der Partner), die für eine Woche auch in dieses Hotel kommen würden.
Sie kommen gegen 15:00 an, bekommen schönes Zimmer 603 (mit Meerblick gebucht - dabei haben alle Zimmer Meerblick. In den unteren Etagen naturgemäß etwa eingeschränkter als weiter oben) und Einzelzimmer 105.
Sie beziehen nur ihre Zimmer, packen noch gar nicht aus.
Wir wollen erst einmal das schöne Wetter ausnutzen zum Kaffeetrinken auf die Terrasse von der Bar Riva gehen und anschließend schönen Spaziergang durch Cala Fornells mit seinen herrlichen Ausblicken.
18:30 treffen wir uns zum Abendessen, müssen natürlich den Tisch wechseln und bekommen die Tische 57, 58 und 59 (3 kleine zusammengeschobene Zweiertische).
In der Bar ist für 20:30 ein Musik-Abend angekündigt, Plakat mit bayer. Tracht. Wir nehmen an, das wird ein rechter Käse. Aber wir wollen unten an den Spieltischen Karten spielen. Bekommen nebenher diese Show zwangsläufig mit - und müssen sagen, mit zunehmender Dauer gestaltet die sich immer besser. Sie machen gute Musik in diversen Kostümen, u.a. auch "Elvis". 


Montag, 25. Januar 2016
Morgens erst wieder etwas trüb, dann aber wieder ein wunderbarer Tag.

Nach schönem Frühstück tigern wir, alle gleich mit großem Ausflugs-"Gepäck", vorsichtshalber mitsamt Wanderstiefeln bewaffnet (man weiß ja nie), den Bulevar entlang zum EuropCar-Büro, wo wir ab heute den Leihwagen bestellt hatten. Die Aufnahme der Formalitäten inklusive drei Fahrern ist etwas umständlich, der Mitarbeiter scheint etwas überfordert. Aber nach einiger Dauer ist dann doch alles erledigt. Allerdings steht der Wagen nicht hier, sondern nochmals ein ganzes Stück die Straße hoch beim Club Europa. Das finden wir nicht so toll. Sollten wir etwas am Wagen auszusetzen oder noch Fragen haben, ist der Weg -inzwischen ist es schon ganz schön warm- weit.
Der Wagen, ein Lancia Y, ist aber schön.  Und los geht die Fahrt die Küstenstraße entlang. Wollen evtl. nochmals nach Sa Calobra. Rü. übernimmt das Steuer. Kurz vor Valldemossa meldet sich der Morgenkaffee zum Entsorgen. Pea. meint: in Valldemossa war doch gleich bei der Kirche eine Toilette.
Also fahren wir außerplanmäßig doch kurz in den Ort. Dann könnte man sich auch gleich noch von den wundervollen Ensaimadas mit Aprikosen holen.
Leider gibt es bei C'an Molinas keine mehr. Also suche ich den anderen, kleineren Laden von ihnen, den wir im letzten Jahr entdeckt hatten. Renne aber in diesen kleinen Unterdorfgassen entlang und finde es nicht.
Eigentlich wollen wir ja auch weiter und uns hier nicht so lange aufhalten. Pea. und Ju. kommen mir von der anderen Seite entgegen. Ju. kennt von Valldemossa nur den Kringel um den Kirchplatz, ist ganz fasziniert von dem kleinen Ort.
Zum ersten Mal erleben wir ihn hier auch mit recht angenehmen Temperaturen. Ansonsten hat immer ein eisiger Wind durch die Gassen gepfiffen und wir hatten immer sehr gefroren.
Besprechung: diese kleinen Gassen sind ja entzückend, jetzt bei Sonnenschein umso mehr, sollten wir nicht lieber einmal diese Gässchen bisschen näher inspizieren und dann u.U. Sa Calobra für heute aufgeben? Ja, warum eigentlich nicht!
Beim gemütlichen Gang durch diverse Gassen habe ich dann doch noch die andere Bäckerei-Filiale gefunden und noch gerade noch vorm Schließen zur Mittagspause hineingewitscht um die noch einzige Ensaimada mit Aprikosen zu kaufen. Nun gut, habe wir in anderer Bäckerei auch die letzten drei "Ensaimadas crema" dazu geholt und gleich als Mittags-Snack verputzt.

Nach wirklich ausgiebiger Ortsbesichtigung fahren wir erst gegen 15:00 weiter nach Fornalutx, parken dort unter Orangenbäumen und genehmigen uns auf der Plaça Espanya einen Cafe con leche bzw. Cappuccino.
Nach dem Spaziergang über verschiedene Treppen und durch urige Gassen wird es dann auch schon Zeit, den direkten Rückweg nach Peguera durch den Tunnel anzutreten.
Nach dem Abendessen treffen wir uns wieder am Spieltisch in der Bar zu diversen Würfel- und Kartenspielen - bis 23:00.

Dienstag, 26. Janaur 2016
Tagsüber wieder strahlend, ca. 20°C.

Heute  wollen wir nach Es Capdellà wandern. Rü. geht es nicht gut, er ist erkältet und recht angeschlagen, schwitzt auf dem ebenen Weg wie ein Bär und selbst kleinste und kürzeste Anstiege schlauchen ihn unwahrscheinlich. Wir machen öfter Pause, sind dadurch natürlich auch langsam und erst in 2 1/2 Std. in der Bar Nou.
Dort setzen wir uns schön in den Schatten (Sonne viel zu warm) und bestellen uns schöne gemischte Pa am boli-Teller (immer zu zweit eine Portion) Brot, Oliven und Aioli. Die "Beilagen" kommen in mindestens doppelter Portion, wird aber nur einmal berechnet.
Auch der Hauswein mundete uns sehr, so dass wir uns dort bis 15:00 aufhalten.
Am Dorfplatz mit dieser riesigen und herrlichen Mimose verbringen wir nochmals viel Zeit, bewundern auch diese einzigartige Schwanenhals-Agave vor der Kirche, ehe wir schweren Herzens den Rückweg antreten.
Diesmal gehen durchs 'Nachtigallental', das gar nicht wirklich so heißt -weil wir den Berlinern die blühenden Mandelbäume oben an der Straße zeigen wollen. Dieser Weg hat den Vorteil, dass er viel schattiger ist und es dort mitsamt der vorgeschrittenen (Winter-)Tageszeit viel angenehmer zu laufen ist. So fällt der Weg auch für Rü. eine Idee leichter, allerdings tut ihm jetzt auch noch das rechte Bein sehr weh. Nein, aber mit einem Taxi möchte er nicht zurückfahren.

Nach dem Abendessen treffen wir uns trotz aller Strapazen und Wehwechen wieder in der Bar zum Kartenspielen.




Mittwoch, 27. Januar 2016
immer noch sehr schön sonnig

Heute geht's nach Andratx, bei Müller einkaufen und durch den Markt schlendern. Pea. wird wieder fündig und kauft sich eine weinrote Steppjkacke. Wir Weibsen gehen noch hoch zur Kirche, weil es immer heißt, am Markttag sei sie geöffnet. Aber zum wiederholten Male müssen wir das Gegenteil feststellen, genießen aber den schönen Ausblick von dort oben.
Die Männer schlendern solange schon langsam zum Auto und warten dort auf uns.

Weiter geht es nach Sant Elm, das Örtchen begucken, auf einem 'Bänkchen die Aussicht auf die Insel La Dagonera genießen und im "Pescador" einen Kaffee zu trinken. Während wir langsam den Bulevar zum Ortsanfang zurückschlendern, holt Di. schon mal das Auto und lässt uns vorne dann zusteigen. So sehen unsere Besucher noch bisschen mehr vom Ort und der immer noch angeschlagenen Rü. muss nicht nochmals den Berg hochkeuchen.
Von dort fahren wir durch schöne ländliche Gegend über den Col de s'Arraco, Andratx und 'hinten herum' über die kleine Ma-1031 nach Es Capdellà und weiter nach Galilea. Pea. will uns noch ein Bierchen spendieren. Es hat den Anschein, als ob wir (17:00) gerade noch so ins Café la Plaça hineinschlüpfen, als sie eigentlich schließen wollen, weil nichts mehr los ist. Wir fragen: doch natürlich dürfen wir einkehren. Noch schön auf der Terrasse draußen gesessen und Bierchen bzw. ich einen Tee getrunken, weshalb dann auch ich das Steuer für die Rückfahrt übernahm.

So langen wir erst 18:15 im Hotel an, zum Ausruhen bleibt wieder keine Zeit. Frisch machen und zum Abendessen. Die Berliner gehen danach wieder runter zum Spielen, aber wir nicht:  ich muss mein schmerzendes Bein hochlegen und Di. ist abgespannt.

Donnerstag, 28.01.2016
Ganz überwiegend sonnig

Heute bereits frühes Frühstück, weil wir einen etwas weiteren Autoausflug zur Ostküste vorhaben.
Schon gleich um 10:00 als sie gerade aufmachte, sind wir an der Play de Palma bei der Glaskirche, von der alle erwartungsgemäß beeindruckt sind.
Weiter geht es zu den Salzsalinen, die wir selbst auch erstmals bestaunen. Das Salz, das hier aussieht wie große Schneeberge, wird mit Schaufelladern verladen.
Schon einmal dort, fahren wir von dieser Seite her zum "Es Trenc".  Auf dem Parkplatz wird sogar zu dieser Jahreszeit Parkgebühr verlangt. Am Strand mühsam Schattenplätzchen für Rü. gesucht. Wir genießen unser spärliches, aber ausreichendes mitgebrachte Vesper beim Anblick des tiefblauen Meers. Diese Seite des Es Trenc finde ich nicht so schön, wie im letzten Jahr von Es Covetes aus. Vielleicht liegt es aber auch an dem überall in Mengen herum liegenden Poseidongras - man kommt nirgends wirklich ans Wasser, würden gerne ein Stück durchs Wasser laufen. Das war im letzten Jahr so schön.

Also weiter nach Es Llombards. Huch! Plötzlich überall Polizeifahrzeuge und -Mottorräder - aber kein Unfall. Es kommt ein großer Fahrradpulk. Trotzdem halten wir direkt in der Kreisel-Abfahrt an breiter Stelle, wo wir Niemanden stören. Auch die Policia stört sich nicht an uns. Ich suche und finde den kleinen Überstieg in die Wildniss, denn wir möchten uns die "Caballos" von Rolf Schaffner anschauen. Meine Cousinen erklären mich für verrückt, hier seien wir doch total falsch.  Denkste! Nach unheimlich vielen blühenden Knabenkrautbüscheln überall finden wir auch die steinernen Pferde und sind sehr beeindruckt. Sie sehen aus wie Relikte aus alten Römerzeiten. Aber warum hier so versteckt?

