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Autor Thema: Flüchtlingsthema kommt auf Mallorca an  (Gelesen 54237 mal)

Offline Daniel

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Antwort #30 am:
11, September, 2015, 22:07:51
Ich bin weit davon entfernt das Forum in Sippenhaft zu nehmen, nur wenn so ein Dreck hier unter Pseudonym zugelassen wird, dann ist dies eben für mich und nur für mich ein Grund zu gehen, nicht mehr und nicht weniger.

Wird nicht zugelassen, in den AGB steht...

Zitat
Jede Form von Diskriminierung anderer Menschen sowie sonstige schwerwiegende Verstöße gegen die Netiquette.

... wir lassen "Efimera" aber zunächst dennoch den zeitlichen Raum um auf unsere direkte Ansprache per PN und den anderen Meinungen hier zu kommunizieren. Wir wollen uns nicht dem Vorwurf der Zensur aussetzen und einfach nur reflexartig zu reagieren.

LG Daniel

2010Mallorcafan

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Antwort #31 am:
11, September, 2015, 22:12:00
Danke Daniel

Offline Str-Omi

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Antwort #32 am:
11, September, 2015, 22:26:12
Diese Antwort schrieb ich schon vor vielen Stunden - sie war aber aus unerklärlichen Gründen nicht gesendet worden.

@chico >:D<

Auch wenn es in allen -egal welchen- Gruppierungen immer mal einige wenige gibt, die die Siutationen für höchst eingennützige Zwecke schamlos ausnutzen, darf man das nicht die vielen, vielen, vielen armen Menschen büßen lassen, die nur um ihre nackte Existenz und die ihrer Lieben fürchten.

@Efimera, glaubst Du, die Menschen lassen aus lauter Übermut all' das Vertraute, ihre Identität, ihr Heim, ihr weniges Hab und Gut, Freunde und Familie zurück - um diese strapaziöse und gefährliche Flucht, deren Ausgang sie nicht kennen, auf sich zu nehmen?
Dir mit Deiner Einstellung, wünsche ich von Herzen einige Jahre "Flüchtlingsdasein" mit allem, aber wirklich allem was dazu gehört (auch das Spüren des Hasses von Menschen mit Ansichten wie Deiner) !

Str-Omi,
die aus eigener Erfahrung weiß, was es heißt, "Flüchtling mit nichts, außer dem was man am Körper trägt," zu sein
Schenke Jedem ein Lächeln. Ein Lächeln kostet nichts und schafft viel. Es bereichert die, die es empfangen ohne denen zu gehören, die es geben. Und Niemand hat ein Lächeln nötiger, als Derjenige, der selbst keines kennt.

Efímera

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Antwort #33 am:
11, September, 2015, 22:55:00
Guten Abend,

mit Widerspruch hab ich ja gerechnet, mit so hefigem allerdings nicht. Und Privatpost hab ich auch. Danke.

Wir werden nicht auf einen Nenner kommen. Es ist auch nicht die Plattform für solche Themen.

An der Tatsache, dass Spanien, genauso wie Portugal, Polen, Rumänien, Bulgarien und vielé andere unter den 26 EG-Staaten, alles friedliche, sichere Länder ohne Krieg, Folter,  Diktatur, für den Zustrom uninterssant sind, ändert das nichts, weist aber auf die Motive der Zuwanderer.

Die Nazikeule und die rechsradikale Ecke, die Fremdenfeindlichkeit  sind Standartargumente gegen jeden, der in  Fragen von Zuwanderung und Intergration nicht mit der europäischen Politik und dem Mainstream einverstanden ist. Nachgeredete Parolen.

Wer zum Thema Zuwanderung und Integration mich etwas lehren möchte, hebe den Finger.

Wie dem auch sei, ich bin nicht einverstanden, das darf ich doch, nur sagen darf ich es nicht. Das gab es in DE schon einmal, ist schon etwas länger her: Sire, geben Sie Ged...................   und so weiter.

Sowohl die betroffenen Staaten als auch die Verursacher brechen Recht, die Staaten dasjenige, das sie selbst geschrieben haben und die anderen das der Zuwanderländer und zeigen schon einmal, was sie von der abendländischen Rechtsordnung halten.  Würden nur die europäischen Regeln eingehalten, würde nur das im Grundgestz definierte Asylrecht nach den Buchstaben des Gesetzes angewendet, wäre ein sehr grosser Anteil der Problematik lösbar. Das Recht auf Asyl ist klar definiert.

