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Autor Thema: Neues Gesetz Legalisierung Finca  (Gelesen 19526 mal)

Offline Lapampas

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Antwort #30 am:
25, April, 2016, 18:02:38
Jetzt wird es ja richtig spannend. Wie Mallorcamagazin und Mallorcazeitung heute berichten, sind über 21.000 Verstöße per Luftaufnahmen identifiziert worden. Alleine über 2.300 illegale Pools.
http://mallorcamagazin.com/nachrichten/immobilien/2016/04/25/46524/000-steuersundige-immobilien-entdeckt.html
In Bezug auf die mangelnde Legalität wird das sicherlich nicht nur Folgen in Bezug auf Steuernachzahlungen haben.

Online Mallorca1998

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Antwort #31 am:
25, April, 2016, 20:27:45
Wenn jeder Verstoß geahndet  wird und der Übeltäter legt Beschwerde ein, bei 21000 Fällen, dann würde ich mal sagen, die Gerichte sind die nächsten 20 Jahre ausgebucht. Dazu kommt noch die illegale Vermietung von Ferienwohnungen, nochmal 15.000 Fälle, die Hütchenspieler und die Klauhuren nicht vergessen. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wurde.

Offline Lapampas

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Antwort #32 am:
25, April, 2016, 21:45:45
Tja da bist du aber sehr gutgläubig.. Insbesondere in Zeiten leerer Kassen eine willkommene Einnahmenquelle. Da muss du dich mal mit ein paar Leuten hier im Forum austauschen. Strafen im fünfstelligen Bereich und Abrissverfügungen sind keine Seltenheit. Wir hatten noch gar nicht das Bauschild aufgehängt da sind die schon bei uns eingelaufen. Wir haben Gott sei Dank jedes Blumenbeet in den Bauanträgen. Die Zeiten haben sich völlig geändert .. Die meisten der 21.000 haben eh nach 8 Jahren Bestandsschutz. Einspruch einzulegen wird keine große Freude werden wenn das Gesetz nicht eingehalten wurde. Neue Steuerbescheide sind schnell verschickt.. Die schicken das Flugzeug nicht zum Spaß vier Jahre in die Luft...

Offline Eliza

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Antwort #33 am:
25, April, 2016, 22:59:54
Ich denke auch mal sollte da sehr vorsichtig sein. Die machen das nicht umsonst...

Offline ñ

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Antwort #34 am:
26, April, 2016, 10:23:22
Wie es aussieht sind gerade mal 20 von 53 Gemeinden abgeflogen worden und Llucmajor, Campos etc. sind noch nicht mal dabei (Wobei z.B. Llucmajor auf eigene Faust losfliegt). Die Zahl dieser "Auffälligkeiten" wird sich sicher noch verdreifachen.

Die Fincabesitzer die ich kenne nehmen das alle durchaus ernst. Daher werden sich vermutlich viele Pools als aufstellbar und viele Anbauten als völlig legale Pergolas herausstellen.

Aber konsequent nachgegangen wird dem ganz sicher - Ein bloses Strafzettel verteilen per Luft ist das denke ich nicht.

Offline Lapampas

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Antwort #35 am:
26, April, 2016, 12:57:11
Ja ich denke das du damit Recht hast. Als man 2013 mit den Flügen begonnen hat, hatte das Thema noch einen anderen politischen Charakter. Anhand des vorliegenden Zahlenmaterials stellt man fest, dass man sich große Mühe gegeben hat und offensichtlich genau hin gucken wird. Mit dem zwischenzeitlich gültigen Legalisierungsgesetz hatte man die Möglichkeit sich unter bestimmten Voraussetzungen frei zu kaufen. Die neuen politischen Kräfte lassen sich aber nun mit einer Abrissbirne fotografieren. Bei der Vielzahl der Verstösse, kann das aber nicht die Lösung sein. Dieses wäre mit einem Erdbeben gleich zu setzen. 

Offline Mallorcamanni

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Antwort #36 am:
08, Oktober, 2016, 10:24:42
Hallo, will das nochmals aufgreifen. War vor einigen Wochen im Südosten eine "Finca" anschauen, unmittelbar an der MA-4014. Ich traf die Maklerin und den Besitzer und wir fuhren zum Objekt. Nicht einmal mehr die Einfahrt war erkennbar, weil der Besitzer die letzten 10 Jahre nicht mehr dort war. Auf dem Gelände steht ein kleines Haus mit einer eingestürtzten Garage. Außer einem Katasterplan habe ich bisher nichts. Innen rein konnte man nicht, weil der Besitzer den Schlüssel vergessen hatte. Demnächst ist wieder eine Besichtigung, diesmal auch drinnen. Ich nehm wohl mal eine Machete mit denn alles ist total eingewachsen. Das Gute aber ist, dort ist ein Stromanschluss vorhanden. Muss ich aber noch checken denn es hängen einfach 2 Drähte am Haus was nicht sehr dauerhaft ausschaut. Das Objekt ist recht günstig und genau das was ich suche um dem Winter in Deutschland zu entfliehen und das Grundstück und das Häuschen nach und nach auf Vordermann zu bringen. Legalisierung müsste doch gehen, oder? Aber wenn ich Begriffe wie "Bewohnbarkeit" höre (wer entscheidet denn, was bewohnbar ist/heißt) und lese, dass man jedes Blumenbeet dokumentieren muss, verliert man schnell die Lust. Schließlich will man keinen Ärger - schon gar nicht mit spanischen Behörden. Besser das ganze vergessen...?!