Eigentlich soll uns unser Weg jetzt zur Cala Figuera führen. Irgendwie landen wir aber auf falscher Straße.
Diese Straße soll zur Cala Llombards führen, die ja immerhin auch sehr schön sein soll, und die auch wir noch nicht kennen. Also fahren wir ruhig weiter bis zum Ende der Straße:  schöne Bucht, aber mit ihren Steilfelsen so ganz anders, als ich sie mir vorgestellt habe. Zum Baden dürfte diese zerklüftete Steilküste wohl weniger geeignet sein, auch wenn Steintreppen bis unten hin zu kleinen Steinplateaus führen. -- Wie sich später rausstellt, liegt die wirkliche Cala Llombards ein ganz Stück nördlicher. Wir waren an der schönen "Caló d'en Ferrà" gelandet.
Große Frage, ob wir von hier irgendwie an der Küste entlang zur Cala Figuera duchkommen? Ju. gibt zu Recht zu bedenken, dass dort um diese Tageszeit sicherlich alles im Schatten liegt und somit an Reiz verliert.
Also entschließen wir uns, weiter nach Felanitx zu fahren und uns diesen Ort anzuschauen. Dann sehen wir weiter, ob noch Zeit für Portocolom bleibt.
In Felanitx auf dem Dorfplatz als erstes mal einen schönen Kaffee, noch in der Sonne sitzend, getrunken, ehe wir zur Ortsbesichtigung weitergehen.
Die Zeit zerrinnt uns unter den Fingern und wir schaffen wieder nicht alles, was wir uns vorgenommen hatten.  Aber wir wollen ja auch genießen und nicht hetzen. Folglich nehmen wir den direkten Rückweg nach Paguera.

Auch diesen Abend verbringen wir in der Bar bei Gesellschaftsspielen und lauschen nebenher der Musik (die auch als Tanzmusik viel zu laut ist - aber das will der Animateur Anton nicht einsehen).

Freitag, 29.01.2016
ganzen Tag bedeckt, mit ca. nur 15°C etwas frisch , selten Sonne, aber auch keine Gefahr für Regen

Nach dem Frühstück rüsten wir zur Fahrt nach Palma. Zu Fünft ist es im Parkhaus immer noch billiger als mit dem Bus oder außerhalb zu parken und mit der Metro reinzufahren. Also parken wir  im Parhaus bei der Kathedrale. Von unterwegs schreibe ich herby eine SMS, ob er zufällig ein Stündchen Zeit hätte, so zwischen 11:00 und ??. Er antwortete per Mail: nein, leider, er ist mit einem Freund verabredet.
Als wir gerade über den Born schlendern, klingelt mein Handy: herby! Sein Freund hat abgesagt, wo wir seien. Ja, dann treffen wir uns in 10 Min. in der "Bar Bosch".
Also schicken wir die Berliner erst einmal alleine weiter und gehen zum Treffpunkt. Da kommt auch schon Herby, er ist viel größer als ich ihn nach seinen Fotos im Forum vermutet hätte. Obwohl es nicht gerade sehr warm ist, sitzen wir draußen bei einem café con leche und erzählen. Um uns herum ist es sehr laut (Verkehrsgeräusche) und ein Akkordeonspieler spielt auch ständig um uns herum. Ich habe mit den Hörgeräten die größten Schwierigkeiten und verstehe bei weitem nicht alles, was Herby erzählt. Aber Di. unterhält sich bestens mit ihm. Nach einem Stündchen verabschiedet er sich, hat noch ein weiteres Treffen.
Wir informieren uns über Handy, wo wir die Verwandtschaft finden und treffen uns auf der Plaça Major wieder zum weiteren Stadtbummel. Im Vorbeigehen sehen wir ein großes Aufgebot an Kameras und Menschen, erfahren später dass es um den Prozess um die Korruptionsaffäre der Infantin Christina geht.

Die Berliner warten oben an der Treppe, sagten sie. Aber es führen drei Treppen auf den Platz. Di. und ich trennen uns und gehen auf verschiedenen Wegen nach oben. An der Treppe ist Niemand, aber mitten auf dem fast leeren Platz stehen unsere verlorenen Schäfchen.
Zusammen zur Markthalle geschlendert, dort erst einmal die Toiletten gesucht, dann Kleinigkeiten zu essen - aber irgendwie nicht so fündig geworden, wie wir es erhofft hatten - außer kleinem Pizza-Stückchen und Suschi.
In der C/St.Miguel hatten wir einen kleinen Laden mit mall. Schinken-Boccadillo gesehen, also wieder dorthin. Di. und ich haben uns so eins zusammen geholt, den Berlinern hat der Schinken nicht gefallen. Auf Bänkchen vor der großen Kirche unser Boccadillo und Rü. sein Suschi gemampft. Wie wollen wir weiter? Etwas unentschlossen. Ich wäre gerne mal zu der Handwerkergasse gegangen. Aber die Mehrheit lief in die entgegengesetzte Richtung, ist ja egal. Die C./Oms entlang, aber Pea. und Ju. finden erst nichts (eine Kleinigkeit), worauf sie jetzt Appetit hätten. Hunger haben sie aber sehr wohl. Pea. friert außerdem trotz drei Pullovern.
Ach, plötzlich eine winzige Bar mit ihrem Angebot entspricht ihrem Geschmack. Da es draußen wirklich nicht sehr gemütlich und uns auch nicht gerade warm ist, Pea. sowieso so friert, wollen wir nach drinnen gehen. Nein, Pea. will aber draußen bleiben - ein Kaffee würde sie wieder aufwärmen.
Den Rambla, von dem in Reiseführern immer gesprochen wird, wollten sie auch mal sehen, obwohl ich ihn nicht sehenswert finde. Wir sind auch bei der Zentralbibliothek mit dem Gigantenbaum abgebogen, vorbei am Santa Magdalena-Kloster  in die winzige C./Sant de Sant Jaume. Beim C & A will ich kurz hineinschauen, da ich noch eine dünne Baumwoll-Strickjacke suche und vor Jahren dort mal fündig wurde.
Ja wunderschöne gefunden, aber leider nicht in meiner Größe. Schade!

Also zurück zum Auto. Diesmal sind wir etwas früher im Hotel und können uns noch ganz kurz ausruhen, vor dem Abendessen.
Abends wieder spielen, wie immer. Es kommt die unweigerliche Frage, auch wie immer: "Und was machen wir morgen?" Ich dachte eigentlich, dass sie nochmals einen Autoausflug machen wollten, zur Inselmitte/Osten/Norden, was sie noch gar nicht gesehen hatten. Nein, überraschend: "Wir könnten ja nochmals wandern". Ich schlage vor, mit Auto nach Calvià, das anschauen und dann weiter zum P der Finca Galatzó und dort etwas laufen.  Di. macht hingegen den Vorschlag, von Sta.Ponça Mühle durch den Torrent nach Calviá zu laufen. Der Weg ist recht eben mit fast keiner Steigung und würde Rü. entgegenkommen.
o.k. machen wir das.

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Offline Str-Omi

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Antwort #2 am:
19, August, 2016, 23:15:58
Samstag, 30.01.2016
Morgens hell wolkig, aber ab ca. 14:00/15:00 überwiegend sonnig, nicht sehr warm

Kurz vor 11:00 los zur Mühle, dort geparkt und etwas umgeschaut.
Wir hören und sehen kurz drauf schon etliche Jugendliche mit Gelände-Motorrädern die kleinen Hänge und den Torrent mit hoher Geschwindigkeit entlang brausen, querfeldein und mit wenig Rücksicht auf alles andere. Sie kehren noch etliche Male wieder.
Bis wir aber so wirklich auf dem Weg durch den Torrent sind, verziehen sie sich und beschränken sich, weitere Schneisen in den Hang zur Straße zu fräsen. Sie machen nicht nur viel Krach, sondern auch viel Staub. Aber unser Weg bleibt erstmal für uns.
Es dauert aber nicht allzu lange, und um eine enge Wegbiegung kommen mit einer Irrsinnsgeschwindigkeit schon wieder drei, vier Kräder und Gestalten, im "Ganzkörperanzug" an. Der erste hätte uns um ein Haar über den Haufen gefahren. Er erschrickt wohl selbst, und mahnt die Nachfolgenden durch Handzeichen zum Geschwindigkeit drosseln. Natürlich hatten wir die Motoren gehört, dachten aber, sie seien nach wie vor neben uns auf den nicht einzusehenden Hängen. -- Das ist um Haaresbreite noch einmal gut gegangen und wir konnten uns mit einem Sprung zur Seite retten. Aber es ist ärgerlich genug, wenn man auf Fußwegen als Fußgänger nicht einmal ungefährdet wandern kann. Abgesehen davon, welchen Schaden sie auf Wegen und im Gelände hinterlassen.

Nun nehme ich meinen Foto griffbereit in die Hand, die nächsten würde ich auf Platte bannen, so auch geschehen. Auf Höhe des alten Trafohäuschens, kommt nochmals ein einzelner Fahrer zwar recht zivilisiert (abgesehen davon, dass er auf diesem Weg überhaupt nichts zu suchen hat), hatte aber in unserer Gegenrichtung schon zwei junge Reiterinnen überholt und die Pferde sehr verschreckt. Kurz drauf begegnen wir den Reiterinnen. Es ist nicht möglich, dass sie an uns vorsichtig vorbeireiten. Zumindest das eine Pferd ist so verstört und ängstlich, dass es sich nicht an uns vorbei traut. Das Tier scheut und es fehlt nicht viel und es steigt vor Angst senkrecht in die Luft und bricht aus. Den Ansatz dazu zeigt es schon. Die sehr jungen Mädchen haben alle Mühe, die Pferde unter Kontrolle zu halten, bleiben aber besonnen und ruhig, müssen aber mit den Tieren umkehren, anders geht es nicht.

Ab da können wir unseren Weg unbehelligt fortsetzen.
Das kleine Sträßchen "Cami de Son Malero" nach Calviá hinein, führt auch an dem Reitstall vorbei, zieht sich in die Länge und steigt auch etwas an. Wir nehmen das kaum wahr, sondern bewundern die schönen Mandelbäume und  Gärten. Aber der angeschlagene Rü. hat eine enorme Schwächephase und muss sich sehr quälen.
Oben am Kirchplatz hat er es geschafft und sinkt aufs Bänkchen vor dem Gemeindehaus. Dort halten wir auch Vesper. Während Rü. sich fix und fertig weiter ausruht, strielzen wir Weibsen rings um die Kirche, genießen die Aussicht und gelangen an das offene Tor zum Innenhof einer 'Art Gemeindehauses' wie wir annehmen. Kleiner, aber sehr entzückender Innenhof und Zugang dazu. Wir schauen uns das an, schießen Fotos und ziehen weiter.
Nach angemessener Rast kehren wir gegenüber in der Bar "Es Trinxet" auf einen Kaffee bzw. Cola ein. Pea. friert wie immer, aber nach drinnen will sie nicht. Im Hof werden aber gerade die letzten Sonnenstühle von anderen Gästen besetzt. Egal, wir bleiben draußen, wenn auch im Schatten (brr, es ist frisch). Nachdem unsere Getränke geleert sind, die Kälte in uns hochkraucht und ich annehme, dass es Zeit sei, sich zu bewegen und den Rückweg anzutreten, gehe ich hinein zum Zahlen (lachhafte € 6,50 für 5 Leute).
Wir wollen aufbrechen, als auch die Gäste von den 'Sonnenstühlen' aufbrechen. Pea. will jetzt noch partout in die Sonne sitzen und nochmals einen Kaffee zum Aufwärmen trinken. Ich protestiere, kann schon eine Weile nicht mehr sitzen, rutsche unruhig hin und her, mein Knie, mein Bein, mein Fuß machen große Schwierigkeiten. Außerdem denke ich, bringt Bewegung mehr Wärme. Gut, die anderen wollen aber, also gehe ich schon mal langsam voran und wir treffen uns dann am Rathaus. So habe ich Muße, mir manche Gasse, manchen Garten, den kleinen Park am Rathaus in Ruhe anzuschauen und keine Stuhlkante drückt mir die Durchblutung ab. Sie kommen und kommen nicht. Na dann nach ½ Std. aber doch.
Es ist schon 16:00 und für den Hinweg hatten gut 2 ½ Std. gebraucht (viel Stehenbleiben, Schauen und Fotografieren). Mir tat Rü. leid, der sich hin so plagen musste. Und nun noch der Rückweg. Sollten wir gehen und holen ihn dann hier mit dem Auto ab? Nein, das will er nicht. Er habe sich erholt und es gehe ihm wesentlich besser. So schritt er auch mit Di. stramm aus und sie waren vorneweg, während wir Frauen doch immer noch viel zu gucken hatten.
Erstaunlicherweise waren  wir nach 1 ½ Std. beim Auto und 18:00 wieder im Hotel.
Das Abendessen vereinbarten wir heute erst für 18:45, dass man ohne Hetzte duschen und etwas abschlaffen konnte. Ich musste auch unbedingt mein Bein wenigstens kurz mal in die Waagerechte bringen und ausruhen, hatte von der Kniebeuge, über die Innenseite Knie, Wade, Ferse  und Fußgelenk große Schmerzen in nahezu jeder Beinstellung, auch beim Liegen.

