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Autor Thema: Insel-Tourismus: Ist weniger mehr?  (Gelesen 11941 mal)

  • Gast
Antwort #30 am:
12, August, 2009, 23:27:09
@Daniel: genau das (finde ich) die passendste antwort bisher. vielleicht sollte man deinen vorschlag weiterreichen. gruss, carmen

  • Gast
Antwort #31 am:
12, August, 2009, 23:37:11
Danke Daniel für den Beitrag - ich finde Deine Ansätze sehr interessant. So habe ich mir das Thema eigentlich vorgestellt.

Eine Ansiedelung von inselverträglicher Industrie finde ich aber dennoch eine gute Idee. Damit wird sich hoffentlich ein weiteres wirtschaftliches Standbein entwickeln.

Ich würde auf der Insel ein Kompetenzzentrum zur Erprobung von Elektrofahrzeugen aufbauen. Die Insel hat fast alles was man dazu braucht. Berge, Stadtverkehr, grobe und glatte Strassen bei normalen und heissen Temperaturen. 50 Fahrzeuge mehr sind für den Verkehr sicher kein Problem und Abgase werden ja unmittelbar keine erzeugt.

Ein industrieller Wirtschaftszweig könnte den touristischen entlasten und den Einwohnern neue Perspektiven und zusätzliche Steuereinnahmen bescheren.

Viele Grüße,
Matthias

  • Gast
Antwort #32 am:
12, August, 2009, 23:48:33
... also auf Mallorca Überdachte Wellness-Tempel ... na da werden die Stärken der Insel voll ausgespielt ... das es hier gott sei dank andere Gesetze gibt sieht man an Projekten wie den Festival Park - ohne regelmäßige Finanzspritzen schon lange zum tode verurteilt

... [...]Mit den Ballermännern habe ich spätestens am Flughafen meinen Spass, wenn diese angedudelt mit blinkenden Kronen und Saufteam-Shirts vor dem Gate singen. Ich finde die Vielfallt an Menschen gut und interessant. Was mich stört ist der absolute Kommerz und Rücksichtslosigkeit gegenüber anderen Gästen und vorallem gegenüber der Natur.


... das ändere ich mal frei ab und zwar wie folgt:

mit den griesgrämigen hektischen gestalten die ich in D sehe habe ich spätestens am Flughafen meinen Spass, wenn ich in Frankfurt mal in der Kurzzeitparkzone für nicht mal 1 Stunde rund 12 Euro bezahle

... dann fahren lebensmüde irre mit 240 sachen auf der Autobahn umher um die Natur mit CO2 noch grüner zu muchen - aber fahren??? doch eher von stau zu stau

... wenn man langsam unterwegs ist, dann nötigen die einen auf lebensgefährliche Art und Weise

... der ganze fahrspaß vergeht dann aber an der Tankstelle, im Stau und an den Ampeln an jeder Ecke

... und dann geht man in diese großen Kommerz-Einkaufstempel und sieht noch mehr hektische menschen die grummelig auf die schnelle eine thailändische Curry-Wurst beim inder der auch lecker griechisch kocht runterschlingen

... wenn dann nach 3 Tagen grau in grau  das klima einen an den rand des suizid treibt, dann fühlt man sich wie der papst, wenn man in Palma landet und am liebsten den Boden küssen würde

... so schön ist das hier und so schön wird das auch bleiben dafür ist gesorgt - politisch interessierte können das Zukunfsprojekt Mallorca erlesen - der Qualitätstourismus wird gefördert und die Sauf-Ghettos werden harmloser werden - ansonsten soll alles bleiben wie es ist

... und mal nebenbei ... ein Aquapark oder eine all incl. Bettenburg verschleudert mehr Wasser als ein Golfplatz - welcher die Natur gezielt erhält und der Nimbus Elitär, der existiert in den meißten Fällen doch nur noch in den Köpfen, da es ja so schön ist in Klischees zu denken - Golf gleich Elite und Arrogant ist wie Mallorca ist nur Ballermann

* ein bisschen Spass muss sein *

  • Gast
Antwort #33 am:
13, August, 2009, 00:51:42
Hallo,

habe noch ein bischen über das Thema im Internet gestöbert und einen ziemlich interessanten Artikel gefunden. Der Massentourismus ist demnach ganzheitlich betrachtet der bessere Rahmen für die Umwelt - auch wenn es für mich und manche nicht die Form des Urlaubs ist.

