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Autor Thema: Palmrüssler  (Gelesen 23446 mal)

Offline herbstzeit

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Antwort #15 am:
02, September, 2014, 02:50:56
das ist nun mal ein echt guter Beitrag.

Meine Schwester verzweifelt schon wieder an einer Washingtonia, die vor ein paar Monaten geschält und behandelt wurde. Die neuen Strietzel kamen,sind aber wieder geknickt. Der Palmdoktor (is'n guter Freund, nicht auf Profit aus..) hat diagnostiziert: es ist nicht der picudo rojo, sondern ein Pilzbefall.....  #:-S Da wird nun wieder der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben...
Also muss erst geschält (ja, jetzt, weil die palmen jetzt Wachstumspause haben), dann das Fungizid gespritzt und dann die Schnittflächen versiegelt werden?

Nach diesem Erfahrungsbericht von Rafael dann ja doch wohl nicht (versiegelt)....., ja, was denn nun??
Aber die Fallen mit den Obstabfällen bleiben auf alle Fälle dort, wo sie sind.
 
Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.

(John Lennon)

Offline Zitronella

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Antwort #16 am:
02, September, 2014, 10:47:17
Herbstzeit, versiegeln kann man machen wenn man nicht viele große Palmen zu schützen hat, das hilft wirklich! Wie Rafael schreibt sehe ich seine Skepsis dem versiegeln gegenüber eher darin daß er viele Palmen hat und es sich um den Zeit-bzw. Kostenaufwand dafür handelt.
Auf den Kanaren sind die städtischen Gärtner dazu angehalten zu versiegeln. Das kann man gut selber machen wenn man den Zeitaufwand dafür nicht scheut. Ich habe die Schnittflächen unserer großen Palmen immer selber versiegelt. Es ist auf jeden Fall eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme zum spritzen.
Aber wie Rafael schon schreibt, spritzen muß man gewissenhaft und gründlich!! Und das ist eben der Knackpunkt!
Nicht jeder der hier gärtnert und seine Dienste anbietet ist eben auch ein Profi auf den man sich verlassen kann....

LG von Chris

snorretto

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Antwort #17 am:
18, November, 2014, 16:29:06
      Es gibt Neuigkeiten zum Rüsselkäfer . Ihm droht  auf Mallorca jetzt die Behandlung mit dem pathogenen  Pilz :Beauveria bassiana Siehe dazu diesen Artikel hier , :   http://www.mallorcazeitung.es/tiere/2014/11/13/neues-pilotprojekt-bekampfung-palmrusslers/33651.html
   Sehr informationsschwer ist die Meldung allerdings nicht - aber immerhin wird der Hoffnungspilz benannt .

Wenn man mit dem roten Pilznamen in eine beliebige Suchmaschine geht , gibt es eine Unzahl  Fundstellen dazu - deshalb bringe ich hier keine Verlinkung an .  Interessant  finde ich die Hinweise , dass das Verfahren immerhin schon 2006 gegen die Kirschfruchtfliege erfolgreich erprobt wurde .
                      Als universelle , leicht zu praktizierende Methode ist das Ganze aber auch nicht anzusehen , denn an den Stämmen müssen ja Infektionsbereiche für die Käfer installiert werden . Sehr vermutlich sind das Ringe oder Manschetten , die um den Stamm gelegt werden müssen - je mehr , je besser  . Bei höheren Palmen wird das naturgemäss auf Schwierigkeiten stossen - wenn da überhaupt noch 'was zu retten ist .


Vermutlich macht man sich am Besten  vorsorglich mit dem Gedanken vertraut ,  dass die Zukunft den resistenten Palmenarten gehören wird .



Herzlichst..................................Snorretto





Offline Rafael

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Antwort #18 am:
18, November, 2014, 17:19:04
Hallo Snoretto
Danke für die Infos. Es ist gut, dass man neue Wege geht, um den Palmrüssler unschädlich zu machen.
Ich bin jedoch nicht dazu bereit als Versuchskaninchen herzuhalten da ich unsere Palmen über alles liebe. Sie wurden von uns gepflanzt und mit Liebe "ohne Verluste" großgezogen.
Habe auf grund der Wetterbedingungen die monatliche Spritzung erst heute durchführen können. Siehe unter:
http://xochipilli.eu/garten-mediterran.html#link
Wichtig ist, dass die Palmen regelmäßig und sehr gewissenhaft gespritzt werden.
Wir hoffen, dass unsere Palmen noch lange leben werden.
Herzliche Grüße aus Casares
Rafael
Encuentra la felicidad en el trabajo o no serás feliz.
Christóbal Colòn

snorretto

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Antwort #19 am:
18, November, 2014, 19:09:11
Hallo , Rafael .

