Casa Nova Properties Immobilien Mallorca Webdesign Mallorca
 

Autor Thema: Neues zur Katalonien-Krise  (Gelesen 13110 mal)

Offline Ratze

  • MF-Team
  • Insel-Veteran
  • *****
  • Beiträge: 1861
Antwort #105 am:
25, Juli, 2018, 14:05:42
Puigdemont will zurück nach Belgien und von dort weiter für die katalanische Unabhängigkeit kämpfen, berichtet u.a. Spiegel online
Wenn du das Paradies ertragen kannst, komm nach Mallorca
Gertrude Stein

Offline Prensal Blanc

  • Insel-Veteran
  • *****
  • Beiträge: 1906
Antwort #106 am:
25, Juli, 2018, 15:00:10
In Belgien hat man damit große Erfahrung.
(Er könnte dort auch für die Unabhängigkeit der Flamen oder Wallonen kämpfen.)

Offline Ratze

  • MF-Team
  • Insel-Veteran
  • *****
  • Beiträge: 1861
Antwort #107 am:
25, Juli, 2018, 16:44:15
Ja, aber in Belgien haben sie mit Philippe ein Bindeglied, während in Spanien Felipe ja eher ein Hardliner ist!
Wenn du das Paradies ertragen kannst, komm nach Mallorca
Gertrude Stein

Offline margit

  • Insel-Veteran
  • *****
  • Beiträge: 5502
Antwort #108 am:
28, Juli, 2018, 17:06:22
Wieder zurück in Belgien, kündigt P. An, weiter für seine Sache weiterzukämpfen,
Wer und wie wird dies finanziert ? :-?


Offline Sunny44

  • Insel-Freund
  • **
  • Beiträge: 67
  • Sorry, not on FAKEBOOK ...
Antwort #109 am:
28, Juli, 2018, 19:32:52
Wieder zurück in Belgien, kündigt P. An, weiter für seine Sache weiterzukämpfen,
Wer und wie wird dies finanziert ? :-?
Frag ihn einfach: https://twitter.com/krls?lang=de

Offline mmueller52

  • Insel-Kenner
  • ****
  • Beiträge: 506
Antwort #110 am:
29, Juli, 2018, 12:43:07
Es ehrt die Diskutanten in diesem Thread, dass sie vorwiegend unemotional und sachlich zum Thema Katalonienkrise beitragen. Indes: “ich bin des trock’nen Tons nun satt, muss wieder recht den Teufel spielen” (Mephisto in “Faust I”). Will sagen: sperrt den Aufwiegler Puigdemont endlich ein! Sein Tun und Trachten verstößt gegen die spanische Verfassung und ist anachronistisch und in einem vereinten Europa völlig unangebracht. Erstaunlicherweise hat er seine Unterstützer vor allem im linken Lager. In Deutschland sind derart provinzielle und rückwärts gewandte Bestrebungen eher im rechten Parteienspektrum verortet. Dass Franco den Katalanen bis zu seinem Tod 1975 übel mitgespielt hat, ist eine Erklärung, aber keine Rechtfertigung. Dieser Hintergrund bis zurück in den Bürgerkrieg wird unter anderem in einem Beitrag der Reihe “ZDF History” dargestellt. Für Interessierte hier der Link:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdf-history/franco---spaniens-ewiger-diktator-100.html

Gruß Martin


Gesendet von iPhone mit Tapatalk

Offline Paradiesvogel

  • Insel-Kenner
  • ****
  • Beiträge: 594
  • Ein Lied, ein Tanz, eine Freude
Antwort #111 am:
29, Juli, 2018, 19:17:39
@ mmueller52:
Wir hatten im Vorläufer-Thread und auch in diesem bereits sehr emotionale Kommentare und fast Anfeindungen, wie leider recht häufig im Forum wenn ein Thema länger diskutiert wird.
Insofern bin ich persönlich froh, dass wir nunmehr in diesem Thread einen sachlich-informativen Ton erreicht haben und hoffentlich auch behalten werden.

Wenn ein deutsches Oberlandesgericht keine Gründe für ein 'Einsperren des Aufwieglers' (deine Worte) fand, welche hättest du denn?

Wenn du die Folter- und Erschießungskommandos, die Massenmorde und Vergewaltigungen der Franco-Faschisten in Katalonien als lediglich denen 'übel mitgespielt' bezeichnest, dann solltest du vielleicht einmal etwas gründlicher nachdenken  :-?

Ich lebe teilzeit in Katalonien und das o.a. Trauma ist bis heute noch nicht überwunden. Der Gedanke der eigenen Republik wird von sehr vielen Katalanen vehement verfolgt (auch ohne Puigdemont), obwohl womöglich nicht zeitgemäß oder sogar schädlich für Land und Leute.
Vielleicht ist das einfach eine Art Vergangenheitsbewältigung. Dass es in absehbarer Zeit zur eigenen Republik kommt, glauben allerdings eher die wenigsten.
Auch in Frankreich, wo das heutige 'Nordkatalonien' im Zuge des 'Pyrenäenfriedens' vor mehr als 300 Jahren vom spanischen König an Frankreich abgetreten wurde, wäre man einem Zusammenschluss mit 'Südkatalonien' in Spanien nicht abgeneigt. (P.S.: mir sind die politische Situation und auch die Machtverhältnisse in Bezug auf nationale Grenzen sehr bewusst).
Alles in allem ein Thema welches uns wohl noch recht lange beschäftigen wird - und wer weiß wie z.B. Schottland reagieren wird, sollte es wirklich zum harten Brexit kommen.....
Bleiben wir also möglichst sachlich interessiert!