Der Qualitätstourismus ist zwar angenehmer, aber wegen des enormen Flächen und Wasserverbrauches für die Natur insgesamt schlechter. Wen es interessiert, sollte sich den Text mal durchlesen, da steckt einiges drin, worüber man nachdenken sollte (auch ich...)

Link

Viele Grüße,
Matthias

 

Offline michael58

  • Insel-Kenner
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  • Beiträge: 741
Antwort #34 am:
13, August, 2009, 01:06:10
Ich sehe kaum eine Fragen nach der Freundlichkeit der ganzen Gastronomie und der einheimischen Bevölkerung.

Denn wenn diese sich in der nächsten Zeit nicht umstellen können, bleiben denen die Gäste und Touristen weg!

Dieses Problem ist schlimmer als jegliche Anschlag, Schweinekrippe oder sonstiges!

Habt ihr schon mitbekommen, wie unfreundlich die Kellner geworden sind. Auch andersrum gesehen, wie verhalten sich zurzeit die Ausländer. Wie sagt man so schön: Wies in Wald reinruft so schalt es heraus!

Denkt mal alle darüber nach!

LG. Michael

  • Gast
Antwort #35 am:
13, August, 2009, 01:16:43
... wer gerne ausführliche Lektüre mag:

Buch lesen




  • Gast
Antwort #36 am:
13, August, 2009, 01:18:46
Hallo Michael,

dazu habe ich auch einen interessanten Link.

Link

Viele Grüße,
Matthias

PS: Was macht der Holzwurm?

  • Gast
Antwort #37 am:
13, August, 2009, 08:36:23
Hallo,

nur mal so. Wenn ich auf Mallorca "meine Ruhe" haben möchte, dann mach ich eben keinen Urlaub in den Ballerburgen, oder?
Ich hab sowohl in Haupt- und Nebensaison schon Urlaub auf Mallorca gemacht. Dass ich mich irgendwann von anderen Touristen überlaufen gefühlt hätte, kann ich nicht behaupten. Klar kann man in der Hauptsaison einige Touriziele einfach vergessen. Man erreicht sie nicht oder findet keinen Parkplatz oder wie auch immer ... dann sind wir einfach umgedreht und sind woanders hingefahren. Ist doch groß genug die Insel ...

Was das Thema Naturschutz angeht ... vielleicht sollte man anfangen oder weitermachen mit Bestrebungen, dem Nachwuchs (auch dem Tourinachwachs) klarzumachen, wie man sich zu verhalten hat. Und das betrifft nicht nur Mallorca. Das fängt in Deutschland an der schönen deutschen Nordseeküste schon an. Den Blick und das Verständnis schärfen.
Mit Einrichtungen wie Ozeanen etc. oder geführten Ausflügen, in denen Themen zum Umweltschutz angesprochen werden. Ich gehe doch davon aus, dass soetwas schon getan wird ... solche Bemühungen müssen intensiviert und gefördert werden. .....schafft auch Arbeitsplätze.  ;)

LG
Karin

  • Gast
Antwort #38 am:
13, August, 2009, 08:56:03
   @guido - zu deinem Posting 33
gut geschrieben :D  :D  - vielleicht sollte man ja wirklich zuerst mal vor der eigenen Hautür kehren... - der später folgende Buchtip auch megainteressant...werd ich mir mal genauer ansehen
zudem hab ich mich grad gefragt, ob es in Spanien, speziel Mallorca und Nachbarinseln, sowas wie eine "Ökosteuer" - damit meine ich eine "Steuer" aus der durch den Tourismus eingenommene Gelder besteuert werden und dann direkt in den Naturschutz und in die Erhaltung des Ökosysthems auf der Insel fliessen :ratlos: ...