Den Wünschen für das lange Überleben schliesse ich mich gerne an .  Du bist offensichtlich in der komfortabelen Situation , dauernd vor Ort zu sein und daher die Schädlinge "kuz halten" zu können .   Im #3 der Verlinkung zur aktuellen MZ weist "llombardo" allerdings berechtigterweise darauf hin , dass solche Bemühungen endlos dauern , so lange der Schädling bei  langzeitig abwesenden Residenten einen gift- , bakterien- und pilzfreien Rückzugsraum findet .

Es wurde vor ca. einem Jahr von einem akademischen Projekt berichtet ,  eine Infrarotkamera ( zzgl. Sender für die Videosignale .)  auf eine Kleindrohne zu setzen und durch Umfliegen die Stämme - selbst bei höchsten Palmen - vorhandene Larven zu lokalisieren .   Ich finde den damals  dazu gemachten Vorschlag logisch und richtig , sofort  die erkannten Viecher mit einem starken Infrarotlaserblitz zu behandeln . Wenn man sie schon auf dem Bildschirm hat , warum dann unverrichteter Dinge weiterfliegen  ??
  Der Vorschlag hat  damals natürlich nur einige hämische  Kommentare erbracht und von dem Drohnenprojekt hat man auch nix mehr gehört . Dabei wäre sowas die Lösung für die Palmen in des abwesenden Nachbars Garten .

Palmen haben ja zumindestens in den umsatzstarken touristischen Bereichen starke Bedeutung bezüglich des Ambientes .  Vielleicht macht die Verwaltung also dort  doch irgendwann einmal einen ganz unkonventionellen Versuch mit einer Drohne - und vielleicht erfährt man sogar 'mal die Ergebnisse . Denn :  kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis .



Herzlichst.............................Snorretto
« Letzte Änderung: 18, November, 2014, 19:11:18 von snorretto »

Offline Rafael

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Antwort #20 am:
18, November, 2014, 19:37:29
Hallo Snoretta
Nochmals danke für die prompte Antwort.
...aber dem Drohnenspielzeug kann ich als Ingenieur nichts abgewinnen. Warum muss es soweit kommen, dass sich die gefräßigen Larven entwickeln können.
Wenn man den Käfer bekämpft, gibt es keine Eiergelege und somit auch keine Larven!
Angriff ist die beste Verteidigung.
Gruß Rafael

 
« Letzte Änderung: 18, November, 2014, 19:39:25 von Rafael »
Encuentra la felicidad en el trabajo o no serás feliz.
Christóbal Colòn

Offline insel-liebhaber

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Antwort #21 am:
18, November, 2014, 21:22:22
...aber dem Drohnenspielzeug kann ich als Ingenieur nichts abgewinnen.
Ob man Drohnen in der heutigen Zeit als "Spielzeug" bezeichnen sollte, zweifle ich als " nicht Ingenieur" deutlich an... ;)

schnodder

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Antwort #22 am:
18, November, 2014, 21:46:02
Es wurde vor ca. einem Jahr von einem akademischen Projekt berichtet ,  eine Infrarotkamera ( zzgl. Sender für die Videosignale .)  auf eine Kleindrohne zu setzen und durch Umfliegen die Stämme - selbst bei höchsten Palmen - vorhandene Larven zu lokalisieren .   Ich finde den damals  dazu gemachten Vorschlag logisch und richtig , sofort  die erkannten Viecher mit einem starken Infrarotlaserblitz zu behandeln . Wenn man sie schon auf dem Bildschirm hat , warum dann unverrichteter Dinge weiterfliegen  ??
  Der Vorschlag hat  damals natürlich nur einige hämische  Kommentare erbracht und von dem Drohnenprojekt hat man auch nix mehr gehört . Dabei wäre sowas die Lösung für die Palmen in des abwesenden Nachbars Garten .

Was bitte ist denn ein "starker Infrarotlaserblitz"?
Und wie soll er bei einer in einer Palmenkrone (mehrere Zentimeter tief!) versteckten etwa daumengroßen Käferlarve  funktionieren?

Mir scheint es nicht einmal möglich zu sein, mittels fliegender (Infrarot-)Kameras überhaupt einen Käferbefall zu lokalisieren. Vielleicht erklärt das die mangelnde Resonanz auf dieses "akademische Projekt"....   (:|

snorretto

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Antwort #23 am:
18, November, 2014, 22:51:36
Ob es mangelnde Resonanz , zu hohe Kosten oder Verwaltungsprobleme sind oder waren - jedenfalls war hiervon nichts mehr zu hören  : http://http://www.mallorcazeitung.es/lokales/2012/06/07/drohnen-nehmen-palmrussler-mallorca-ins-visier/24116.html

Wenn - wie angedacht - die FH-ler  tatsächlich ein Wärmesignal von einer Raupe im Holz bekommen , dann kann man ganz sicher auch ein Bild davon generieren . Wie man ein Fluggerät in eine "Schussposition" bringt , ist ja auch allgemein bekannt : zwei Laserpointer sind in einem bestimmten Winkel zur Geräteachse angeordnet und nur bei einer einzigen Position des Gerätes decken sich beide Punkte im Ziel .