Ich werfe eine Schmerztablette ein und quäle mich zum Essen. Aber danach muss ich erst nochmals Ausruhen, ehe ich erst gegen 21:00 zu den anderen an den Spieltisch runter gehe.
Die Musik ist wieder dermaßen extrem laut, dass wir Anton um etwas Mäßigung bitten. Anscheinend wirft Anton eine patzige Antwort zurück, die ich aber nicht verstehe und mitbekomme.
Erst am nächsten Tag, als Anton sich quasi entschuldigt, erzählen mir die Anderen davon, dass er so etwas wie "Dann geht doch woanders hin" gemault hatte.

Sonntag, 31.01.2016
Sonnig, manchmal ganz leichte Schleierbewölkung, aber generell wunderbares Wetter

Mein Knie/Bein ist etwas besser, aber wirklich nur etwas. Nein, ich will es heute wirklich nicht anstrengen und eigentlich einfach meine Ruhe haben. Ich bin auch absolut nicht enttäuscht oder sauer, wenn sie was alleine unternehmen.
Die anderen entschließen sich, nach Santa Ponça zu wandern und je nachdem, wie ihnen zumute ist, auch zurück, sonst mit dem Bus.
Ich lege mich gleich nach dem Frühstück wieder hin. Solange der Zimmerservice kommt, wackele ich langsam zu Casa Pepe, ein paar Kleinigkeiten und eine neue Mallorca-Zeitung kaufen. Dann reicht's mir aber auch schon wieder. Auf dem Bett die Zeitung gelesen, später auf dem Balkon einen Cappuccino getrunken und eine Kleinigkeit gegessen und dann endlich etwas am Urlaubsbericht geschrieben, ehe ich alles vergesse habe.
Aber das abgewinkelte und nach unten hängende Bein lässt mir nicht lange Ruhe beim Sitzen, also lege ich mich auch wieder hin.
Gegen 16:00 trudeln auch meine Wanderer wieder ein, waren wirklich beide Strecken zu Fuß gegangen. Nein, jetzt gleich wollen sie keinen Cappuccino, erst ein bisschen ausruhen. Vielleicht später.
Eine Std. später ruft Pea. an (Di. schlief grad selig): jetzt wären sie für den Balkon bereit. Na dann!
Aber inzwischen war etwas Schleierbewölkung aufgekommen, draußen war es nicht mehr ganz angenehm, außerdem hatten wir nicht genügend Stühle. Drinnen konnten sich zwei aufs Bett setzen, vor das wir den Tisch stellten.

Nach dem Abendessen wieder Spiele-Abend. An der Rezeption spricht Anton mich auf gestern an und dass heute der Tag der Freundschaft sei, wir doch wieder Freunde sein sollten etc. Ich weiß gar nicht, worauf er anspielt, weil ich wie gesagt, gestern seine freche Bemerkung gar nicht mitbekommen hatte.

Als wir uns in der Bar an einen Spieltisch setzen, ist die Musik erst in sehr angenehmer Lautstärke. Aber später dreht er wieder fürchterlich auf. Meine Güte, Tanzmusik ist doch keine Techno-Disko.
Anton kommt später sogar an den Tisch, meint er sei gestern etwas nervig gewesen. Di. ist stocksauer auf ihn.
Antons Bemerkung, dass wir zum Spielen doch woanders hingehen sollten, verstehen wir nun überhaupt nicht. Die Spieltische stehen doch nunmal in der Bar, und eigentlich ist es ja auch nett, nebenher der Musik zu lauschen, oder zwischendrin sogar mal das Tanzbein zu schwingen.


Montag, 01.02.2016
"Hochsommer"-Tag, 25°C, nur strahlend blauer Himmel und ganz tolle Sicht

Letzter bzw. Abreisetag der Berliner - und dann so ein Wetter ! Sie würden abends gegen 17:00 abgeholt werden. Also könnte man noch bisschen was unternehmen, den Tag aber nicht voll nutzen.
Ihre gepackten Koffer stellen wir bei uns auf den Balkon. Dort sind sie dem Zimmerservice nicht im Weg und stehen doch besser als im Gepäckraum.

Ursprünglich war überlegt worden, dass wir heute nochmals eine kleine Wanderung von Andratx zum Hafen machen sollten, Ju. würde auch gerne Port Andratx kennen lernen.  Rü. wollte aber auch nochmals gerne in der Bar Nou in Es Capdellá was essen. Da sie heute kein Abendessen bekommen würden, könnte er sich dort mal 'was Vernünftiges', also eine Normalportion gönnen.
Folglich disponieren wir um, dass die Berliner bei diesem tollen Wetter noch so viel wie möglich mitbekommen können. So fahren mit dem Auto nach Port Andratx, noch mit Stop in Camp de Mar, um das dann auch mal anzuschauen. Pea. sieht den schönen Strand und ist gleich mal wieder mit den Füßen im Wasser. Dabei sehen wir aber auch, dass das  kleine Restaurant von Hermann, das "Petit Ambassador" nicht mehr existiert. Das Schild und die Einrichtung sind weg, der Keller wird ausgebaggert ???  Camp de Mar ist überhaupt ziemlich durch viele Neubauten verschandelt worden.
Also weiter nach Port Andratx. Die Männer bleiben auf dem Bänkle am Hafen, während wir Frauen durch den Ort tigern.
Gegen 13:00 fahren wir weiter nach Es Capdellá, wo Di. und ich zusammen eine span. Tortilla mit Salat bestellen, Ju. nochmals Fritto mallorquin, PeRü zusammen ein Schinken-Käse-Pam am boli und Rü. eine halbe Portion (4 Stück) Riesen-Scampis. Es war sehr gemütlich und hat prima wie immer geschmeckt. Alle waren zufrieden über den schönen Ausklang dieser gemeinsamen Tage.
Zurück bin ich gefahren, weil Di. ein Bier und Rü. Wein getrunken hatten.
16:00 sind wir wieder am Hotel. Rü. will auf einer Pool-Liege noch bisschen schlafen, während Pea. und Ju. auf der Terrasse einen Kaffee trinken.  Wir leisten ihnen Gesellschaft.
Gegen 16:30 holen sie ihre Koffer von unserem Balkon und wir tigern langsam alle vor zur Straßenecke, wo der Bus sie abholen wird. Während der Wartezeit bis der kleine Abhol-Bus kommt, erzählen wir mit den hinzukommenden Schweizern (sie extrem klein mit superkurzen, grauem Stoppelschnitt, er groß. Eigentlich sind sie ja Westfalen u. erst später in die Schweiz gezogen)-genau wie vor zwei Jahren, als PeRü abfuhren.
Im Hotel schreiben wir uns im Vorbeigehen noch zu der Aufforst-Aktion am Mittwoch ein.

Wir ruhen uns vor dem Essen noch etwas aus, und gehen heute insgesamt sehr früh schlafen, nachdem ich schon dauernd bei der Sendung "Wer wird Millionär" einschlafe.

Mit Besuch bzw. in einer Gruppe macht es enorm viel Spaß, ist naturgemäß aber auch viel anstrengender, weil man ständig  auf "halb-acht-Stellung" ist, immer miteinander redet und der Geist selten zur Ruhe kommt.


Dienstag, 02.02.2016
Morgens wolkig, wurde aber noch ein überwiegend, wenn auch nicht durchgängig, sonniger Tag

Nach dem Frühstück erst einmal "große Wäsche" von Hand, denn der Waschraum mit Maschine ist schon wieder belegt.
Rucksack gepackt und 10:15 los zum P vor der Finca Galatzó. Schön gemütlich gegangen, mal wieder mein Knie (mit Bandage) testen. Kleine Wanderung mit höchstens 5 -6 km, aber 200 Höhenmetern auf meist steilem, sehr steinigen Weg hoch nach "Sa Vinya".
Kurz vorher wunderschöner Aussichtspunkt mit Bank und Sicht auf diese herrliche Bergwelt des Galatzó und dessen Drumherum.
Oben habe ich die Kniebandage aber wieder heruntergezerrt, sie hatte mir beim Abwinkeln des Beines ständig in die Kniekehle geschnitten.
Nach dieser Wanderung hat mein Knie zwar auch wieder geschmerzt, sich aber in Ruhe auch wieder ziemlich beruhigt, nicht so wie am Samstag.

Mittwoch, 03.02.2016
Sonnig, schön, 19°C

Frühes Aufstehen, denn wir hatten uns ja zur Aufforst-Arbeiten gemeldet. Treffpunkt war schon um 9:00 beim Hotel REINA. Ich nehme nur einen Rucksack für die Jacken  und einer Trinkflasche mit, weiß nicht genau, wie der Ablauf sein wird. Irgendwer hat vorhin im Hotel erzählt, dass auch der Bürgermeister und das Fernsehen dabei sein wird. Na, Prost Mahlzeit.
Eigentlich lachhaft: der Bus fährt uns die vielleicht 600 m zum Platz vor dem Touristenbüro, wo es schon wieder aussteigen heißt.
Dort ist eine große Plakatwand mit Tisch und Stühlen davor aufgebaut und seitlich ein Tapas-Buffet mit Getränken.
Und tatsächlich kommt Calvias Bürgermeister, A.R. Badat, der Chef der Tourismus-(?)Behörde (der sehr gut deutsch spricht und sich später allen Fragen und Anliegen stellt), viel Prominenz, Journalisten und Fernseh-Reporter.
Wo sind wir da hineingeraten? Wir wollten doch arbeiten. Ja, kommt auch noch.