Online Mallorca1998

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Antwort #37 am:
08, Oktober, 2016, 11:16:01
Es gibt eine ganz einfache Regel, ohne Bewohnbarkeitsbescheinigung gibt es auch keinen Strom. (Zumindest nicht von Endessa). Solarstrom, dazu kann ich dir nichts sagen. Ist diese vom Verkäuferseite nicht vorhanden wäre ich schon einmal nachdenklich. Selbst das billigste Haus ist noch zu teuer wenn du die nächsten Jahre nur Theater hast. Außerdem muss in der Escritura alles eingetragen sein, Haus, Fläche, Grundstücksgröße, evtl. Wegerechte für den Nachbarn, gehört die Zufahrt zur Finca dir oder ist dies ein offener Weg, gehört die Zufahrt dem Nachbarn uvm. Ohne Rechtsanwalt der sich damit auskennt würde ich keinen Euro anzahlen. Der Makler verkauft dir alles, der will nur seine Provision.

Offline Spezies8472

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Antwort #38 am:
08, Oktober, 2016, 12:12:30
Ohne Wohnbarkeitsbescheinigung ( Cedula ) kein Strom:
Jain....es gibt die Stromgesellschaft " Fenia", die liefert dir, ohne Bauabnahme, ohne Cedula ...Strom. Das was man nur benötigt ist, das Boletin des Elektrikers:
das deine Elektroinstallation der Norm Industria 2005 entspricht
Gruss
die Spezies

Offline Lapampas

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Antwort #39 am:
08, Oktober, 2016, 22:47:54
Hallo Manni, das Haus ist legal oder halt nicht. Die Möglichkeit der nachträglichen  Legalisierung gibt es nicht mehr. Das Gesetz wurde gestoppt. Das es eine Stromleitung gab ist aber grundsätzlich ein gutes Zeichen. Am Besten bei Gefallen einen Fachanwalt hinzuziehen.

Offline Mallorcamanni

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Antwort #40 am:
10, Oktober, 2016, 11:40:25
Hallo, danke vielmals für Eure Antworten. Sehr hilfreich!! Tja, ist leider nicht ganz einfach aber ich bleibe am Ball...!! Kommen am Freitag für 10 Tage rüber, freuen uns schon, nicht zuletzt auch um den Sohnemann wieder mal in den Arm nehmen zu können!

Offline Spezies8472

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Antwort #41 am:
10, Oktober, 2016, 17:38:51
Mallorcamanni:
na dann viel Glück, vielleicht klapps ja mit dem Objekt.
Schöne Zeit mit deinem Sohn auf Mallorca.
Grüsse
die Spezies

Offline Lapampas

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Antwort #42 am:
11, Juni, 2017, 21:05:45
Das Thema geht weiter und leider nicht zum Guten. Nachdem das Legalisierunsgesetz gekippt wurde, soll wohl jetzt die Mindestgrösse der Grundstücke von 14.000 auf 21.000 m2 hoch gesetzt, die Bebauungsregel 2/3 % auf 2 % gesenkt und Frist von Verstößen von 8 auf 15 Jahre hoch gesetzt werden. Die nächste zu erwartende Hürde wäre dann, dass man wenn man nicht mindestens 21.000 m2 besitzt, gar nichts mehr bauen darf. Das Thema bleibt für alle Fincaeigentümer spannend.

Offline Spezies8472

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Antwort #43 am:
12, Juni, 2017, 14:35:12
Ach mal wieder hoch auf 21000 m2, dies gab es doch schon mal. Bestehende Abrissbescheide verjähren nach 15 Jahren. Würde mich bei Baudelikten nicht wundern, wenn das dann auch angelichen wird. Manche glauben, nach Zahlung der Strafe, wäre man aus dem Problem raus, dem ist nicht so. Man bleibt weiter illegal. Man kann es nur legalisieren, wenn man Möglichkeiten hat Bauanträge nachzureichen im Konsens natürlich mit den benötigten minimum m2 und dem bereits bebauten Flächen...
Den Rest erledigt, trotz Stafzahlungen, Mercedes Garido....

die Spezies

Offline Lapampas

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Antwort #44 am:
13, Juni, 2017, 06:17:02
Die Diskussion die geführt wird geht sogar noch weiter. So sind auch Mindestgrössen von 25.000 oder 28.000 m2 in Betracht gezogen worden. Tendenziell geht's aber offensichtlich Richtung 21.000 m2. Der politische Wille in der Vorgehensweise, die ländliche Bebauung zu stoppen, wird damit sicherlich nur bedingt aufgehalten. Was man aber auf jeden Fall feststellen kann, dass die Preise damit massiv nach oben getrieben werden. Der normale Bürger kann sich somit gar keinen Wohnraum in ländlichen Gebieten mehr leisten.





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