Offline margit

  • Insel-Veteran
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  • Beiträge: 5813
Antwort #39 am:
13, August, 2009, 10:39:04
in einem Punkt sind wir uns hier ja wohl alle einig !
Massentourismus mit Massenabfertigung, so wie es bisher in der Hauptsaison stattgefunden hat, soll und kann nicht mehr weiter ausgeweitet werden !
Strände, Hotels, Verkehrsaufkommen durch die Mietwagen, Airport haben zu dieser Zeit  wohl den Höhepunkt einer  ( für diese Zielgruppe !) noch erträglichen Kapazität erreicht, für viele ist dieser jedoch bereits deutlich überschritten, die dann eben gerne in die Nebensaisonen flüchten.
Auch der vielzitierte "Sauftourismus" kann und sollte eher der Vergangenheit angehören und nicht noch weiter gefördert und ausgebaut werden, indem  man einfach Preise noch weiter nach unten drückt , um diese Zielgruppe anzulocken .
Doch gerade auf diesen kleinen Teil des Jahres bzw. diese Zielgruppen hat sich der Tourismus bisher hauptsächlich konzentriert!
Sicher wäre es wünschenswert für die Inselbevölkerung, insbesondere für die Jugend , Beschäftigung und Einkommen  über das ganze Jahr verteilt und nicht nur auf einige Monate Saison beschränkt, zu sichern, denn  Mallorca ist doch  eine über alle 12 Monate besuchbare Insel.
Nicht jeder sucht unbedingt nur Strand, Sonne, Hitze  8) Viele Reisende suchen für ihren Urlaub Ruhe und Erholung in der schönen Natur beim wandern, radeln, golfen, reiten  etc.  oder auch nur einen gemütlichen Strandspaziergang (mit oder ohne Hund :D  ) oder Stadtbummel und stören sich  im Gegensatz zu den reinen "Strandurlaubern" auch nicht an dem einen oder anderen Regentag,  etwas Wind , stürmisches Meer und kühleren Temperaturen .
Doch dafür wird von der Tourismusseite einfach nicht genug angeboten! Zu viele Hotels,  Fincas, Landhotels, entweder komplett geschlossen  oder nicht ausreichend für die Randsaisonen ausgestattet  , da weder  in ausreichende Beheizungsmöglichkeiten der Zimmer,  tatsächlich auch beheizte Pools mit windgeschützten Liegeplätzen , Bereitstellung  von Rädern etc. investiert wurde,
monatelang geschlossene Hotels,  Restaurants und Geschäfte , gähnend leere Urbanisationen mit heruntergelassen Rollos wirken da einfach nur abschreckend :eek:
Natürlich kann man keine Glasglocke über die Insel stülpen, aber das Kapital der Insel ist die schöne Natur, die in Ihrer Vielfalt geschützt  und erhalten werden sollte  und vielleicht wird doch in naher Zukunft ein gutes und erträgliches Mittelmaß und Lebensqualität für Urlauber u n d Inselbewohner gefunden :)
..... in diesem Sinne " weniger ist doch oft mehr "  
Margit, die diese Insel mindestens 10 Monate lang mag  :wave:



  • Gast
Antwort #40 am:
13, August, 2009, 10:41:11
Hallo Britts,die Ökosteuer gab es schon mal.Da sind die Touris weggeblieben und somit wurde die Steuer wieder abgeschafft.Das war wo die rot-grüne Koalition an der Macht war.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,127669,00.html

Die Konservativen änderten das wieder.

http://rhein-zeitung.de/on/03/07/04/topnews/mallorca.html

LG Sandy

  • Gast
Antwort #41 am:
13, August, 2009, 11:15:42
Danke für die Info Sandy :)

  • Gast
Antwort #42 am:
13, August, 2009, 11:28:53
Hi,

also mir begegnen im Urlaub (zwangsweise immer Hochsaison, meist im Juli) keine Massen an Touristen.

Meine Urlaubsecke ist eher ruhig (für ohne Auto wärs mir schon zu ruhig),
im Hotel/Appartmenthaus (direkte Strandlage) sind überwiegend "etwas besser betuchte" Leute zu finden (andere könnten sich das nicht leisten),
das Hotel hat sich (immer schon!) dem Umweltschutz verschrieben.

Ich fahre viel über die Insel, allerdings eher antizyklisch, gehe also auch da den Menschenmassen problemlos aus dem Weg (immer schon, nicht erst jetzt).

Tipp: Fahrt mal nach Cala Figuera. Da war ich früher oft und habe diesen sehr lebendigen Ort (aber immer schon ohne Massentourismus) so geliebt!!!
Heute fahren wir (Sohn und ich) öfter zum Essen noch dorthin, sitzen dann manchmal an der Straße in der Cafeteria Pons und sagen:
"Boah, guck mal, ein Tourist!".............
10 Minuten später: "Guck ma, noch einer!".............
Wieder etliche Minuten später:"Oh Mann, da sind gleich vier auf einmal!!!".................
Antwort: "Ja, da muss irgedwo ein Nest sein........!" :D

Tja, C.F. setzt neuerdings auf "Qualitätstourismus", hat die Jugendlichen "vertrieben" und möchte Leute mit viel Geld anlocken.
Die einfacheren Unterkünfte wurden geschlossen oder sogar abgerissen,
an der Stelle des früheren Hotels Cala Figuera stehen nun etliche Appartmenthäuser im Rohbau, die sauteuer sind (nur zu kaufen, nicht zu mieten).