Zwischen Bürgermeister und ?? wird ein Kontrakt geschlossen, dass die Region in Zukunft mehr für sportliche Aktivitäten wie etwa Wandern, Tennis, Radfahren, schwimmen beworben werden soll. Das wird hier mehr oder weniger feierlich in der Öffentlichkeit vollzogen.
Wir dürfen uns am Buffet bedienen - haha, frisch vom Frühstück kommend und um die Arbeitskraft möglichst lange zu erhalten, hatten wir dabei auch schon gut zugelangt!
Unter den Gästen sehe ich auch Sna. Carrasco, die Chefin vom Hotel Palmira Cormoran und Palmira Beach.
Es stimmt, die beiden Hotels haben sie an alltours bzw. dessen Gruppe "allsun" verkauft und das Palmira Paradise und das Palmira Peguera sind an sie vermietet, werden bei entsprechendem Angebot auch an sie verkauft. Sie hatten eigentlich nie vor, zu verkaufen, aber allsun hat ihnen ein so verlockendes Angebot gemacht, dass sie nicht wiederstehen konnten. Der Existenzkampf sei  schon sehr hart.

Schließlich werden wir wieder in den Bus verfrachtet und zum westl. Ortsausgang zu einem Waldstück hinter dem Club Europa gebracht. Jede/r erhält ein Lunchpaket mit 1 Flasche Wasser und einem Riesen-Boccadillo, dass reichlich belegt ist.
Wir werden von der Chefin der Umweltschutzbehörde und einigen Mitarbeiten empfangen, die sich um zwei Autos mit großen Wasserbehältern, Hacken, Pflanzhilfen, Hammern, Handschuhen und Pflanzen-Setzlingen scharen.
Als erstes werden wir unterrichtet, worum es hier geht und bekommen dann gezeigt, wie wir es richtig machen müssen, denn das entscheidet über den Erfolg. Hier war im letzten Jahr das Waldbrandgebiet schon einmal aufgeforstet worden, aber mit Steineichen-Setzlingen. Und die sind wohl ungeeignet für diese wasserarme Gegend. Deren Wurzeln reichen nicht tief genug, um auch bei oberflächlich trockenem Boden Wasser ziehen zu können. Die meisten sind deshalb nicht angewachsen. Sie wurden hier gekennzeichnet und sollen von uns durch Aleppokiefern mit langen, sehr feinen Wurzeln ersetzt werden.
Dafür bedarf es erst einmal des Lockerns und Entfernens der alten Stützpfeiler mit Schutzhülse sowie der kaputten Pflanze. Danach muss mit der Hacke erneut aus dem Fels ein sehr tiefes Pflanzloch von ca. 40 cm Durchmesser geschlagen werden (das ist ein Kraftakt!), das auf jeden Fall einiges tiefer ist, als die langen Wurzeltriebe.  Es wird mit Steinen ausgekleidet, die das Wasser besser festhalten und es nicht sofort im Boden versickern lassen. Darauf kommt eine Schicht so reiner Erde wie irgend möglich. Das alleine ist schon schwierig, es gibt wenig Erdkrume, meist nur Fels. Das Ganze wird zuerst gut gewässert, ehe der Setzling vorsichtig hineingesetzt und wiederum mit guter Erde umgeben wird, die wiederum vorsichtig angedrückt wird. Es werden erneut Steine in das Pflanzloch geschichtet - und dass muss dann immer noch gut unter dem Erdniveau liegen, sprich eine Kuhle um die Pflanze bilden, dass Regenwasser nicht ungenutzt an der Pflanze vorbei bergab wegfließt. Speziell auf der talwärts gerichteten Seite sollte durch einen Steinring nochmals eine Wassersperre geschaffen werden. Nun folgt die Schutzhülse gegen Ziegenfraß, die vorsichtig über das Pflänzchen gestülpt wird und die damit verbundenen Befestigungs-Pflöcke mit kräftigen Hammerschlägen tief und standhaft in den Boden gerammt. Kräftiges Angießen (Wasser bekommen wir aus den Tanks in den Autos) beendet die Arbeit an diesem einen Pflanzentrieb.  - Jetzt gibt es wohl Niemanden der durchweg älteren, teilweise sogar gehbehinderten Teilnehmer, dem nicht der Schweiß von der Stirn rinnt.
Weiter geht es an die nächste Pflanze.  -- So hat bei Einsatzende nach gut 1 Std. Jede/r in etwa zwei werdende Bäumchen gesetzt. Am schwierigsten war es natürlich am steilen Hang, wo man keinen sicheren Tritt hat. Die Wassertanks in den Autos sind leer, mehr könnte also auch gar nicht gepflanzt werden, denn ohne das erste Wasser wäre es von Anfang an zum scheitern verdammt.
Wir essen noch in der Gruppe unsere Verpflegung und unterhalten uns dabei noch ein bisschen, ehe es die 2 - 3 km zurück zum Hotel zu Fuß geht. Das fällt nicht allen nach dieser anstrengenden Arbeit leicht.
Gegen 14:00 sind wir wieder im Hotel, müde, verschwitzt und glücklich. Dusche und Siesta, dann einen schönen Cappuccino mit Keksen auf dem Balkon. Für heute reicht uns dieses Tagesprogramm.


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Offline Str-Omi

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Antwort #3 am:
19, August, 2016, 23:28:29
Donnerstag, 04.02.2016
Schön, sonnig, nur ab und an leichte Schleierbewölkung

Was stellen wir heute an? Di. möchte zum Cap Andritxol, ich nicht. Wozu haben wir eigentlich das Auto vor der Tür stehen, zum Wachturm können wir auch ohne.
Mein Vorschlag: nochmals zum Parkplatz bei der Finca Galatzó zu fahren und von dort einfach ein gutes Stück in das Galatzó-Tals, also den GR 221-C hineinzulaufen. Sehen, wie weit wir kommen und wollen. Ehe der Weg durch den Torrent ins Gebirge ansteigt gibt es auch einen kurzen Weg links nach oben zu einem schönen Aussichtspunkt.
Gesagt, getan.
Das ist eine sehr schöne, wenig anstrengende Wanderung durch eine wunderschöne und beeindruckende Bergwelt zwischen Puig de Galatzó und Mola de s'Esclop. Der Weg selbst ist allerdings sehr steinig. Unterwegs sehen wir enorm viel wilde Ziegen mit Jungen, die nur wenig scheu sind. Vorbei an Köhlerhütten, Brunnen und Rastplätzen erreichen war fast das Talende, als es bei der Pou de ses Sinies nur etwa 100 m nach oben zu einem einmaligen Aussichtsplätzchen gehen soll. Das ist von unten aber nirgends erkennbar und wir bekommen Zweifel, ob es sich lohnt, dort hinauf zu kraxeln. Aber da kommt uns ein Paar entgegen und versichert uns, dass sich dieser Abstechen auf jeden Fall lohne und sogar mit wunderschönen Bänkchen oben belohnt wird. Hier oben sind wir mutterselenallein und die Welt ist noch total in Ordnung. Man wird sehr demütig angesichts der gewaltigen Berglandschaft.
Auf diesem Bänkchen haben wir eine lange Rast mit Vesper eingelegt, den links von uns liegenden tiefen Canyon bestaunt und allgemein diese grandiose Bergwelt abseits der ganzen Zivilisation auf uns wirken lassen.
Als wir wieder zurück zum Auto kommen, die letzten Kilometer durch herrliche Kulturlandschaft mit vielen blühenden Mandelbäumen und grasenden Schafen darunter, waren wir mit Pausen auch 4 Stunden unterwegs gewesen.

Nach dem Abendessen bestellen wir im "Los Poetas" einen Tisch für Samstag mit Cl., J. und El..

Nachdem auch heut mein Knie sich nach entsprechender Ruhepause wieder beruhigt hatte, wagen wir für morgen die "Na Burguesa" ins Auge zu fassen. Sozusagen als Test für geplante Wanderungen mit Cl.a und J..
Außerdem haben wir uns "todesmutig" für Montag in die Liste zur Wanderung auf die Moleta Son Vic eingeschrieben. Auf die kommt man alleine sonst gar nicht mehr, sie ist nicht ganz einfach und es sind erst wenige Teilnehmer angemeldet. Ich schwanke immer noch, ob ich das nochmals schaffe mit dem lädierten Knie.

Freitag, 05.02.2016
Wunderbares Wetter, aber leider keine gute Fernsicht - das ist bei der Na Burguesa sehr schade

9:15 geht's mit dem Auto los bis Son Caliù, gleich am Anfang der Straße geparkt, denn da würden wir auf dem Rückweg mit dem Bus wieder ankommen.
9:50 die Tour gestartet, jetzt ist es noch frisch, man braucht noch die Jacke. Aber bald beginnt der Aufstieg in der Sonne (immerhin 400 Höhenmeter) und es wird zunehmend wärmer, so dass wir die Ärmel aus der Jacke trennen, die dann dem Rucksack anvertraut werden.
Wir haben den Eindruck, der Weg wird von Jahr zu Jahr steiniger und unebener, ist schlecht zu gehen. Mit oftmaligem Stehenbleiben schrauben wir uns langsam in die Höhe. Aber um 10:10 sind wir schon an der Wegkehre, wo man erstmals das Meer unten sieht. Noch ein Stück weiter oben bietet sich uns das ganze Panorama von Magaluf im Westen, den Ort und Nobelhafen Portals Nous, die weite Bucht von Palma bis zum Cap Blanc (?) im Süden, im Hintergrund der Tafelberg Puig de Randa. Schade, dass es so diesig ist.
Weiter geht es bis zu der verfallenen Steinhütte, von der man dann schon auf die andere Seite nach Süd-Westen, nach Santa Ponça, Urbanisation Galatzó etc. blicken kann. Dort kurze Verschnaufpause und eine Banane, für Vesper ist es noch zu früh, ist erst 11:00.
Das mit dem Vesper auf dieser Wanderung ist immer so eine Sache. Im Normalfall hat man sich nach dem anstrengenden Aufstieg eine größere Pause und ein Vesper verdient. Nur bis jetzt hat es oben auf dem Kamm immer derart gezogen und geblasen, dass man durchgeschwitzt wie man war, nicht rasten mochte. Leider gibt es oben auch nirgends richtig schöne Raststellen; von richtigen Rastplätzen mit Bänken, wie es sie im Tal des Galatzó gibt, ganz zu schweigen. Aber davon würden sich dort mindestens zwei sehr anbieten: am Anfang und Ende der Na Burguesa. Ich wollte das eigentlich mal bei der Gemeinde vorschlagen, kam aber bis jetzt auch noch nicht dazu.

So, heute müssen wir uns erst in noch einer weiteren Stunde die Höhenmeter bis ganz oben erkämpfen.
Zum Schluss fällt es meinem Knie schon sehr schwer und ich hätte mich gerne zum Ausruhen lang hingelegt. Aber es ist eine Genugtuung, es doch nochmals geschafft zu haben.
Diesmal machen wir sogar noch den etwas 50 m langen supersteilen Abstecher auf Betonpiste bis zum Feuerwachturm. Hinauf auf den Turm kann man allerdings nicht - aber auch von dessen Fuß hat man eine 360°-Total-Rundumsicht: grandios.
Aber auch, wenn man dieses Stück auslässt, hat man nun zur Nordwestseite hin einen umwerfenden Blick auf die unten liegenden Örtchen und in die Gebirgswelt, im Westen auch wieder bis zum Meer bei Paguera, Port Andratx etc.
Und oh Wunder, heute gibt es keinen kalten Wind hier oben!! So haben wir es auch noch nicht erlebt. Also suchen wir uns sofort ein paar ebene Steine, auf denen wir uns niederlassen können, hängen unsere Wanderhemden und Unterhemden in die Büsche zum Trocknen, während wir solange die Fleeceweste überziehen. Nach einer längeren, aber unbequemen Rast sind die Klamotten wieder einsatzbereit.
Also weiter, wir denken dass wir an einem bestimmten Punkt unterwegs dann eine Vesper-Rast einlegen.
Allerdings gab es dort keine vernünftige Sitzmöglichkeit, keinen geeigneten Stein, keinen Baumstamm - nur eine tiefe Höhle.
Also sind wir erst noch auf den Abstiegsweg nach Costa de la Calma (westl. Ortsteil) abgebogen, bis wir ein einigermaßen geeignetes Plätzchen fanden. Nochmals 15 Min. Pause mit Vesper, dann endgültig der Abstieg mit immer gleichbleibend herrlichen Blick über die halbe Insel - bis Ortsanfang Costa de la Calma.
Der dann beginnende Teil der Wanderung, kilometerlange steile Endlosstraßen abwärts, ist nicht sehr schön, aber nicht zu umgehen. Zudem sollte man sich vorher den Straßenverlauf dieses Ortes einigermaßen einprägen, denn viele Einbahnstraßen führen in die Irre und auf der anderen Seite wieder bergauf, anstatt zu der einzigen Brücke über die Autobahn, von der man dann schnell zur Bushaltestelle Marineland kommt.
Der Bus war grad weg, also müssen wir glaub 40 Min. auf den nächsten warten, aber dann bringt er uns in zwei oder drei Haltestellen wieder zum Auto zurück.

Vielleicht sollte man nächstes Mal doch lieber mit dem Auto bis ganz oben zu dem Parkplatz am Ortsende fahren und von dort hoch zum Höhenweg wandern. Dann kann man nach Belieben links einen Kilometer zum Turm (wegen der Aussicht) und dann zurück und rechts entlang, z.B. zum Puig Gros de Bendinat - muss dann allerdings wieder den gleichen Weg zurück. Dadurch umginge man aber etwa die Hälfte der Höhenmeter und den so sehr steinigen Aufstieg an den Marmorhöhlen vorbei.

Als wir grad zum Auto kommen, sehen wir eine Schar Kindergartenkinder in sehr fantasievollen Kostümen zur Faschingsveranstaltung gehen - niedlich.
Müde aber zufrieden um 16:30 wieder im Hotel, schnell noch einen Cappuccino auf dem Balkon, ehe Dusche und Siesta warten.

Samstag, 06.02.2016
schwül, warm, Schleierbewölkung

Heute ist Faulenzen und "Wasch- und Flicktag" angesagt, sprich verschiedene Besorgungen, SMS- und Postkarten-Schreiben, Tagebuch (für die letzten 6 Tage) vervollständigen etc.
Für Abends hatten wir ja unser Treffen mit Cl.a, J. und El., Herby kann leider nicht.

Als ich gegen Mittag zu ein paar Besorgungen durch den Ort strielze, treffe ich Mi. - eine sehr langjährige Mallorca-Bekannte und frühere enge Freundin, die näher an 90 als an 80 Jahre alt ist und nach zwei Oberschenkelhalsbrüchen mit Rollator geht. Man muss sie bewundern, dass sie sich noch ganz alleine auf solch eine Reise traut. Wir setzen uns auf ein Bänkchen am Bulevar und quatschen erst mal eine Weile. Aber sie will auch noch Besorgungen machen, ehe die Läden zur Siesta schließen.
Auf dem Zimmer Baguette und Käse als Vesper und dann tauchen dann zur Siesta ab.
Danach stehen "Renovierungsarbeiten" an, also für das Treffen stadtfein machen. Es bleibt noch etwas Zeit fürs Tagebuchschreiben und Kreuzworträtselraten, ehe J. und Cl.a so gegen 19:00 zu uns aufs Zimmer kommen. Eigentlich will ich mit ihnen die gewollten Wanderungen durchsprechen, aber Cl.a ist voller Mitteilungsdrang und hat so viel zu erzählen, dass es Zeit wird ins Lokal zu gehen, ehe wir das Thema überhaupt ansprechen können.
Zu 19:30 gehen wir ins Los Poetas, El. habe ich draußen schon kreisen und Parkplatz suchen sehen. Sie ist spät dran, weil sie aus Calvià nicht herauskam, da war wegen des Faschingsumzugs alles verstopft.
Es wird ein außerordentlich netter Abend mit sehr gutem Essen, Aioli, Oliven, Wein und Gesprächen. Der Wirt meint es nur zu gut mit uns und heizt im Kamin zu sehr ein. El., die an dieser Seite sitzt, bekommt bald Maden. Sie tauscht dann mit J., so ist es besser.
J. ist gewohnt sehr ruhig, Cl.a findet das für ihre Verhältnisse von sich auch. Es hat halt jeder ein anderes Temperament. Ich bin ja selbst auch nicht die Ruhigste.
Auf die Schnelle machen wir mit Cl.a und J. doch noch die Wanderungen aus:
Di. wollen wir gemeinsam eine Wanderung auf der Halbinsel Figuera machen, von Portal Vells über Refaubaitx (?, finde grad nirgends das passende mit richtigem Namen) zum Leuchtturm und über Cala Figuera und Cala Bertran wieder zurück.
Do. von Sant Elm über den Pass der Seelen hoch nach Sa Trapa und über die Felsen zurück.
Vielleicht könnten wir sie noch umstimmen und ab km 106 laufen?

Die Rechnung teilen wir durch 5, das dürfte allen gerecht werden und kostet mit Trinkgeld Jede/n letztlich keine € 25,00. Wir trennen uns erst gegen 23:30. Die zwei jungen Damen müssen ja noch bis fast nach Alcudia fahren.

Sonntag, 07.02.2016
sonnig bis wolkig

Auch heute ist ein eher fauler Tag, will meine Kräfte für morgen zu der anstrengenden Wanderung sparen.
Nach bisschen "Hausarbeiten" gehen wir zum Faschingsumzug, beginnend am Kreisel bei Casa Pepe und ziehen mit ihm dann langsam bis zur Ortsmitte.
Nachmittags gehen wir noch ein bisschen die Strände entlang und durch diverse Straßen im Ort.

Montag, 08.02.2016
strahlend sonniger, warmer Tag mit 21°C, nur leicht windig

9:30 ist Treffpunkt beim Hotel REINA, aber es gibt gleich ein Problem: es war ein großer und ein kleiner Bus gekommen. Der große Bus ist aber ungeeignet uns die enge Straße hinauf zum Ausgangspunkt oberhalb der Wohnanlage "Es Meralda" zu bringen.
Wir sind ja schon froh, dass uns dieser Anstieg erspart bleibt - gut 2 km steile Straßen nach oben. Der frühere Einstieg in der Nähe der jetzigen Tankstelle ist nicht mehr begehbar, alles abgezäunt. Das erfordert einen fast einstündigen Umweg (wenn man ihn zu Fuß zurücklegen muss).
Also organisiert D. es so, dass eine Tour-Begleiterin, die mit dem Privatwagen da ist,  mehrmals Teilnehmer nach oben fährt und der Rest mit dem kleinen Bus kommt.  Folglich dauert es etwas länger, bis alle Wanderteilnehmer oben am Wendehammer sind. Aber schließlich können wir um 10:15 dort oben starten. Erst geht es den oberen Weg Richtung Sa Bruta, am Hand entlang und über Stützmauern wieder ein ganzes Stück nach unten am Zaun entlang (das ganze Son Fortuny-Gebiet ist jetzt lückenlos eingezäunt) bis unterhalb der Höhe des Col de Aleman, wo D. eine Stelle kennt, an der der Zaun ziemlich niedergetrampelt ist - dort wird einem nach dem anderen auf die andere Seite geholfen. Von nun an heißt es, sich sehr ruhig und unauffällig zu verhalten, wir sind eigentlich widerrechtlich auf diesem Gebiet.
D. erzählt, dass er sich mit den Besitzern ganz gut versteht und sie kennt.  Lange Zeit hatten die das Durchwandern trotz Verbotsschildern mehr oder weniger geduldet - wenn nicht gerade große Gruppen wie eine Hammelherde durch ihr Gebiet trampelte. Was sie aber mit Wanderern alles erlebt haben, spottet jeder Beschreibung: der Müll wurde hinterlassen; Pflanzen achtlos niedergetreten; laut gewesen; auch in den Jagdtagen (wenn man sehr wohl schon von Ferne die Büchsen knallen hörte) sorglos durchs Gelände spaziert, so dass die Grundstücksbesitzer auf ihrem eigenen Jagdgrund aufpassen mussten, Niemanden zu verletzten - und nicht umgekehrt; durch privaten Garten marschiert; ja sogar, als sie einmal auf ihrer Terrasse Kaffee trinken wollten, war diese schon von Touristen belegt.
Jetzt haben sie endgültig die Nase voll von Touristen und haben das gesamte riesige Gebiet wirklich mit Maschendraht eingezäunt. Es gehe ihnen absolut nicht um "Wegegeld", wie manche behaupten, sie möchten einfach nur in Ruhe ihren Besitz bearbeiten und genießen.

Die immerhin doch etwa 40 Mann starke Wandergruppe schafft es tatsächlich, schön gesittet, einer nach dem anderen, ohne wild durcheinander zu rennen und mindestens 15 Minuten ohne jeglichen Gespräche ganz ruhig und unauffällig weiterzuwandern.
Hinter dem Talende beginnt der mühsame Aufstieg, der uns schon einigermaßen schwer fällt - deswegen, weil wir zwischendrin mehr ganz kurze Pausen zum Verschnaufen und Muskeln entkrampfen gebraucht hätten. Aber wir sind eh schon die Letzten der Gruppe und müssen mit den paar kurzen Pausen wie alle anderen auch auskommen. Das schlaucht! Oben auf dem Kamm liegen viele umgestürzte Bäume und Totholz, das überklettert werden muss. Eine noch ältere Dame bleibt dann auch irgendwie an einer Wurzel hängen und stürzt in einen Busch. Sie ist ziemlich am Arm verletzt. Ihre junge Begleiterin verbindet sie. So traurig das ist, verschafft uns das aber auch eine willkommene Verschnaufpause von 10-15 Minuten.
Unseren Führern eilt aber die Zeit immer mehr davon, sie müssen zu bestimmter Zeit ihren Filius von der Schule abholen.
Der Weg über den Kamm zieht sich weit mehr in die Länge, als wir das von früher in Erinnerung haben. Aber irgendwann sind wir doch vorn beim "Gipfelkreuz" mit der fantastischen Aussicht (trotz diesigem Wetter bis zur Insel Cabrera) ringsherum.

Obwohl mir vor dem Abstieg graust, fühle ich mich nach ½ Rast und Vesper doch gut erholt und bin wieder guter Dinge. Nur schwinden die Kräfte auch relativ schnell wieder, die Kniebandage (ohne die habe ich diese Tour nicht gewagt) drückt mich mächtig in der Kniekehle, das ganze Bein und auch der Rücken schmerzt und sehr auch der Fuß und die Ferse. Aber es gibt auf dem gesamten Rückweg für uns -als Letzte- auch keine Verschnaufpause mehr, der Abstieg erfolgte sehr zügig. Egal, da muss man durch!
Nur als wir dann  wieder mühsam über den eh schon halb niedergetretenen Zaun klettern müssen, staut sich der Verkehr - und wir können 5 Minuten ausruhen bis wir dran sind.
Diesmal geht es den unteren Weg unterhalb der Sa Bruta entlang. Schon bald sehen wir auf die Baustelle hinab, wo früher unser direkter letzter Abstieg erfolgte. Ach wäre das schön, man könnte den gehen! Dann wären wir in 25 Min. beim Hotel. Aber , das war einmal und geht nicht mehr! Also folgen wir dem Weg erst einmal wieder rd. 100 m aufwärts und kommen bei der ehemaligen Köhlerhütte oben heraus.
Von dort geht es nur ein Stück durch den Wald abwärts, ehe wir wieder beim dem Wendehammer vom Ausgangspunkt sind - nur dass es diesmal keinen Bus gibt. Wir müssen die ganzen steilen Straßen hinunter und durch den Ort zurück zum Hotel laufen. Eigentlich ist das kein Hexenwerk und haben wir schon x-mal hinter uns, aber ich bin so fix und foxi, mir tut alles weh, ich mag nicht mehr. Schon eine Weile setze ich nur noch mechansich einen Fuß vor den anderen, weil es ja sein muss, es nützt ja kein Gejammer.  Ich selbst war es ja, die diese Tour trotz der schon vorangegangenen Beschwerden nochmals versuchen wollte. Die Tour insgesamt war etwa 5 Stunden, das wussten wir von vornherein. Aber diesmal war ich an meine Grenzen gekommen.
Jetzt würde ich mich am liebsten nur noch aufs Bett fallen lassen und keinen Finger mehr rühren. Dusche und Wäschewechsel fielen mir enorm schwer, mussten aber ebenfalls sein, denn ich war total durchgeschwitzt.

Endlich Ruhe und Langliegen, aber vor lauter Überanstrengung kann ich nicht einmal schlafen. Ob ich Cl.a und J. für morgen absagen sollte? Auf meine SMS gestern hatte Cl.a überhaupt nicht reagiert. Also frage ich nochmals an, wie es mit morgen aussieht und wann sie denkt, dass wir uns in Portals Vells treffen sollten. Bei ihrer Antwort denke ich, ich lese nicht richtig: "Die Tour haben wir heute schon gemacht. Was nun?" Keine nähere Erklärung, nichts. Wir sind total perplex und vor den Kopf gestoßen.
Nach ein paarmal heftigem Schlucken meine Antwort: " Das müssen wir jetzt aber nicht verstehen, oder? Was dann? Mein Vorschlag: ihr kommt hierher und wir laufen von hier zum alten Wachturm und vor zum Cap Andritxol."
Denn eine vorgezogenes Sa Trapa-Tour würde ich morgen nach dem Marsch heute nicht schaffen.

Nach dem Abendessen mache ich mich in weiser Voraussicht gleich bettfertig und bin dann auch schon bei den Nachrichten eingeschlafen. Allerdings war der Nachtschlaf unruhig und nur bedingt erholsam. Aber immerhin erwache ich morgens mit sehr gemäßigten Beschwerden.

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Offline Str-Omi

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Antwort #4 am:
19, August, 2016, 23:41:44
Dienstag, 09.02.2016
Alles bedeckt und sehr stürmisch.

Kann/sollte man bei diesem Wind überhaupt aufs Cap Andritxol? Da wird man ja runtergeblasen. Wenn man aber schöne Aussicht mit inbegriffen haben möchte, muss man überall nach oben, wo es überall mächtig bläst.
10:45 schlendern wir langsam los zum Parkplatz, auf dem wir uns mir den jungen Damen verabredet hatten. Und siehe da: sie stehen schon dort! Etwas verhaltene Begrüßung, kein Wort von Cl. wegen des Tourwechsels. Komisch! Erst später, als ich selbst nachfrage, erklärt sie, dass ihr Guide für ihre großen Touren nun für sie -anders als geplant-  ausschließlich Mittwoch, Donnerstag und Freitag Zeit hat. Folglich wurde plötzlich der Montag frei, an dem sie sich vorher auf großer Tour wähnte.
Ich: "Klasse, na dann hätten wir die Portals Vells-Tour ja auch letzte Woche mit D. mitmachen können. Wir hatten sie extra sausen lassen, weil wir das gemeinsam machen wollten. Und unsere gemeinsame Mittwoch-Tour fällt dann also auch weg."
Cl.a bewegt aber grad ein ganz anderes Thema. Sie bekommt laufend Anfragen von Bekannten, ob sie betroffen sei, denn heute Morgen ist genau der Zug schwer verunglückt, in dem sie normalerweise auf dem Weg zur Arbeit sitzt, ebenso wie der Sohn ihres Chefs. Beide sind diesem schrecklichen Unglück mit mind. 8 Toten entgangen, die eine weil sie im Urlaub auf Mallorca ist, der andere, weil Faschingsferien und somit keine Schule ist.

Wir marschieren fröhlich los, die von uns "Himmelsleiter" genannte sehr steile Treppe am Strandende hoch nach Cala Fornells. Diese Straße entlang brauchen wir mit Neulingen naturgemäß etwas länger, weil es viel zu gucken und Aussichten zu genießen gibt. Den Aufstieg vom Turm gehen wir diesmal vom Wald hinter dem Hotel Cala Fornells aus an, in diesem steinigen Bachbett, vorbei am alten Kalkofen aufwärts. Am Turm nur eine kurze Rast, denn es gibt dort keine vernünftige Sitzgelegenheit, an der es nicht zieht wie Hechtsuppe.
Also tappen wir weiter bis vorne zum Cap. Zum Glück sind war "unser" Platz im dem aufgeschichteten Stein-Rondell frei, das aber auch nicht mehr so schön Platz bietet wie einst. Während Di. und ich relativ windgeschützt darin sitzen, bläst der Wind der J. mächtig um den Kopf. Cl.a steiget erst noch die letzten paar Schritte zu diesem Mini-Aussichts"kanzel", ehe sie auch zu uns rein kraucht, aber mit dem Rücken noch mächtig im Wind sitzt und ihr kalt wird (ihren Fleecepulli hatte sie der J. geliehen).
Also fällt Rast und leichtes Vesper nicht so lange aus, ehe wir den Rückweg antreten.
Diesmal gehen wir unseren sonstigen Hinweg, also über den Bergrücken und am Fuße des Puig Gros entlang, so dass wir automatisch auf die obere Straße (C./Espiga) von Cala Fornells kommen und diese bei der Gelegenheit auch gleich noch anschauen können, ehe wir wieder zum Strand von Peguera hinunter steigen. Auf der Strandpromenade entlang, schlägt Cl.a noch einen Kaffee "bei Gaby" vor, den wir gerne genießen. Die beiden Damen wählen einen Kuchen dazu, da sie unterwegs nur einige Gemüsestückchen  verspeist hatten.
So gegen 16:30 / 17:00 treten sie wieder den Heimweg an.

Mittwoch, 10.02.2016
trüb, stürmisch aber nicht sehr kalt

Wir sind müde und unentschlossen, irgendwie etwas knatschig.
Was tun? Es sind hohe, schöne Wellen, also sollte man irgendwo am Meer bleiben oder dorthin fahren.
Schließlich zur Fahrt an die Playa de Palma entschlossen. Auto zwei Straßen dahinter an Riesenbauzaun für ein neues riesiges "Einkaufs-Paradies" geparkt. Hinunter zum Meer ist es nicht weit, wir kommen beim Balnearo 15 hin. Bei abwechselnd Sonne (schön warm) und Wolken (schon etwas ungemütlicher)  die Strandpromenade immer Richtung Osten entlang. Sehen von hier aus auch das (schwäbische) "Ballermännle", vor dem auf einer Anzeigentafel u.a. Linsensuppe angepriesen wird. Au ja, das wäre was, um auf dem Rückweg zu genießen.
An einer Kite-Surfing Gruppe vorbei, die erst auf unserem Rückweg so richtig in Action ist und einige wirklich tolle Kunststückchen in der Luft zeigen.
So laufen wir bis auf Höhe des Balnearo 9, dann brauchte mein Knie und Fuß ein Bänkchen. Auf der Promenade ist jedes einzelne belegt, also weichen wir auf die andere Straßenseite aus.
Dort im Schatten wird es aber bald etwas kühl, also brechen wir wieder auf und gehen zurück jetzt an der Straße entlang, um Geschäfte und Hotels von dieser Warte aus anzusehen. Manches ist recht nett, anderes wieder gar nicht. Männe kauft im Vorbeigehen noch einen Ledergürtel für schlappe € 3,00  -  wie kann das sein? Gerade sind wir 50 m vor dem "Ballermännle", wo wir kurz einzukehren gedenken, als von der anderen Seite eine große Gruppe Jugendlicher kommt und den Laden stürmt (gibt es dort überhaupt so viel Platz für die alle?). Folglich verkneifen wir es uns, dort auch noch hinein zu drängen und kehren schnurstracks zum Auto zurückzukehren umdirekt zum Hotel zurückzufahren, wo wir jetzt wieder bei Sonne auf dem Balkon unseren Cappuccino und ein Vesper genießen.
Den Rest des Tages ruhig mit Siesta, Kartenschreiben, Lesen verbracht.

Donnerstag, 11.2.2016
trüb, nur immer mal zwischendurch Sonne, seeehr windig aber warm

Wir fahren zum Col de sa Gramola (km 106 der Ma-10). Irgendwie ist die Situation komisch: vorn am Kreisel bei Andratx hatte ich im Vorbeifahren nur noch sehr flüchtig ein sehr unauffälliges Schild mit Worten ähnlich wie "gesperrt" vorbeihuschen sehen aber nicht mehr genau lesen können. Es ist  aber auch keine Sperre oder dgl. errichtet. Allerdings sind so gut wie keine anderen Verkehrsteilnehmer unterwegs - wir fahren entsprechend vorsichtig, immer gewahr, dass irgendwelche Arbeiten oder Hindernisse auftauchen könnten. Fast oben am Pass kommen uns dann aber aus der Gegenrichtung doch etliche Autos entgegen und auch von unten überholt uns ein Motorrad. Wir sind beruhigt, parken oben am Pass als bis jetzt einzige, obwohl der Vormittag schon fortgeschritten ist.

Wir wollen einfach soweit Richtung Sa Trapa laufen, wie wir eben mögen und können. Bis hinunter nach Sant Elm wird es eh nicht werden. Das mit nur einem Auto auch sehr umständlich, dann wieder zurück zum Auto zu gelangen. Gerade deshalb hatten wir gedacht, zusammen mit Cl.+J. und deren Auto wäre das ideal. Nun es ist, wie es ist.
Man hat jetzt nach dem Waldbrand einen sehr weiten Blick. Die Wälder sind inzwischen aufgeräumt und so mancher verkohlte Baumstamm ragt wie moderne Kunst -also durchaus ansehnlich- in den Himmel.
In gut einer Stunde mit oft Stehenbleiben, Blümchen bewundern, Aussicht genießen und fotografieren (obwohl schon x mal in meiner Sammlung) erreichen wir das halbverfallene Haus bei Ses Basses. Dort auf dem Mäuerchen, jetzt in der Sonne, legen wir eine schöne Pause ein.
Weiter laufen wir diesmal wieder einmal rechts um die Hütte herum,, das ist weiter als links, bietet aber zusätzliche schöne Aussichten an der Westküste entlang. Der Weg bis zum "Punta Fabioler" oder besser "Mirador d'en Josef Sastre" zieht sich länger als in der Erinnerung und birgt mehr Auf und Ab über großsteinigeTrampelpfade. Die letzten Male waren wir diesen Weg allerdings auch meistens anders herum, also von Sant Elm ausgehend, gegangen. Jetzt hier auf der Westseite und bei wolkigem Himmel bläst der Wind wieder genauso affenkalt, wie wir es schon kennen. Es ist nicht so die reine Freude. Außerdem meldet sich mein Knie doch wieder deutlich, so dass wir nur noch ein Stückchen weiter, doch nicht mehr bis Sa Trapa- gehen, ehe bald umdrehen um auf dem gleichen (schönen) Weg zurückzugehen.
Auf dem Rückweg suchen wir uns zum Vespern zwei Sitzsteine an einigermaßen windgeschütztem Plätzchen.
Als wir wieder bei der verfallenen Hütte sind, scheint wieder die Sonne, die wir dort nochmals ein Weilchen genießen, ehe wir in einer weiteren Stunde zum Auto zurückkehren.  = alles insgesamt 5 Std..
Auf dem Heimweg gleich noch Kleinigkeiten bei Marcadona eingekauft.


Freitag, 12.02.2016
fast den ganzen Tag trüb, stürmisch, warm

Nein, Männe möchte sich nicht mit früheren Kollegen treffen, die in Illetas in einem Hotel sind, und er möchte nicht den Fremdenführer für sie spielen. Muss ich akzeptieren.
Also machen wir uns allein zu einer Autofahrt quer über die Insel in den Norden auf. In Palma die schönere Strecke am Hafen entlang gewählt und mal wieder die richtige Abfahrt Richtung Manacor verpasst. Die Fahrt bis Artà zieht sich endlos in die Länge.
In den engen Gassen von Artà fast auf Anhieb die richtige Richtung nach Betlem gefunden. Bis zum Abzweig zu dem Parkplatz beim "Parc Natural de la Península de Llevant" kennen wir die Strecke vom letzten Jahr. Bis dahin ist die Straße zwar eng, aber "normal". Danach wird sie noch schmaler und führt eng am Hang entlang in Serpentinen weiter - erst nach oben, dann wieder nach unten.
An den Berghängen blüht herrlich der Ginster, an den Wegrändern und auf den Feldern der Affodil. Schade, dass es trüb und die Sicht nicht gut ist. Wir finden auch "krummis Felsen", der bei dem Wetter aber nicht zum Verweilen einläd. Auf der gesamten Hintour kommt uns nur ein einziges Auto entgegen! -Ja, so entspannt kann eine Fahrt im Winter sein!-
Diesmal kraxeln wir hinter der Ermita noch den Hang hoch, um von dort die Aussicht hinunter nach Betlem wie auch auf die Bucht von Alcudia und bis Formentor zu genießen. Es kommt gerade eine Fähre von Menorca herein.
Noch keinen rechten Hunger gehabt und nur einen Müsliriegel gegessen, wollten uns in Artà was gönnen.
Auf der Rücktour war kaum mehr Verkehr auf dem kleinen Sträßchen als auf der Hintour. In Artà auf dem Parkplatz unterhalb der "Burg" geparkt, dieses Areal angeschaut und dann runter durch diverse Gassen von Artà. Beeindruckend sind die alten Gemäuer und engen Gassen, aber wirklich Schönes ist wenig zu sehen.
Hier steppt nun nicht unbedingt der Bär und es wird schon schwierig, in den vielen engen Gassen überhaupt mal ein Café oder eine Bar zu finden. Wir landen in einer Art Künstler-Café, insteressant eingerichtet, jedes Stück, jeder Stuhl anders, alte antike Dinge und mit modernen Bildern an den Wänden. Wir bestellen uns einen cafe con leche und Mandelkuchen und sind zufrieden.

Der Tag ist noch jung, was machen, wenn wir schon mal so weit im Norden sind? Schauen wir uns doch nun wirklich mal die gepriesene Finca Son Real an, die wir vor Jahren vom Meer, von der Nekropole aus, nicht gefunden hatten. 
Auch hier (16:00) sind wir allein auf weiter Flur, in der Ferne läuft tatsächlich ein Mensch (Mitarbeiter?) durchs Bild - aber das war es dann auch. Wir strolchen um die altehrwürdigen Gebäude, durch den Garten, fotografieren hier und dort. Die schwarzen Schweine halten sich verborgen - bis dann doch einmal eins vorspickelt. Überall total tote Hose! Wir sind bisschen enttäuscht. Ich denke aber, bei fortgeschrittener Jahreszeit ist mehr los und dies ist ein schönes Plätzchen auch für Familien mit Kindern.
Für uns hat sich heute den Weg nicht sonderlich gelohnt.
Den Rückweg wählen wir über die kleine, wunderbare und wenig befahrene  Ma-3400 nach Sta. Margalida an. Weiter die Ma-3440 über Llubi und bei Inca auf die Autobahn. Au weia, vor Palma beim Abzweig Richtung Andratx Stau, also kurven wir nach Palma hinein und frei Schnauze durch alle möglichen Straßen bis wir auf die Ave.Gabriel Alomar stoßen und wieder unten am Hafen herum fahren. Das ging trotz Feierabendverkehr ganz prima.
In Paguera gleich noch den Wagen voll getankt.   Abends ist es extrem  stürmisch.
Samstag, 13.02.2016
morgens sonnig, sehr stürmisch, später wechselnd Sonne, Wolken

Heute haben wir uns sogar den Wecker gestellt, denn bis 10:00 muss das Auto abgegeben werden.
Dann sind wir doch so früh mit Frühstück fertig, dass ich erst noch etwas Urlaubsbericht schreiben kann, ehe wir gegen 9:30 lostigern.  Unten in der Halle gemerkt, dass ich die falschen Schuhe anhabe, um einigermaßen bequem den Weg vom Club Europa zurück zu laufen. D. also schon zum Auto, ich nochmals aufs Zimmer. Treffe Inge, die mit ihrer starken Erkältung grad zur Apotheke will. Ihr "Angileptol" empfohlen und bringe ihr die Beispielpackung vom Zimmer mit.
Auto abgestellt, wo wir es geholt hatten, im Europ-Büro Schlüssel abgegeben -nach wie vor nicht sehr freundlich, aber o.k.
Schlendern langsam zurück, kaufen hier und da noch Kleinigkeiten, wie Schokolädle für die Enkel, am Strand entlang, schauen eine Zeitlang den hohen Wellen zu, dann über Bulevar zurück, mal sehen, ob wir Mi. treffen. Nein, also gehen wir selbst zu ihrem Hotel REINA, müssen aber gar nicht nach ihr fragen, sie kommt mit dem Rollator gerade angewackelt. Auf einem Bänkle quatschen wir eine ganze Weile mit ihr, tauschen die neuesten Familienbegebenheiten aus. Dabei -angesichts des stürmischen Wetters grad- erzählt sie auch, wie sie im letzten Jahr aus dem 10. Stock Zeuge wurde, als bei Sturm die beiden großen Johannisbrotbäume auf dem Parkplatz umfielen und auf Autos gekracht sind.
Und wir hatten uns schon gewundert, warum diese Schattengeber verschwunden waren.
Jedenfalls hat sie sich sehr gefreut, uns nochmals zu sehen.

Nach Kaffee und Ruhen fing ich schweren Herzens an, meine vielen sieben Sachen aus allen Schubladen zusammen zu kramen und schon einmal einen Koffer zu packen.


Sonntag, 14.02.2016   -Urlaubsende / Ablug-Tag-
immer noch stürmisch, überwiegend sonnig, sehr hohe Wellen

Erst einmal müssen die Rest und der zweite Koffer fertig gepackt werden. 10:30 bin ich soweit und wir stellen wir sie runter in die Halle, um mit dem Wichtigsten beladen einen Strandspaziergang zu machen und die Surfer auf dem Meer sowie diese ganz mächtigen Wellenberge zu bestaunen.
Wollen wir uns heute zum Mittag wieder eine Bratwurst zu Gemüte führen? Ach nein, eigentlich haben wir keinen Appetit darauf und außerdem auch noch Reste, die wir vertilgen sollten.
Ich hatte mir die letzten Tag noch ein Buch aus der Hotel-Bibliothek ausgeliehen, dass recht spannend aber ich mit ihm noch nicht fertig war. Deshalb kuschelte ich mich aufs Sofa in der Halle und las gierig meine letzten Seiten. Di. hielt ein Nickerchen.
Später genehmigten wir uns auf der Terrasse einen cafe con leche und schlenderten danach erneut am Meer entlang. Ein bisschen was sollten wir aber schon noch essen, denn der Tag würde lang werden. Wir werden erst kurz vor Mitternacht daheim sein.
Also kehren wir in die kleine Einheimischen-Bar "Maria Eugenia" ein. Als erstes staune ich, dass glaub drei -mindestens aber zwei- Fernseher gleichzeitig mit unterschiedlichem Programm laufen.
Und dann ahnten wir gar nicht, was für eine schöne Terrasse diese Bar hat. Nein, Di. möchte auch kein richtiges Essen -das ja heute durchaus angebracht wäre, da wir kein Abendessen bekommen würden.
Also begnügten wir uns mit einem gemischten Boccadillo. Aioli und Oliven.
Die letzte Stunde bevor wir abgeholt werden verbringen wir wieder in der Halle, wo die Ausflugs- und Wanderleute langsam von ihren Touren zurückkehren und man noch mit diesem und jenem ein Schwätzchen halten und sich verabschieden kann.
Der Bus holt uns pünktlich gegen 17:00 ab, unser Flug ging erst 20:50.

