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Autor Thema: Testament in Spaien  (Gelesen 356 mal)

Offline Quadmaster

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am:
15, Januar, 2020, 14:39:47
Hola todos,
heute benötige ich mal Euer Schwarmwissen.
Ich habe gehört, dass es in Spanien keine freie Testamentswahl gibt. Bedeutet, dass man nicht verfügen kann wie und was man will. Weiter habe ich erfahren, dass Begünstigte im Original auf dem Testament unterschreiben müssen, wenn es z.B. um Wohnrechte geht. Dann wurde mir noch mitgeteilt, dass Testamente hier immer bei einem Notar hinterlegt werden müssen. Stimmt das???
Fragen über Fragen, aber ich hoffe, es gibt hier jemanden, der da auch schon Erfahrungen gesammelt hat.

Danke schon mal im Voraus  8)

Euer Quadmaster  8)

Offline philbehr

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Antwort #1 am:
15, Januar, 2020, 22:27:01
Als ich vor ein paar Jahren mein Haus gekauft habe, hatte ich gleich einen Anschlusstermin für das Testament. Ich habe meine beiden Kinder jeweils zu 50% als Erben eingesetzt. Sie waren nicht anwesend und mussten nicht unterschreiben. Die Personalien hatte ich dem Notar vorab gegeben. Das Ganze hat lediglich 100 Euro gekostet.

Die Eigentumsumschreibung soll in Spanien für die Erben mit einem Testament einfacher und schneller sein.

Offline herbstzeit

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Antwort #2 am:
16, Januar, 2020, 02:37:59
Ich habe gehört, dass es in Spanien keine freie Testamentswahl gibt. Bedeutet, dass man nicht verfügen kann wie und was man will.

Da hast Du offensichtlich falsch gehört, oder man hat Dir etwas Falsches erzählt. Selbstverständlich kannst Du verfügen, was Du willst, was aber nicht ausschließt, dass Pflichtanteile nun mal gesetzlich geregelt sind (z.B. Kinder).

Weiter habe ich erfahren, dass Begünstigte im Original auf dem Testament unterschreiben müssen, wenn es z.B. um Wohnrechte geht.
Auch diese Information ist falsch, Du solltest lediglich möglichst alle Daten des Begünstigten, plus evtl. Fotokopie des Passes/Ausweises hinterlegen.
Verbrieftes, notariell festgelegtes Wohnrecht des Begünstigten ist bindend, ABER, die rechtmäßigen Erben (evtl. Kinder), welche das Erbe antreten und somit Erbschaftssteuer entrichten müssen, sind Eigentümer der Latifunde. Der Wohnrechtbegünstigte (con derecho de usofructo) darf, wie verbrieft, bis an sein Lebensende wohnen, aber nicht z.B. vermieten, ohne das Einverständnis der rechtmäßigen Erben.

Dann wurde mir noch mitgeteilt, dass Testamente hier immer bei einem Notar hinterlegt werden müssen. Stimmt das???

Müssen muss gar nichts, Du kannst auch ein handgeschriebenes Testament in irgendeiner Schublade aufbewahren, was verloren gehen kann oder vernichtet, unterschlagen, oder sonstwie verschwinden kann, damit die logische, gesetzliche Erbfolge in Kraft treten kann, weil ja nichts anderes vorhanden....

Ein notarielles Testament, von welchem weder Begünstigte, noch Angehörige wissen müssen, kostet erheblich weniger, als eine Geburtstagsfeier, die Kopie wird in Madrid archiviert und ist zum notwendigen Zeitpunkt rechtsbindend abrufbar, Du bist somit auf der sicheren Seite und selbstverständlich bekommst Du das Original mit nach Hause...

@philbehr wir haben nur 50€ bezahlt.... ist zwar schon ein paar Jahre her, aber naja...

"Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu entdecken: Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht."

(Ralph Waldo Emerson)

Offline Quadmaster

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Antwort #3 am:
16, Januar, 2020, 09:21:58
Hola todos,
vielen lieben Dan für Eure Antworten.  :-bd

herbstzeit
Es ging nicht um Ausschluss oder Beschränkungen. Wir haben in einer Runde darüber gesprochen und es ging um das Berliner Testament, was hier angeblich nicht anerkannt wird. Da war ich etwas verwirrt.

Du: ...Verbrieftes, notariell festgelegtes Wohnrecht des Begünstigten ist bindend" und darum ging es auch. Es wurde behauptet, dass ein im Testament verfügtes Wohnrecht für die Erben nicht bindend ist. Nur dann, wenn man es notariell angezeigt/hinterlegt wurde und der Begünstigte im Original unterschrieben hat.
Das konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass es nur so geht.

Euer Quadmaster  ^:)^




Offline herbstzeit

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Antwort #4 am:
18, Januar, 2020, 20:02:17
Es ging nicht um Ausschluss oder Beschränkungen. Wir haben in einer Runde darüber gesprochen und es ging um das Berliner Testament, was hier angeblich nicht anerkannt wird. Da war ich etwas verwirrt.

Da bin ich auch überfragt. Meine Eltern haben seinerzeit (1979) vor ihrem Umzug hierher ein Berliner Testament in Deutschland notariell verbrieft. Als mein Vater starb, kam uns Geschwistern kein Gedanke an irgendwelche Erbgeschichten. Es war für uns alle vollkommen logisch und normal, dass meine Mutter alleinigen Anspruch auf ihr Haus hatte....

Du: ...Verbrieftes, notariell festgelegtes Wohnrecht des Begünstigten ist bindend" und darum ging es auch. Es wurde behauptet, dass ein im Testament verfügtes Wohnrecht für die Erben nicht bindend ist. Nur dann, wenn man es notariell angezeigt/hinterlegt wurde und der Begünstigte im Original unterschrieben hat.
Das konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass es nur so geht.

Euer Quadmaster  ^:)^

Mein Lebensgefährte hat vor ca. 17 Jahren ein notarielles Testament verfassen lassen, bei welchem ich als lebenslange Wohnberechtigte, bzw. "usofructuaria" der Immobilie eingetragen bin. Er hat 2 erwachsene Kinder und Enkelkinder, welche, sollte das Haus nicht mittlerweile von uns verkauft worden sein, erben würden.
Und ich, die Begünstigte, war zwar anwesend,musste aber das Testament meines Lebensgefährten nicht unterschreiben.
"Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu entdecken: Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht."

(Ralph Waldo Emerson)

Offline Nunki

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Antwort #5 am:
19, Januar, 2020, 10:20:23
Hallo Quadmaster,

vielleicht kann Dir Beispiel 3 aus dem nachfolgenden Link hilfreich sein: http://www.erbschaftspanien.com/berliner_testament_spanien/
Sprache verrät! Immer!





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