Nur der Hafen selbst ist fast noch so wie früher (bis auf ein paar dazugekommene Souvenirläden und Pizzerien sowie die Terrassierung an der "Promenade"), und das wird auch hoffentlich so bleiben, ebenso wie "unsere" Restaurants sich glücklicherweise nicht verändert haben (sicher auch, weil dort viele Mallorquiner einkehren).

Meiner Meinung nach schaufeln die sich dort in dem Ort ihr eigenes Grab, die Geschäftsleute stöhnen alle, denn die Umsätze sind mehr als geschrumpft.

Ich bin nach vielen vielen Jahren Mallorca (nur immer im Urlaub, nur in der Hochsaison) der Meinung, dass diese Insel für jeden etwas bietet.
Der eine möchte gern Promenaden, Geschäfte und Trubel,
der andere bevorzugt es ruhiger,
der dritte möchte irgendwas dazwischen.
Alles kann man auf Mallorca bekommen.
Also:
Hier ist die Lösung!
Wo ist das Problem?

Liebe Grüße,

samonira

  • Gast
Antwort #43 am:
13, August, 2009, 11:42:25
...schöne heile Welt         ...das Problem liegt doch da, wo der Massentourismus seine Spuren hinterlässt - Müll, leerstehende Hotelburgen wenn sie nicht mehr gebraucht werden, ausgebaute Strassen die keiner mehr braucht - sind zu Zeit vielleicht noch Zukunftsszenarien, aber wenns so weitergeht wird die Zeit kommen - und das ist kein "Mallorcaspezifiesches" Problem - mir fällt dazu auch der Mount Everest ein, auf dem sich immer mehr Menschen "tummeln" - die aber statt reine Natur zu erleben, dort zwischen dem Müll ihrer Vorgänger klettern müssen....

Offline Wolli

  • Insel-Veteran
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  • Beiträge: 5386
Antwort #44 am:
13, August, 2009, 12:00:01
@ Margit: Schön geschrieben. Aber ich glaube es wird Ursache und Wirkung vertauscht.

These 1: Die Hotels sind in der Nebensaison geschlossen, weil nicht genügend Urlauber auf die Insel kommen?

oder

These 2: Die Urlauber bleiben der Insel in der Nebensaison fern, weil nicht genügend Hotels geöffnet haben und die örtliche gähnende Leere sie als Urlaubsziel unatraktiver macht ?

Da beißt sich die Katze in den Schwanz und man müßte aus Sicht des gastbebendem Gewerbe schon so mutig und finanziell potent sein, das mal 2-3 Jahre durchzuziehen nicht zu schließen um eine endgültige Bestätigung für die eine oder andere Wahrheit zu erhalten. Ohne staatliche Förderung wird das nicht realistisch möglich sein.

Solange wir noch keine schulpflichtigen Kinder haben werden wir als Familie ausschließlich im Mai und/oder erst wieder im Septmeber reisen. Weniger wegen dem Massentourismus -den ich im Übrigen in der hier teils formulierten Weise noch nie so wahrgenommen habe- sondern wegen der Temperaturen. Die sind nämlich teils unerträglich hoch.

Die Zielgruppe Familie, im Idealfall mit möglichst vielen nennenswert konsumierenden Kindern, ist einer der wesentlichen Streuumsatzbringer und die können nun mal nur während der Ferien, vorzugsweise während der Sommerferien. Zusätzliche wochenlange Urlaube in den Oster- , Herbst- oder Weihnachtsferien bleibt leider nur erheblich einkommsstärkeren (Familien) vorbehalten.
Und so bilden sich nun mal die Saisons und unterscheiden sich in Haupt- Neben- und Nachsaison.

Eine Vollauslastung aller Hotels ist alleine schon deshalb nur in der Hauptsaison möglich. Und unterhalb einer bestimmten Auslastungsrate, die aufgrund des Preiskampfes recht hoch liegt, ist überhaupt kein auskömmlicher Hotelbetrieb möglich. Und dann bleibt es eben zu.

So schön, wie die Insel auch in allen touristisch schwach frequentierten Jahreszeiten ist, es existiert überhaupt nicht genügend Klientel für ein genügendes Touristenaufkommen.
Und dann bezieht sich das auch noch auf Jahreszeiten, die bei zwei zusätzlichen Flugstunden die sommerlichen Temperaturen ermöglichen. Z.B. die Kanaren.
Gruß Wolli





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