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Autor Thema: Was ist da eigentlich los?  (Gelesen 10192 mal)

Offline lenamar

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Antwort #15 am:
27, Oktober, 2015, 15:53:11
Abgesehen von einigen wenigen Künstlern wohnen ja die wenigsten monatelang in einem Hotel.
Bei Wohnungen, gab es da nicht eine Unterscheidung zwischen touristischer Vermietung und Langzeitvermietung bei Dauer
ab 2 Monaten?

lg lenamar
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Offline herbycon

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Antwort #16 am:
27, Oktober, 2015, 15:57:40
bin zwar nicht Micha...aber die Tourismussteuer soll nur für Hotelgäste, Mieter von Ferienwohnungen und Kreuzfahrer gelten...also nicht wie in deinem Fall für eine nicht touristische Langfristmiete (unterstellt du mietest tatsächlich für mehrere Monate...)
Also, ich miete genau 5 Monate. Das wäre dann die von dir aufgeführte "touristische Langzeitmiete",
nehme ich an. Ich wohne aber in dieser Zeit in einer Ferienwohnung. Do greift doch die Touristensteuer
auch, oder?

Offline Micha

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Antwort #17 am:
27, Oktober, 2015, 16:09:29
Herby, davon ausgehend dass meines Wissenstandes nach Privatwohnungen in Mehrfamilienhäusern, die keine geschlossene Apartmentanlage mit Hotel-Lizenz darstellen, laut derzeitiger Gesetzeslage nicht touristisch vermarktet dürfen, du aber ja bekanntermaßen Appartments in Mehrfamilienhäusern angemietet hast, ist es schwerlich vorstellbar dass die Vermieter ihre Einkünfte melden und somit "Touristensteuerpflichtig" sind.

Offline herbycon

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Antwort #18 am:
27, Oktober, 2015, 16:54:35
@ Micha: Bis auf eine Ausnahme hatte ich immer hochprofessionelle Vermieter, eingetragene Firmen mit ordnungsgemaessen Mietvertraegen. So gesehen werde ich wohl auch diesmal in den sauren Apfel beissen muessen. Wie gesagt: Nichts dagegen, Touristensteuer bezahlen zu muessen. Aber dafuer dann gleichzeitig weniger Straßencafés und höhere Preise (irgendwo wollen die Betreiber von Straßencafés ja die anfallenden Mehrkosten wieder reinholen) - diese Kombination finde ich nicht gut. Werde ich deshalb meiner Lieblingsinsel den Rücken kehren? Natürlich nicht. Aber hinterfragen sollte man sowas schon mal dürfen.

Offline Lapampas

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Antwort #19 am:
27, Oktober, 2015, 23:22:40
Die Frage ist auch mehr als berechtigt.. Jede Art von Investitionen werden gestoppt.. Sogar ein Solarpark mit einem Investitionsvolumen von 50 Mio. € der jährlich 1,5 Mio. Steuereinnahmen bringen würde .. Das Legalisierungsgesetz soll gestoppt werden.. Bisheriges Investvolumen 180 Mio. .. Die Bebauung in Aussenbereichen.. Die ganzen Steuererhöhungen bis hin zur Erhöhung der Vermögenssteuer.
Gleichzeitig wollte man mehr Schulden machen obwohl die Kassen sprudeln..
Wie das Geld neu verteilt wird steht fest .. Ob es ein richtiger Nachhaltiger Weg ist sei dahin gestellt.. Das nächste Wahlergebnis in vier Jahren wird es zeigen..

Offline Mallorcamanni

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Antwort #20 am:
03, Dezember, 2015, 08:02:33
Also, politisch habe ich mich bisher bis auf das Lesen von Mallorca-Zeitung und Mallorca-Magazin - auch online - recht wenig "gebildet". Ganz ehrlich kapiere ich es auch nicht richtig: im Sommer sind es täglich über 800 Starts und Landungen gewesen, die ganzen Kreuzfahrtschiffe, die Fähren...da müssen doch Unsummen von Steuern zusammenkommen. Ich bin hier in D eher geizig aber der Kaffee überall auf Mallarca schmeckt so gut (ich finde es so toll wenn die heiße Milch am Tisch eingekippt wird :-)) und so seht Ihr mich mindestens 2-3 / Tag irgendwo ein Käffchen con leche trinken und überall bekomme ich eine Quittung auf den Tisch gelegt, d. h. dort wird brav alles angegeben...die Steuereinnahmen müssen doch gut sein, oder irre ich da? Verschwendung (Bahnstrecke) etc.: in Son Servera war ich mit unserem Sohn auf dem Mandelblütenfest (ganz toll) und da ist mit die unfertige Bahnstrecke mit völlig neuem Bahnhofsgebäude aufgefallen. Da hatte ich mich gefragt, was das denn bitteschön soll? Oh je, überall das gleiche - Regierungen...! Touristensteuer: wenn ich jeden Tag 2 Euro zahlen muss, ganz ehrlich, wenn das der Insel zugute kommt kann doch keiner ein Problem damit haben - wo man im Urlaub doch gerne mal ein wenig mehr Geld hängen lässt. Und Leute wie Herby sind doch ein Segen für die Insel auch wenn er ggf. keine Touristeuer zahlen wird - er lässt sicherlich anderweitig genug Geld während seines Aufenthaltes hängen (mal abgesehen von diesen wirklich superklassetollen Fotos die beste Werbung für die Insel machen). Nur schnell noch ein Beispiel für die Situation der Wirte (ich hoffe, ich nerve niemanden mit meinem Getippe aber dank Handelsschule habe ich die Schnelltipperei immer noch ganz gut drauf): der Vermieter meines Sohnes nagt sicherlich nicht am Hungertuch (sonst hätte er die Wohnung direkt am Wasser im Son Caliu nicht kaufen können) aber dennoch öffnen seine Frau und er morgens um 7 Uhr das Café und wenn der Sohn nachts um 23 Uhr von der Arbeit aus Portals dort vorbeifährt, machen die meist gerade Feierabend (und mindestens einer von den beiden ist immer noch dort). Das macht doch niemand aus lauter Freude an der Arbeit, oder? Und einen Ruhetag gönnt man sich dort nur im Winter, 1 Woche Urlaub auch nur Winter...das macht niemand der das Geld nicht wirklich braucht...

Offline Llombardera

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Antwort #21 am:
03, Dezember, 2015, 10:51:43
In meinen Augen ist das Kernproblem, dass bei jedem Regierungswechsel erst mal alles, was die anderen gemacht haben, komplett rückgängig gemacht wird. Da wird nicht drüber nachgedacht, sondern das ist grundsätzlich so und war auch immer so. ;)

Nachhaltiges Wirtschaften ist so natürlich nicht möglich. Außerdem geben die Balearen immer mehr Steuern an die Zentralregierung in Madrid ab, als wieder zurückfließt. Und die ganze Korruption - bis dieser Sumpf wirklich ausgetrocknet ist, werden noch ein paar Jahrzehnte ins Land gehen.

Llombardera


Offline lenamar

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Antwort #22 am:
03, Dezember, 2015, 11:54:29
Und die ganze Korruption - bis dieser Sumpf wirklich ausgetrocknet ist, werden noch ein paar Jahrzehnte ins Land gehen.

Gibt es einen Anlaß zu hoffen, daß da überhaupt substantielle Fortschritte erreicht werden?
Natürlich wird das inzwischen überhaupt thematisiert und ein paar Leute sind verhaftet und sogar zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Aber ob das was an Strukturen ("eine Hand wäscht die andere") oder Mentalitäten verändert?

lg lenamar
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Offline herbstzeit

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Antwort #23 am:
03, Dezember, 2015, 13:31:19
diese Listen sind zwar nicht ganz ge-updated, aber eine ganz gut Übersicht bis 2013:
http://15mpedia.org/wiki/Lista_de_pol%c3%adticos_condenados

Und wir haben die (berechtigte?) Hoffnung, dass sich mit einer politischen Wende, mit jungen, (noch) unverdorbenen Visionären an der Spitze, auch der Korruptionspfuhl austrocknet, wie Llombardera das so schön sagt.

Es fängt schon mit der neuen Bürgermeisterin von Madrid, Manuela Carmena, an; die ist zwar alles andere als jung, ist aber das genaue Gegenteil ihrer prätentiösen Vorgängerin, Ana Botella, Ehefrau von José Maria Aznar. Wenn es Dich interessiert @lenamar, lies mal hier: https://es.wikipedia.org/wiki/Manuela_Carmena

Die Kommunalwahlen haben ja bereits eine deutliche Abkehr, vor allem gegen die PP und auch PSOE gezeigt.
Hier ist man jedenfalls bereits dabei, dass, von der PP restringierte Sanitärpersonal wieder aufzustocken und Nachmittagssprechstunden wieder einzurichten, usw.
Ich kann auch nicht Llombarderas Aussage zustimmen, dass die erste Amtshandlung neuer Regierungen das Abschaffen vorheriger Änderungen ist, es sei denn, sie gingen gegen die Überzeugung der neuen Regierungen, die waren ja nicht in der Opposition, um alles beim Alten zu lassen.

Diese Polemik über die Café Terrassen auf dem Borne ist natürlich albern, aber ich denke, dass sich da nicht viel ändern wird. Früher ging der Verkehr ja rechts vom Borne rein und auf der linken Seite raus aus der Stadt. Auf der rechten Seite war der Bürgersteig immer schon sehr schmal, dafür war er auf der linken Seite so breit, dass dort einige Cafeterias und Restaurants ihre großen Terrassen hatten - ich denke nur an "Antonios" oder das "Miami" (jetzt Bank), dazwischen war u.a. auch das  Cine Born (jetzt Zaras)
Ich persönlich finde hübsche und geschmackvolle Bestuhlung auch ansprechend und der untere Teil bietet ja noch Platz genug für Buchmesse, etc.
"Reisen macht bescheiden. Es lässt dich erkennen, was für einen winzigen Platz in der Welt du einnimmst."

(Gustave Flaubert)





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