Es gibt da die Anmerkung von Chico:

i
Zitat
ch bin sprachlos. Ich hoffe, dass weder du noch deine Kinder je aus einem Land flüchten müssen und dann auf Menschen treffen mit deiner Einstellung.

Da kommst Du leider zu spät. Ich bin schon nicht mehr taufrisch, das hab ich hinter mir, weshalb mir, wenn ich vergleiche, die Bezeichnung Flüchtling für die allermeisten unzutreffend erscheint.

Meine Flucht gestaltete sich, nach 2-maliger Ausbombung,  nach dem Zurammenraffen innerhalb von 3 Stunden der Sachen, die auf einen Karren passen, im Winter mit dem Pferdetreck, der Krieg war noch nicht ganz zu Ende,  unter ständigem Tieffliegerbeschuß, was uns jedes Mal in den nassen Strassengraben Zwang, verdreckt, verlumpt, verlaust, unterernährt und verpickelt. Das war unser Preis für das Handeln des Geisteskranken, der, wenn ich alte Dokumente sehe,  auch bis zuletzt breite Unterstützung im Volk hatte.

Eine Empfehlung, ein dünnes Büchlein: Gustave le Bon, Die Psychologie der Massen.

Viele von denen, die jetzt flüchten, zuminderst die, die im TV erscheinen, sind bestens gekleidet, nicht so billige NIKE und Adidas - Textilien, die Damen saubere, gebügelte Kopftücher,  geschminkt und gepudert, die Augenbrauen gezupft, die Lippen gestylt und offensichtlich mit reichlich Barem ausgestattet.
 
Das war es von mir.

Schönes sonniges Wochenende denen im Lande, Efímera ist kurzlebig, eigenlich schon lange überfällig, und wenn sie hier nicht ins Konzept passt, tut sie das, was ihr Lebenzweck ist,  sie haucht es aus.





Offline mallefitz

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Antwort #34 am:
11, September, 2015, 23:26:49
Die Nazikeule und die rechsradikale Ecke, die Fremdenfeindlichkeit sind Standartargumente gegen jeden, der in  Fragen von Zuwanderung und Intergration nicht mit der europäischen Politik und dem Mainstream einverstanden ist. Nachgeredete Parolen.

Das ist genau das, was mich so nervt an Leuten wir Dir, die pauschal ganze Gruppen von Menschen verunglimpfen, indem sie sie als "Schmarotzer" bezeichnen. Wenn's dann Gegenwind gibt, dann wird wieder rumgeheult: Mimimimi, man kann ja nichtmal seine Meinung sagen, mimimimi, Lügenpresse, mimimimi, ich bin doch gar nicht ausländerfeindlich, mimimimi.

Kein Mensch hat was gegen eine sachliche Debatte. Also ich jedenfalls nicht. Aber bitte, dann lass uns die auch auf einem entsprechenden Niveau und mit Argumenten führen, statt pauschal extrem herabwertende Parolen zu verbreiten. Allerdings habe ich da so meine Zweifel, ob das mit Dir möglich ist. Denn Du scheinst ja doch recht festgefahren zu sein auf Deinem Standpunkt. Denn wer schon ganz am Anfang seiner Argumentation verkündet, man werde ja eh nicht "auf einen gemeinsamen Nenner" kommen, der hat dann daran wohl auch kein allzu gesteigertes Interesse.

Und noch eins: Wie man selbst vor dem Krieg geflohen sein und dann anderen Flüchtlingen vorwerfen kann, denen gehe es nicht dreckig genug, die wären ja eigentlich noch ganz gut gekleidet und deshalb eigentlich gar keine echten Flüchtlinge, das verstehe ich nun gar nicht. Kann ich mir eigentlich nur mit einem ausgeprägten Komplex erklären. So nach dem Motto: Mir geht's so dreckig, niemand hat es je so schlimm gehabt wie ich, da reicht kein Leid eines anderen ran. Sorry, aber das ist arm.