Offline mmueller52

  • Insel-Kenner
  • ****
  • Beiträge: 506
Antwort #112 am:
31, August, 2018, 16:04:42
Leserbriefe an den SPIEGEL (Ausgabe 35 vom 25.08.2018). Ich lasse sie mal unkommentiert, obwohl sie von mir sein könnten.



Gesendet von iPhone mit Tapatalk

Offline herbstzeit

  • Insel-Veteran
  • *****
  • Beiträge: 5105
Antwort #113 am:
31, August, 2018, 18:36:46
Leserbriefe an den SPIEGEL (Ausgabe 35 vom 25.08.2018). Ich lasse sie mal unkommentiert, obwohl sie von mir sein könnten.

Danke, von mir auch!
Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.

(John Lennon)

Offline Paradiesvogel

  • Insel-Kenner
  • ****
  • Beiträge: 594
  • Ein Lied, ein Tanz, eine Freude
Antwort #114 am:
05, September, 2018, 11:31:39
Der Große Marsch

Am Abend des 4.9.2018 hat der katalanische Regionalpresident Quim Torra eine Rede im Nationaltheater von Barcelona gehalten in welcher er seine Strategie für Kataloniens Weg in die Unabhängigkeit in einem 7-Punkte-Plan ausführlich darlegte.
Neben einem Marsch durch viele Städte in Katalonien und Spanien - wie auch durch die Institutionen und Verhandlungen -, soll der Weg der Internationalisierung des Konflikts beschritten werden, wobei mehrfach die absolute Friedlichkeit des Vorgehens beschworen wurde.
Der Kampf zur Befreiung der politischen Gefangenen soll ebenfalls fortgesetzt werden, unter anderem durch das bereits laufende Verfahren am Europäischen Gerichtshof gegen den zuständigen Richter des spanischen Obersten Gerichts PABLO LLARENA, dort angeklagt wegen Rechtsbeugung. Er ist für die entsprechenden Haftbefehle verantwortlich.

Ebenfalls am 4.9.2018 wurde Herr Torra von spanischen Kongress zu einer dortigen Rede und Diskussion über die Situation in Katalonien eingeladen.

Schwer zu sagen, wie sich die Dinge weiter entwickeln werden, aber wer hätte z.B. geglaubt, dass die Berliner Mauer bereits zu unseren Lebzeiten fallen würde?

Insofern kann man zu Torras Rede vielleicht sagen: die Hoffnung stirbt zuletzt.

Hier die komplette Ansprache auf Englisch:

http://premsa.gencat.cat/pres_fsvp/AppJava/notapremsavw/307783/ca/our-moment-president-quim-torra-address.do

Offline Ratze

  • MF-Team
  • Insel-Veteran
  • *****
  • Beiträge: 1861
Antwort #115 am:
12, September, 2018, 12:16:15
Die Separatisten haben die Diada, den Feiertag der Katalanen, und die mit hundertausenden Demonstraten durchgeführte Kundgebung als Auftakt für einen "Herbst des Protestes" angesehen (s. diesen Beitrag der Tagesschau) . Hoffen wir mal, das alles friedlich verläuft und sie endluch eine Einigung finden (die Katalanen und die Zentralregierung).

Grüße
Rainer

Wenn du das Paradies ertragen kannst, komm nach Mallorca
Gertrude Stein

Offline Paradiesvogel

  • Insel-Kenner
  • ****
  • Beiträge: 594
  • Ein Lied, ein Tanz, eine Freude
Antwort #116 am:
27, September, 2018, 12:08:02
Manuel Valls, der vormalige Premierminister Frankreichs und gebürtiger Katalane, möchte Bürgermeister von Barcelona werden.
Seine öffentliche Absichtserklärung zur Kandidatur für das Bürgermeisteramt löste eine Vielzahl widersprüchlicher Reaktionen aller Parteien in Katalonien aus.
Manuel Valls möchte die amtierende Bürgermeisterin Ada Colau entthronen und stellt seine Vision für 'Barcelona, die europäische Hauptstadt' vor, alles in einem ungeteilten Spanien. Er sucht eine parteiübergreifende Unterstützung für seine Wahl.
Bislang hat sich nur die bürgerliche 'Ciudadanos' zu seiner Unterstützung bekannt, aber die Angelegenheit ist ja noch sehr neu und man kann gespannt sein, wie ein so hochrangiger internationaler Politiker in Barcelona abschneiden wird.

Offline Paradiesvogel

  • Insel-Kenner
  • ****
  • Beiträge: 594
  • Ein Lied, ein Tanz, eine Freude
Antwort #117 am:
03, Oktober, 2018, 10:15:32
Ultimatum für ein Referendum:
Regionalpräsident Torra gab dem spanischen Präsidenten einen Monat, um einen Vorschlag für ein Referendum über die Selbstbestimmung Kataloniens vorzulegen oder sich dem Zusammenbruch seiner Minderheitsregierung zu stellen. Das katalanische Parlamentsplenum tagte heute zum ersten Mal seit der Sommerpause und diese eine seiner ersten Entscheidungen veranlasste die Oppositionspartei bereits, eine Klage gegen den Parlamentssprecher anzukündigen.
Vorausgegangen waren große Proteste der Bevölkerung gestern Abend vor dem Parlamentsgebäude mit dem Ziel der Unabhängigkeit. [Quelle: CatalanNews vom heutigen Tage]





Unsere Sponsoren: