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Autor Thema: Neues Gesetz Legalisierung Finca  (Gelesen 21463 mal)

Offline Lapampas

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am:
06, März, 2015, 21:25:15
Hallo ich bin interessiert an praktischen Erfahrungen zum neuen Gesetz zur Legalisierung von Fincas. Wie man liest haben sich bisher noch nicht viele dazu entschieden trotz des offensichtlich hohen Bedarfes. Wer kann aus dem Forum von praktischen Erfahrung zur Umsetzung berichten? Wer ist diesen Weg bereits gegangen? Ich freue mich über jeden Beitrag dazu...
« Letzte Änderung: 06, März, 2015, 21:31:40 von Lapampas »

Offline colau

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Antwort #1 am:
07, März, 2015, 09:01:37
bon dia

im allgemeinen habe ich schon des oeffteren "problemfaelle"  geloest
im zuge des "neuen" gesetzes mache ich es gerade fuer einen freund

um genau zu sagen was fuer "Deinen fall" zutrifft (welche loesung)
muesste man die angelegenheit im detail kennen ...

falls Du interessiert bist schreibe am besten ne boardmail / postnachricht

un saludo

Offline Lapampas

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Antwort #2 am:
07, März, 2015, 09:18:52
Danke für das Angebot aber wir gehören zu den Wenigen die bereits diese Möglichkeit genutzt haben. Alleine der Antrag über den Architekten (65 Seiten) war sehr komplex. Wir stehen kurz vorm Abschluss. Offensichtlich mit Erfolg. Den Vorteil den wir aber haben ist der Umstand ein grosses Grundstück zu besitzen. Nun wäre der Weg aber frei für weitere Anbauten. Vorher war die Finca aufgrund von nicht eingehaltenen Mindestabständen zum Nachbar nicht legalisierbar.

Gerade deswegen bin ich interessiert an Erfahrungen aus dem Forum.

Offline Lapampas

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Antwort #3 am:
07, März, 2015, 12:21:56
Es gibt hier einige Beiträge über den Kauf einer Finca und den damit verbundenen Problemen, insbesondere wegen mangelnder Legalität. Leider kann ich das nur bestätigen. In der gesamten Zeit der Suche haben wir keine Finca angetroffen bei der alles korrekt war. Von daher müsste das Interesse an diesem Gesetz aus meiner Sicht sehr hoch sein. Gesetze und Zeiten ändern sich und man muss immer an "später" denken. Solche Fincen sind mittlerweile unverkäuflich. Die nächsten Wahlen stehen vor der Tür und niemand weiß welche Gesetze das noch mit sich bringt. Jeden Schuppen, Brunnen, Pool, Anbauten etc. ordentlich eingetragen zu haben, ist schon eine gute Investition in die Zukunft. Wenn man dann noch wie in unserem Fall den ersehnten Pool und Anbau ohne Probleme bauen darf, dann ist es einfach perfekt.

Offline Wolli

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Antwort #4 am:
07, März, 2015, 13:57:14
Fincen als Plural von Finca fand ich jetzt stark!  ;)

BTW..... welche Objekte genau sind praktisch unverkäuflich? Die, die auf dem neuesten gesetzlichen Stand SIND, oder jene, die zumindest durch Investition dazu gebracht werden KÖNNEN ?
Gruß Wolli

Offline Lapampas

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Antwort #5 am:
07, März, 2015, 14:14:49
Lieber Wolli ich denke der Plural einer Finca sollte im Beitrag nicht im Vordergrund stehen. Im Grunde sind die meisten Fincas (wenn es dir besser gefällt) nicht legal. Die Frage fängt damit an wo das legal anfängt und wo es denn aufhört?! In unserem Fall wurde in der Vergangenheit ein Verfahrensfehler gemacht. Mir wurden Fincas angeboten da war aber mal rein gar nichts legal.
Man kann sicherlich über dieses Gesetz viel diskutieren. In unserem Fall bin ich aber sehr dankbar darum.
Danke für Deine Hinweise...

Offline Wolli

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Antwort #6 am:
07, März, 2015, 14:20:24
Der Hinweis auf den Plural war nebensächlich und stand nicht im Vordergrund. Es geht nicht darum was mir besser gefällt, sondern ob es richtig oder falsch war. Wie gesagt..... Nebensache.

Wann ist denn eine Finca für Vermietaktivitäten legal. Vielleicht magst Du ja mal was zu den Anforderungen berichten?.
Gruß Wolli

Offline Lapampas

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Antwort #7 am:
07, März, 2015, 16:29:22
Es geht hier nicht um Vermietung. Wir vermieten unsere Finca nicht. Es gibt aus meiner Sicht drei Formen von unlegalen Fincas.
1. die BB Variante. Ich stelle einen Bauantrag mit inhaltlich allem was erlaubt ist. Die Abnahme erfolgt und dann baue ich einfach bewusst weiter alles was eigentlich nicht erlaubt ist. Wenn ich Glück habe dann habe ich hatte ich nach 8 Jahren Bestandsschutz und jetzt mit den neuen Gesetz kaufe ich meine Verstöße frei. Also die Vorgehensweise finde ich auch nicht korrekt.

2. Auf einer Ruine, Ziegenstall etc. entsteht ein kleines Haus. Da da das Grundstock nicht mindestens 14.000 qm groß ist, existiert es eigentlich gar nicht. Diese Variante habe ich häufiger angetroffen. Bauantrag und Genehmigung hat es nie gegeben.

3. Haus Genehmigung alles okay. Aber Pool, Ausbau Schuppen zum Gästezimmer, und oder Brunnen keine Genehmigung fehlt. Vor 20 Jahren war das wohl so. Hat keinen interessiert und jeder gemacht.

Ob das alles so okay ist möchte ich nicht bewerten. Fakt ist alles sollte eingetragen und abgenommen sein. Eine gültige Cedula sollte es geben und keine nach 10 Jahren abgelaufene.

Offline Wolli

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Antwort #8 am:
07, März, 2015, 16:45:44
Ah...ok....ich hatte ein andere Gesetzesnovelle auf dem Schirm.

Gibt es denn mal einen Link zu MZ o.ä. wo das Thema behandelt wurde. ich schätze, dass hier die wenigsten etwas dazu sagen können, weil sie nicht betroffen sind.
Gruß Wolli

Offline Lapampas

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Antwort #9 am:
07, März, 2015, 16:58:40
Im Übrigen war bei uns alles im Grundbuch eingetragen. Wir haben auch normal Steuern bezahlt. Vermieten wäre aus meiner Sicht auch kein Problem gewesen. Da fragt das Amt für die Vermietlizenz nicht nach. Wir besitzen auch schon vor der Legalisierung alles was zu einem Haus dazu gehört. Strom Wasser Kläranlage Fernsehen Internet etc.. GESA würde auch gehen weil wir einen genehmigten Brunnen haben. Was wir halt nicht hatten, war eine gültige Bewohnbarkeitsbescheinigung. Die hat aber kaum einer. Aber wer weiß was die Zukunft bringt. Da sollte man meiner Meinung nach eine haben. Das entscheidende ist aber, dass wir keinen Pool bauen durften. Wir hätten unser schönen Haus abreißen müssen und 10 m weiter hätten wir das gleiche wieder zu bauen. Das ist doch auch Schwachsinn. Der Fehler wurde vor langer Zeit vom Vor Vorbesitzer begangen. Beim Kauf war und das aber bekannt. Wir wussten aber das das neue Legalisierungsgesetz kommt..

Offline Lapampas

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Antwort #10 am:
07, März, 2015, 17:09:02
Gebe mal in Google "Legalisierung Finca Mallorcamagazin" ein. Da wird beispielsweise dieses Thema behandelt. Davon sind nicht viele betroffen hier?! Da täuscht du dich sehr. Schätzungen gehen von ca. 30000 Betroffenen auf Mallorca aus. Deswegen lesen auch viele diesen Beitrag. Man unterhält sich halt nicht gerne über Grauzonen..

Offline herbstzeit

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Antwort #11 am:
07, März, 2015, 23:17:13
Zitat aus http://mallorcamagazin.com/service/leben-und-arbeiten-auf-mallorca/immobilien-bau-kauf-miete/fincas-ins-rechtlicher-grauzone.html
Zitat
Ein Fallbeispiel: Eine mallorquinische Familie verkaufte einst ein Seegrundstück, das nicht bebaut werden durfte, zum gängigen Bodenpreis. Der Neubesitzer errichtete dort illegal ein Haus.

Na dann müßte dieses Haus, für dessen Bau bei der Gemeinde keine Lizenz beantragt wurde, abgerissen werden.

Diese Schweinereien helfen nun, Gelder in die Gemeinden zu pumpen. Die haben die Kohle nötig und die "armen" Architekten auch. Vielk Spaß dabei.

"Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu entdecken: Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht."

(Ralph Waldo Emerson)

Offline Wolli

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Antwort #12 am:
08, März, 2015, 07:57:44
Zitat aus http://mallorcamagazin.com/service/leben-und-arbeiten-auf-mallorca/immobilien-bau-kauf-miete/fincas-ins-rechtlicher-grauzone.html
Zitat
Ein Fallbeispiel: Eine mallorquinische Familie verkaufte einst ein Seegrundstück, das nicht bebaut werden durfte, zum gängigen Bodenpreis. Der Neubesitzer errichtete dort illegal ein Haus.

Na dann müßte dieses Haus, für dessen Bau bei der Gemeinde keine Lizenz beantragt wurde, abgerissen werden.

Diese Schweinereien helfen nun, Gelder in die Gemeinden zu pumpen. Die haben die Kohle nötig und die "armen" Architekten auch. Vielk Spaß dabei.


Auffällig an dem Beispiel ist, dass die Verhältnismässigkeit der Bausünde irrelevant zu sein scheint. Ein komplette neu errichtetes Haus auf illegalem Grund wird ebenso legalisiert, wie ein Anbau an ein bestehendes Haus oder ein nachtäglich eingebauter Pool.


Was ich nicht nachvollziehen kann, oder überlesen habe: Gilt diese 8-Jahres-Frist bis zur Erlangung der Verjährung weiter fort? Also auch nach Verabschiedungsgesetz - selbst wenn das dann auch niemals zu einer Bewohnbarkeitsbescheinigung führen wird ? Oder nur rückwirkend?


Und: Was ist mit den Bausünden, die nach erfolgter Legalisierung mit Erhalt Wohnbescheinigung getätigt werden? Doch sicher kein erneutes Freikaufverfahren?
Gruß Wolli

Offline Lapampas

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Antwort #13 am:
08, März, 2015, 09:53:32
Hallo Wolli, dass hier dargestellte Beispiel ist natürlich ein besonderes Extrem. Das neue Gesetz beinhaltet nicht nur den Teil des frei kaufen, sondern auch härtere Regeln bei Verstößen. Es macht halt einen "cut" mit der Vergangenheit. Die Möglichkeit des frei kaufen gilt auch nur für drei Jahre. In Schutzzonen oder Naturschutzgebieten gibt es härtere Regeln. Ich denke man sollte nicht über Extreme diskutieren, sondern über die Möglichkeiten die dieses Gesetz bietet. Früher war halt vieles normal und in der Zukunft möchte man klare ordentliche Regelungen an die sich jeder zu halten hat. Natürlich wird auch Geld in die Kassen gespielt aber die Verwendung ist auch eindeutig geregelt.

Offline Mallorcamanni

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Antwort #14 am:
08, März, 2015, 09:57:24
Oh, das klingt alles sehr kompliziert. Es geht ja sicherlich vielen so wie mir: Mallorca gefällt sehr, der Aufenthalt im Winter war auch prima - eine kleine Finca habe ich im Auge. Wasser aus dem Brunnen, Strom vom Generator - damit komme ich klar - einfache Lebensweise why not. Besichtigung gemacht und für gut befunden (bei 100.000 Euro-Objekten, rund 2000 qm Land) darf man nicht zuviel erwarten. Will die Finca zunächst zum Überwintern nutzen, in ein paar Jahren ggf. als Dauerwohnsitz. Wie geht man dann vor, wenn man echtes Kaufinteresse hat? Anwalt suchen der klärt, ob Bewohnbarkeitsbescheinigung etc. vorliegt? Wäre nett, wenn Ihr mir hier weiterhelfen könntet. Danke!





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