Nachtrag: Ich finde es schon reichlich zynisch, angesichts tausender Migranten, die in diesem Jahr bereits im Mitttelmeer ertrunken sind, zu schreiben, die seien"bestens gekleidet", trügen "nicht so billige NIKE und Adidas - Textilien, die Damen saubere, gebügelte Kopftücher", seien "geschminkt und gepudert, die Augenbrauen gezupft, die Lippen gestylt und offensichtlich mit reichlich Barem ausgestattet". Tut mir leid, aber das ist menschenverachtend.
« Letzte Änderung: 11, September, 2015, 23:39:49 von mallefitz »

Offline krummi

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Antwort #35 am:
11, September, 2015, 23:37:13
Liebe/r Efimera,

so wie du "deine" Flucht beschreibst, erging es vielen Syrern in den letzten Wochen bestimmt auch... wenn du dies dann in Antwort #1 als Sozialschmarotzen betitelst, kann ich nur mitleidig den Kopf über dich und dein Gedankengut schütteln!
Dem Thema Wirtschaftsflüchtling aus den relevanten Balkanländern kann man durchaus kritisch gegenüberstehen, aber bitte keinesfalls auch nur einem einzigen Kriegsflüchtling, der aus Todesangst und einer kranken Ideologie wie die der IS aus dem eigenen Land flüchten muss... und wenn Efimera hier im Forum kurzlebig sein möchte, dann wünsche ich dir noch ein schönes, restliches Leben!
AUF WIEDERSEHEN!!!

Offline Enigma

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Antwort #36 am:
12, September, 2015, 00:45:22
Du widerst mich an, Efimera!

Fahr mal schön in den Osten und werfe Steine auf Menschen wie deine Kameraden, mit denen du symphatisierst, es so machen.

Finde bitte weiterhin toll, das Menschen sterben. In der Hoffnung auf ein wenig Leben selbiges riskieren. Dabei zusehen müssen wie ihre Kinder elendig im Meer ersaufen.

Sorry, aber du hast sie nicht mehr alle beisammen in deinem erbärmlichen Oberstübchen.

Da hilft auch keine Diskussion, oder gar der Versuch dich von deinem Irrglaube abzubringen.

Für Mitmenschen wie dich kann man sich nur abgrundtief schämen.

Schnüre bitte deine Stiefel und mA****iere ab. Mit dir möchte ich nicht gemeinsam in einem Forum diskutieren.
Deine besorgte Bürger und Pegida Rhetorik kannst du dir da hin stecken wo die Sonne nicht scheint.

Hau ab und komme nicht wieder, du wirst hier nicht benötigt!



2010Mallorcafan

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Antwort #37 am:
12, September, 2015, 04:06:38
Daniel und Petra, braucht Ihr noch mehr? Der Typ höheren Alters ist absolut krank im Kopf. Einer der ewigen Gestrigen. Da muss wohl bei seiner Integration nach seiner Flucht was falsch gelaufen sein

Offline seven

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Antwort #38 am:
12, September, 2015, 06:25:12
Ich finde es bemerkenswert, dass Efimera sich doch ausführlich geäußert hat ... ich hätte damit nicht gerechnet.

Die Diskussion war aber eigentlich schon mit dem Satz: Wir werden nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen beendet.

Die Kriegserlebnisse, auch wenn sie denn schon 70 Jahre zurückliegen und dementsprechend wohl nur als Kind prägend erlebt wurden, haben auch andere im 2. Weltkrieg mitgemacht ... meine Oma musste damals nach der Ausbombung von Wuppertal nach Apolda ... zu Fuss mit 2 kleinen Kindern, meine Mutter war 1 Jahr alt und mein Opa irgendwo in Russland von einer Granate zerfetzt. Nur um dann vor der Tür der Verwandtschaft zu stehen und nicht aufgenommen zu werden. Das ganze hat sie aber nicht verbittert werden lassen, sondern sie war immer ein herzensguter Mensch, der für andere da war.

Aus der eigenen Geschichte aber nun solche Schlüsse zu ziehen wie Efimera, dass nämlich die Flüchtlinge alle nur zum schmarotzen hierherkämen, weil sie noch Kleidung besitzen (die sie tragen) und ggf auch noch ein Handy haben (hätte man ja auch in Syrien lassen können) und ggf wenn sie hier ankommen auch noch mal Kamm und Bürste benutzt haben, die ist so weit hergeholt, dass es weh tut.
Efimera, Du und Deine Familie seid nach eurer Flucht doch auch irgendwo aufgenommen worden. Und die Leute, die euch damals geholfen haben, die hatten sicher weit weniger als wir alle heute.