"Infrarotlaserblitz"ist ja eigentlich selbsterklärend.  Den Wellenlängenbereiches würde man möglichst  so wählen , dass man ein Absorbtionsmaximum von Wasser trifft   . Eine interessante Frage wäre , welche Energiequelle eine angedachte Drohne dafür mitschleppen müsste .  Alles in Allem find ich das Ganze ein recht interessantes Projekt . Es gibt gute Ideen , schlechte Ideen und Ideen , für die die Zeit noch nicht reif ist - aber : Ideen müssen sein , sonst kommen wir gar nicht weiter .

Herzlichst............................Snorretto

Offline internetmieze

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Antwort #24 am:
19, November, 2014, 10:08:18
@snorretto

You made my day!

Ich seh gerade schon viele Teilzeit-Residenten als neue Gaming-Variante per irgendwelchen Fernsteuerungen von zuhause (DE) infrarotblitzende Drohnen auf ihren Grundstücken fliegen lassen und Palmrüssler eleminieren.


snorretto

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Antwort #25 am:
19, November, 2014, 10:30:52
Ja - da zeichnet sich ein neues Problem ab , aber nicht nur im Bezug auf die Palmrüssler ! Bedingt durch die Weiterentwicklung bei den Magnetwerkstoffen ( seltene Erden aus China für Permanentmagnete ) sind die kleinen Flieger mächtig auf dem Vormarsch .  Wenn es überhand nimmt , werden die regionalen Behörden den Verkauf dieser Dinger  und die  erlaubten Flugbereiche strenger regulieren müssen . Frag' mich bitte niemand , wie sowas durchgesetzt werden soll , während die polizeilichen Einsatzkräfte an der Playa de Palma stark gebunden sind .

Dass sowieso nicht jeder damit rumfliegen darf , wann und wo er will - hat es dazu nicht neulich hier im Forum einen recht guten Beitrag zu gegeben ??


Herzlichst............................Snorretto

Offline MichaelX2

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Antwort #26 am:
07, Dezember, 2014, 06:40:48
Das ist echt eine ganz üble Plage. Wir haben schon 5 Stück verloren und haben diese alle vom Profi behandeln lassen. Ich könnte echt heulen.

Boston

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Antwort #27 am:
02, Februar, 2015, 13:24:43
Gibt es eigentlich etwas Neues zu dem Thema Palmrüssler?
Bisher wurde meine Palme immer alle 6-8 Wochen behandelt und bisher ist zum Glück nichts passiert. Sehr viele Palmen in der Nachbarschaft hat es leider schon erwischt, wobei die nicht oder nicht regelmässig die Palmen behandelt haben.
Es wäre für mich eine absolute Katastrophe, wenn meine sehr schöne ca. 35 Jahre alte Palme vom Palmrüssler befallen wird.
Kann mir jemand einen Fachmann im Raum Cala Millor empfehlen, der auch die Behandlung von Palmen übernehmen würde? Ich kämpfe da jedes Mal mit der Zuverlässigkeit der aktuellen Person und habe bald keine Nerven mehr dazu.

*edit*
Kennt jemand die Vorgehensweise zur Behandlung der Palmen aus dem folgenden Link? Nur 3x pro Jahr und dann nur noch 1x pro Jahr? Dann müsste ich mich seltener über die Unzuverlässigkeit von Personen aufregen.
http://www.el-aviso.es/news/palmruessler-auf-rueckzug
 
 
« Letzte Änderung: 02, Februar, 2015, 13:29:02 von Boston »

Offline herbstzeit

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Antwort #28 am:
02, Februar, 2015, 14:02:14
Hierzu ein interessanter Artikel aus der "Inselzeitung"


Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.

(John Lennon)

Offline Rafael

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Antwort #29 am:
02, Februar, 2015, 16:11:20
Hallo Boston
Danke für Deine Info bezüglich der verkürzten Vorbeugungsmethode. Ich habe davon noch nichts gehört. Werde mich in der hiesigen Cooperativa Agricola mal informieren. Ich spritze meine Palmen - wie auf meinert HP unter:
http://xochipilli.eu/botanik-mediterran.html#link
beschrieben. Toi, toi toi, bisher stehen meine Palmen noch alle.
Grüße aus Casares
Rafael
Encuentra la felicidad en el trabajo o no serás feliz.
Christóbal Colòn





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