---Wer sich wirklich bis hierher zum Ende durchgequält hat, ist selbst schuld. Aber ich wurde mehrfach aufgefordert, trotz Länge den Bericht einzustellen. Und ich musste ihn öfter teilen als vorgesehen, da mir beim Senden gesagt wurde, dass ein Betrag nur soundsoviele Zeichen lang sein darf.
Mir selbst sind diese Berichte wichtig und ich lese sie nach Jahren immer wieder einmal, das frischt die Erinnerungen auf.---



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Offline krummi

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Antwort #5 am:
20, August, 2016, 00:00:05
Liebe Str-Omi,

vielen lieben Dank für ein paar wirklich tolle Urlaubsstimmungen... ich habe alles gelesen und konnte mich 30min direkt in die wunderschöne Frühlingszeit auf Mallorca versetzen  :)

Im Zuge dessen musste ich gleich bei Air Berlin mal nach Flügen im Feb-2017 schauen und siehe da, ich habe vom 9.2. - 13.2.17 Flüge ab Frankfurt gefunden, für sagenhafte 74,- EUR/Person Hin- und Zurück!!

Das hatte ich schon seit Jahren nicht mehr so günstig und habe gerade gebucht - also, gewissermaßen wirst Du Schuld an meinem Aufenthalt im Feb. 2017 sein :)

Vielen Dank und Dir ein schönes Wochenende,

LG
Krummi

Offline herbycon

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Antwort #6 am:
20, August, 2016, 02:04:54
Dem Dank an STR-Omi schliesse ich mich an. Auch ich lese immer wieder gerne,
wie andere Inselliebhaber die (hoffentlich) schoensten Wochen des Jahres auf
Mallorca verbringen. - Und dir, lieber Krummi, wuensche ich schon jetzt ganz viel
Vorfreude. Gratuliere zum Schnaeppchenflug! Vielleicht schaffe ich das einmal im
Leben auch noch :) Schoenes Wochenende allen!

Offline seven

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Antwort #7 am:
20, August, 2016, 05:54:52
Ein wirklich schöner ausführlicher Bericht. Was hast Du Dir für eine Arbeit gemacht :-)
Vor allem eure Wanderungen, die bei mir wegen Kniedefekts nicht möglich sind, fand ich sehr interessant. Diese Ecken der Insel werde ich leider nicht kennenlernen, umso schöner, etwas darüber zu lesen
Liebe Grüße Petra

katzeninnot-sessalines.jimdo.com

Offline Marina

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Antwort #8 am:
20, August, 2016, 14:58:38
Liebe STR-Omi
auch ich hab Deinen Bericht sehr gerne gelesen, und mir dabei vorgestellt, wie es Euch dabei ging.
 Sehr aktiv! Ich find es auch sehr engagiert von Euch bei der Aufforstung zu helfen im Urlaub-dafür verdient ihr die Goldmedaille. Wie habt Ihr denn dazu Kontakt gekriegt?Ich vermute mal über einen Wanderführer? Ich selbst hab so geführte Touren noch nie mitgemacht, aber so wie Du das beschreibst, macht es echt Laune, das mal auszuprobieren.
und wenn Du mal wieder Spargel suchst, vielleicht findest Du etwas später mehr- ich meine eher im März,April.Diese "Ttrigueros" findet man ganz leicht, wenn man mal einen gesehen hat- und sie schmecken wunderbar.
Jedenfalls danke für den Bericht und die Bilder!
Muchos Saludos
Marina
wer auf einen grünen Zweig kommen will, muß einen Baum pflanzen
(Walter Ludin)

Offline mopest

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Antwort #9 am:
20, August, 2016, 22:24:46
Ich finde den Bericht  überhaupt  nicht zu ausführlich und  ich habe ihn mit Freunden  gelesen  und  mich  auf  die  Insel  zurück  geträumt.  Ich  hoffe, Deinem Knie geht es  wieder gut. Ich  denke  auch,  man  darf  sich  einfach  nicht  unterkriegen  lassen.
Vielen  Dank  und  liebe  Grüße  von  Monika

Offline Str-Omi

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Antwort #10 am:
20, August, 2016, 23:47:12
Liebe Leute,
euch allen vielen herzlichen Dank für eure wohlmeinenden Worte. Und ich bin erstaunt, dass es tatsächlich sogar mehrere Leute gibt, die dieses bald schon halbe Buch (vom PC ausgedruckt sind sage und schreibe 22 DIN-4-Seiten) lesen und es freut mich sehr, wenn ich ein bisschen Mallorca-Freude verbreiten konnte.

Ja, ich bin auch froh, dass ich das jetzt soweit fertig habe und ich "träume mich" (das ist der richtige Ausdruck, mopest, danke) auch ab und an ganz gerne in den Urlaub zurück. Und nicht nur in diesen, inzwischen war ja auch schon wieder unser Holland-Urlaub, in dem ich aber das Glück hatte, den Bericht direkt in den PC tippen zu können. Das sind so die kleinen Auszeiten vom Alltag.

Bin nur erschrocken, dass hier doch noch einige Flüchtigkeitsfehler enthalten sind. Hatte die eigentlich korrigiert - aber schusselig, wie ich bin (meist unter Zeitdruck), dann vermutlich nicht gespeichert.

Fangen wir mal von hinten an:

@mopest
Danke der Nachfrage. Meinem Knie geht es im Moment solange gut, solange es nicht (sehr) beansprucht wird. Richtig gut wird es wohl nicht mehr werden. Die letzten ca. 10 Jahre habe ich aber keinen Arzt mehr drangelassen. Die finden (fanden schon vor 20 Jahren) in meinem Alter auf jeden Fall Defizite. Und da heute fast jeder Orthopäde seine eigene Praxis-Klinik mit OP hat, will er die auch mit Patienten füllen. Solange es noch so geht, vertraue ich den Experten in unserem Fitness-Studio (medizinische Fitness, also mit wirklichen Fachkräften) wesentlich mehr zu. Vieles kommt auch von der Wirbelsäule und nicht vom Knie (allein).
Nächste Woche will ich es erstmals nach Monaten mal wieder mit einer Wanderung von max. 10 km testen. Wegen zusätzlich anderer Beschwerden konnte ich jetzt lange gar keine größeren Strecken  mehr gehen (zeitenweise kaum 1 km). Aber jetzt sieht's schon wieder viel besser aus.
Aber ich muss sagen, es fällt sehr schwer, einzusehen, dass man nicht mehr so viel leisten kann, wie noch vor 10, 20 Jahren. Man, zumindest ich, kommt sich eigentlich doch noch ganz rüstig vor, da passt das nicht dazu. Und wenn einem dann das einige Jährchen ältere Ehegesponst in Kondition noch locker was vormacht, guckt man schon bisschen kariert aus der Wäsche.
Wir möchten halt keine solch faulen Sesselpupser werden, wenn es irgend geht. Aber manchmal muss man schon den inneren Schweinehund überwinden und sich mühsam aufraffen.

@Marina
Die Wander- und sonstigen Angbote, zu denen wir uns "eingeschrieben" hatten, werden im Winter von der Gemeinde Calvià für Winter-Touristen angeboten und die Programme liegen in den Hotels und Touristenbüros aus = "Winterprogramm...". Also leider nur für Touristen, um diese in der saure-Gurken-Zeit anzulocken.
Wir hatten davon erstmals im letzten Jahr etwas wahrgenommen. Ganz früher haben wir über den Reiseveranstalter (gegen Bezahlung) mal eine Wanderung gebucht oder immer mal wieder zwischendrin einen speziellen Ausflug mit Kleinbussen.
Einerseits wandern wir nicht gerne in der Gruppe sondern lieber nach unserem eigenen Tempo, Können und Wollen. Aber manchmal ist es doch aus unterschiedlichen Gründen ganz angebracht, nett und man erfährt auch viel.
Die AufforstungsAktion war auch von dem Winterprogramm. Und warum sollen wir nicht auch mal was für unsere Lieblingsinsel tun? Wir freuen uns doch auch dran, wenn alles wieder grün wird. Ist mal was ganz anderes! Gegen Schluss des Urlaubs sind wir auch nochmals hingefahren und hatten in lauter estra dafür gesammelten Wasserkanistern Gießwasser für unsere jungen Pflanzen mitgenommen, um sie nochmals kräftig zu wässern.

Spargelsprossen habe ich -auch zu dieser Jahreszeit- schon büschelweise gesehen - aber immer nur in den Händen der anderen. Vielleicht zeigst du mir mal welche.

@herby
War Derjenige, der mich am meisten dazu ermutigt hatte, auch solch langen Bericht hier einzustellen. Und wie es aussieht, hattest du Recht, herby. Danke! Und ich schreibe (und lese) ja auch furchtbar gern.
Unsere Wanderungen bleiben inzwischen ja weit hinter euren eigenen an Länge und Schwierigkeit zurück. Aber man, bzw. ich, sollte dankbar sein und nach vorne schauen, wenn ich die Knochen überhaupt noch bewegen kann.

@seven
Du kannst z.B. bestimmt gut nachfühlen, wie es ist, wenn man eben nicht mehr so kann, wie man gern wollte. Und ich habe jetzt erfahren müssen, um wieviel schwerer das Akzeptieren des eigenen Nichtkönnens ist als ich glaubte.
Ich wurde dermaßen unzufrieden und mit mir selbst unleidlich, dass wir tatsächlich im Holland-Urlaub zunächst auf Autoausflüge ausweichen mussten (widerstrebt uns ziemlich), bis ich wieder etwas besser krauchen konnte und besser drauf war. Dort hatten wir aber dann auch unsere Räder mit, das ging dann zunehmend etwas besser als laufen.

@krummi
Du machst mir ja richtig Angst: schickst du jetzt womöglich die Rechnung für die Flugkosten? Weil "wir dran schuld sind"?
Im Ernst, es freut mich, dass du so spontan was Günstiges erwischen konntest. Wer weiß, vielleicht sind wir zu der Zeit auch da, dann könnten wir uns wenigstens mit einem Kaffee an deinen Kosten beteiligen. Du kommst ja sowieso irgendwann mal ins "Los Poetas" und damit in unsere Ecke.

Und nun wünsche ich allen ein schönes Wochenende und nochmals danke
Str-Omi
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Offline Nanchen123

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Antwort #11 am:
21, August, 2016, 08:14:30
Super. Vielen vielen Dank. Auch ich werde solche Touren nicht mehr machen können. Deshalb schön, hier lesen zu können.  :-bd

LG Nanchen  :-h

Offline krummi

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Antwort #12 am:
21, August, 2016, 08:48:05
Guten Morgen Str-Omi,

ja, das können wir gerne machen, falls ihr kommendes Jahr wieder einen Winteraufenthalt geplant habt und zur gleichen Zeit vor Ort seid...
Im Linda Playa habe ich auch schon gewohnt, allerdings war das noch zu Zeiten, bevor es renoviert wurde  :) aber sollte ich außnahmsweise  :D mal im Los Poetas sein, sage ich Bescheid!

LG
Bjoern

P.S. @Herby: kennst du eigentlich das Los Poetas?

Offline Verano

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Antwort #13 am:
21, August, 2016, 09:48:37
Moin,

vielen Dank für den Zeitvertreib mit Deinem Reisebericht, den ich jetzt über das Wochenende verteilt, gelesen habe.

Ihr seid ja ganz schön fleissig unterwegs gewesen. Sollten wir mal im Westen verweilen, werde ich mich wandertechnisch an Dich wenden.

Gute Besserung für die Knochen!

Ulliegruß

Offline Odenwälderin

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Antwort #14 am:
21, August, 2016, 12:18:29
Sehr schöner Bericht.
DANKE!! :)
Grüßjen





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