Als nach Ende des Krieges die KZ geräumt wurden, standen zigtausende Überlebende vor dem gleichen Problem wie die Syrer heute, nämlich wohin. Der Aufschrei über die KZ war gross, aber niemand wollte die Menschen aufnehmen. Die Briten gingen damals sogar soweit, jüdische Überlebende, die nach Palästina einreisen wollten, wieder zurück nach Deutschland zu schicken.
Wäre das auch Dein Vorschlag? Zurück ins Heimatland um sich dort dann wirklich ermorden zu lassen?

Ich hatte es gestern schon geschrieben, die EU Politik und die Abarbeitung der Asylanträge, da kann und muss nachgebessert werden. Menschen, die aus einem "sicheren" Land hierher möchten, wohl wissend, dass sie kein Asyl erhalten werden, müssen erst gar nicht die Möglichkeit zur Einreise bekommen. Auch die Abschiebung der Ostblockeinwohner, deren Asylanträge bereits abgelehnt wurden, muss schneller gehen und darf sich nicht über bis zu 2 Jahren hinziehen. Dann wäre auch Platz für die wirklichen Asylanten, die man nicht notdürftig in Zelten unterbringen müsste.
Aber wir werden hier und jetzt sicher nicht diese Welle der "Völkerwanderung" klären können.

Für mich ist es schade, dass sich jemand mit eigenen Fluchterfahrungen hinstellt und sich gemein macht mit dem Pöbel, der (nicht nur) in Ostdeutschland auf die Strasse geht, Steine schmeisst, alte Naziparolen skandiert und letztlich Brandsätze zündet.

Für Daniel und mich gibt es hier im Forum keine Plattform für Menschen mit dieser Einstellung. Das war, wie Daniel schrieb, auch schon gestern abend klar. Wir hatten nur beide gehofft, Efimera doch zu einer Entschuldigung für diese Äußerung bewegen zu können.
In der Sache als solcher liegt ein glatter schwerer Verstoss gegen unsere AGB vor und wir werden Efimera aus dem Forum ausschließen.

Dass die ganze Sache so ausführlich geklärt wurde und wir nicht einfach die Sätze nur gelöscht haben, soll anderen als "Warnung" dienen.
Hier im MF gibt es keine Plattform für Fremdenfeindlichkeit und rechtsradikale Äußerungen!!!
Liebe Grüße Petra

katzeninnot-sessalines.jimdo.com

Offline lenamar

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Antwort #39 am:
12, September, 2015, 08:36:46
Sowohl die betroffenen Staaten als auch die Verursacher brechen Recht, die Staaten dasjenige, das sie selbst geschrieben haben und die anderen das der Zuwanderländer und zeigen schon einmal, was sie von der abendländischen Rechtsordnung halten.  Würden nur die europäischen Regeln eingehalten, würde nur das im Grundgestz definierte Asylrecht nach den Buchstaben des Gesetzes angewendet, wäre ein sehr grosser Anteil der Problematik lösbar. Das Recht auf Asyl ist klar definiert.

Nur mal dazu:
wenn die Dublin-Abkommen zur Anwendung kommen, gibt es soweit mir bekannt, keine Möglichkeit in Deutschland Asyl zu beantragen, ohne Gesetze zu brechen.
Eben weil man sich da registrieren lassen muß und seinen Antrag stellen, wo man zuerst den Boden eines EU-Landes betritt.
Und D hat nun mal keine EU-Außengrenzen. Mit dem Flieger einreisen ist auch nicht, da kein Ticket ohne Visum.
Wer nicht in Griechenland bleiben will (und gerade dort ist der Staat bekanntermaßen heillos überfordert), muß sich also Schleppern anvertrauen, das können ohnehin nur die, die zu Hause nicht zu den Allerärmsten gehörten (was aber ggf. nicht davor schützt, im Mittelmeer zu ertrinken oder in einem LKW zu ersticken).
Wer seinen Fluchtweg nicht verschleiert (Papiere vernichtet), wird unter Dublin II Bedingungen auch in das Erstaufnahmeland zurückgeschoben.
Genau dafür ist Dublin II gemacht worden, also um sich Bewerber "vom Hals" zu halten.
Insofern sehe ich da jetzt schon auch eine ganze Menge Doppelmoral, sich jetzt als "Retter" in die Brust zu werfen und aus der Not der eigenen Überforderung eine Tugend zu machen.

Und das Hauptproblem ist ja, daß dieser Krieg noch jahrelang weitergehen könnte, kein Ende in Sicht ist.

lg lenamar



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2010Mallorcafan

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Antwort #40 am:
12, September, 2015, 09:54:05
Gute und richtige Entscheidung.

Offline Wolli

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Antwort #41 am:
12, September, 2015, 10:00:53
Zitat von: lenamar link=topic=46121.msg292771#msg292771 date=
Wer seinen Fluchtweg nicht verschleiert (Papiere vernichtet), wird unter Dublin II Bedingungen auch in das Erstaufnahmeland zurückgeschoben.
Genau dafür ist Dublin II gemacht worden, also um sich Bewerber "vom Hals" zu halten.
Insofern sehe ich da jetzt schon auch eine ganze Menge Doppelmoral, sich jetzt als "Retter" in die Brust zu werfen und aus der Not der eigenen Überforderung eine Tugend zu machen.

Und das Hauptproblem ist ja, daß dieser Krieg noch jahrelang weitergehen könnte, kein Ende in Sicht ist.

lg lenamar



Wie genau meinst Du das jetzt? Wer macht aus der Not eine Tugend. Ich kann Dir nicht ganz folgen, würde es aber gerne.


Das Dublin-Abkommen war nie richtig zu Ende gedacht und wurde wohl nur von den betroffenen Staaten unterschrieben, weil sie im Gegenzug andere wie auch immer geartete Hilfen bekamen. Spätestens mit der grossen (so offiziell nicht absehbaren) Masse an Flüchtlingen verliert das Abkommen die Berechtigung.


Nicht anderes passiert ja auch aktuell, wenn Staaten wir Deutschland, und andere die nicht an den EUgrenzen liegt das Aufnahme- und Bewilligungsprocedere ebenfalls mitübernehmen.


Ist doch ok und wird doch so gemacht.


« Letzte Änderung: 12, September, 2015, 10:02:44 von Wolli »
Gruß Wolli

Offline lenamar

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Antwort #42 am:
12, September, 2015, 10:16:47
Wie genau meinst Du das jetzt? Wer macht aus der Not eine Tugend. Ich kann Dir nicht ganz folgen, würde es aber gerne.

Das Dublin-Abkommen war nie richtig zu Ende gedacht und wurde wohl nur von den betroffenen Staaten unterschrieben, weil sie im Gegenzug andere wie auch immer geartete Hilfen bekamen. Spätestens mit der grossen (so offiziell nicht absehbaren) Masse an Flüchtlingen verliert das Abkommen die Berechtigung.

Nicht anderes passiert ja auch aktuell, wenn Staaten wir Deutschland, und andere die nicht an den EUgrenzen liegt das Aufnahme- und Bewilligungsprocedere ebenfalls mitübernehmen.

Naja, eine gewisse Zwangslage (nicht nur für die Flüchtenden selbst) entsteht doch auch dadurch, daß von vormals 50.000 im Jahr, 200.000 im letzten Jahr und nun mehr oder weniger 1.000.000 "Einlaß begehren". Gewissermaßen haben doch alle Behörden die Kontrolle verloren. Und dem versucht man eben etwas Gutes abzugewinnen, um eben auch selbst gut dazustehen.

Bzgl. der Aussetzung von Dublin rudern ja inzwischen viele Stellen zurück. Mich würde auch gar nicht wundern, wenn hinter den Kulissen Orban Unterstützung für seinen neuen Eisernen Vorhang erhält.
Klar ist doch auch, daß der Rest Sozialstaat kollabiert, wenn das jahrelang so weiter geht.
Eine tragfähige Lösung habe ich aber natürlich auch nicht zu bieten, natürlich kann die EU die Nahost-Probleme nicht militärisch lösen und auch nicht die Flüchtlinge sich selbst überlassen.
Da ist wirklich buchstäblich guter Rat teuer.

lg lenamar
Je suis Charlie.

Offline Wolli

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Antwort #43 am:
12, September, 2015, 12:06:51
Ich lese bei Dir schon eine gewisse Skepsis heraus, ob die Aufnahme von Flüchtlingen und auch in der Anzahl "wirklich so richtig ist". Für mich ist das die Vorstufe, dass wir sie schlicht ablehnen sollten, möchte Dir das aber ganz grundsätzlich nicht unterstellen.

Ich bin derweil ein stückweit beruhigt, dass ich in einem Land lebe, das sich in dieser auch auf absehbaren Zeit nicht zu beantwortenden Frage so vorbildlich verhält, wie man es aktuell nur sein kann und m.E. auch sollte.

Wer, wenn nicht Europa und wer in Europa, wenn nicht D sollte den restlichen Staaten vormachen, wie einer solch vorliegende Situation zunächst zu begegnen ist ?

Überforderung? Ja, aber mangels Manpower zur Bewältigung und der zur Verfügungstellung von Lebensraum, sowie dem aktuell fehlenden Plan einer schnellstmöglichen Integration derer, für die wir das Asylrecht einmal geschaffen haben.

Letztlich geht's um Geld. Und Geld ist gerade in D und in der EU über alles gesehen reichlich da, allerdings für andere Verwendungen vorgesehen und bezogen auf die südlichen Länder, die ja zunächst am meisten betroffen sind, weniger.
Die Verabschiedungen von symbolischen Benchmarks (unsinnige schwarze Null) wahrscheinlich zum Zweck der Selbstbestätigung und Hinterlassen eines politischen Erbes würde schon mal helfen.

Die EU ist Friedensnobelpreisträger. Jetzt kann sich mal zeigen ob wir diesem Titel auch gerecht werden. Und einen Viktor Orban halte ich persönlich für ein bösartiges Geschwür in Europa, dem ganz grundsätzlich das Handwerk gelegt werden sollte. Nicht erst seit dem er einen Zaun (man stelle sich vor: In Europa wird wieder eine Barriere ähnlich der Mauer aufgebaut!) baut.

BTW..... was mir allerdings im Zusammenhang mit der "Willkommenskultur"  nicht genügend thematisiert wird, ist die wachsende Kriminalität, die zu fast 100% von denen ausgeht, die keinen Asylgrund haben, weil sie vor niemandem flüchten. Überwiegend stammen diese aus dem Balkan. Zum Glück aber ist das der aller geringste Anteil und es braucht einfach Zeit deren Motive zu entlarven. Durch reine Leibesvisitation geht das eben nicht, wenn kein Pass mehr da ist.
Gruß Wolli

Offline lenamar

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Antwort #44 am:
12, September, 2015, 12:21:04
BTW..... was mir allerdings im Zusammenhang mit der "Willkommenskultur"  nicht genügend thematisiert wird, ist die wachsende Kriminalität, die zu fast 100% von denen ausgeht, die keinen Asylgrund haben, weil sie vor niemandem flüchten. Überwiegend stammen diese aus dem Balkan. Zum Glück aber ist das der aller geringste Anteil und es braucht einfach Zeit deren Motive zu entlarven. Durch reine Leibesvisitation geht das eben nicht, wenn kein Pass mehr da ist.

Diese Aufspaltung (divide et impera) finde ich übrigens auch fragwürdig.
Mal eben alle Westbalkanländer zu sicheren Herkunftsländern erklären wollen, aus ganz pragmatischen Gründen, damit man deren Leute möglichst schnell wieder loswerden kann.
Ja, denen fallen keine Bomben auf den Kopf, evtl. haben sie trotzdem keine Unterkunft und die Kinder erfrieren vielleicht statt zu ertrinken.
Im Kosovo regiert die Mafia und Albanien hat die Blutrache, wo Unbeteiligte als Sühneopfer auserkoren werden. Da hat vielleicht der ein oder andere auch gute Gründe, dringend schnell weg zu müssen.
Natürlich können wir nicht auch noch alle Roma Südost- und Mittelosteuropas aufnehmen, aber da gehören gerade für Eu-Kandidaten ganz dringend Sozialprogramme her, damit die Bewohner zu Hause klar kommen können.
Das paßt aber genau nicht zum neoliberalen Kurs der EU.

Und ja, mir macht die schiere Masse der Ankömmlinge schon Sorgen, die große Zahl wird auch die Integrierbarkeit nicht leichter machen.
Was machen eigentlich die USA und vor allem die Golfstaaten so als potientelle Aufnahmestaaten? Die sind schließlich auch nicht ganz unbeteiligt an der aktuellen Krise.

lg lenamar
Je suis Charlie.





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