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Autor Thema: Buchungsrückgang bei Hotels auf Mallorca  (Gelesen 861 mal)

Offline Paradiesvogel

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am:
10, Juni, 2019, 11:54:40
In einem um diese Zeit sonst immer voll gebuchten beliebten Hotel herrscht derzeit, trotz der Pfingsferien, nur eine Auslastung von etwa 70 %.
Der Manager sagte mit, dass auch in anderen Hotels auf Mallorca ein Rückgang der Gästezahlen um etwa 30 % gegeben sei.
Dies liege daran, dass die Türkei aufgrund des Verfalls ihrer Währung super billig für Urlauber aus dem Euroraum sowie aus anderen Ländern starker Währung sei. Gleiches gelte für Ägypten.

Mir scheint, dass die Angst vor Anschlägen in Ägypten abgenommen hat und dass auch der Schrecken der Erdogan-Regierung ab einem gewissen Preisvorteil die Urlauber nicht abhält.

Offline Str-Omi

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Antwort #1 am:
10, Juni, 2019, 12:45:53
Kommt ein Rückgang der Gästezahlen der Insel nicht zugute und ist sogar erwünscht?
Es wurde in den letzten Jahren doch immer von der Insel am Rande des Kollaps geredet und dass sich da was ändern müsste.

Ich sehe allerdings auch schon lange Angebote für gute Hotels der Insel, mit Komplett-Preisen, teilweise sogar noch incl. Leihwagen, die eigentlich gar nicht machbar sein könnten. Gerade auch, aber nicht nur, für Santa Ponça.
Schenke Jedem ein Lächeln. Ein Lächeln kostet nichts und schafft viel. Es bereichert die, die es empfangen ohne denen zu gehören, die es geben. Und Niemand hat ein Lächeln nötiger, als Derjenige, der selbst keines kennt.

Offline Spezies8472

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Antwort #2 am:
10, Juni, 2019, 13:07:49
ich mein, was erwartet man: Türkei kommt mit Dumpingpreisen und die wenigsten lassen, aufgrund der politischen Situation, die Türkei als Reiseziel fallen. Zum Schluss zählt halt der schöde Mamon. Balearen sehr teuer geworden. Die, noch immer, super funktionierende illegale Ferienvermietung, tut ihr übriges. Dann die, nach außen hin erscheinende Hass auf die Touris....Kreuzfahrer und Partytourismus ins Besondere....Tja, das sind halt dann die Geister, die man, unter Anderem, selbst gerufen hat.

Offline cooke

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Antwort #3 am:
10, Juni, 2019, 13:44:36
Ich wünsche es dieser wunderschönen Insel, dass sie sich ein wenig vom Besucheransturm der letzten Jahre erholen kann und hoffe, dass die Einnahmen der Touristensteuer auch wirklich in dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen wie Kläranlagen gesteckt werden.

Offline Nosi Nostradamus

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Antwort #4 am:
10, Juni, 2019, 16:55:20
urlaub muß man nicht haben.
ganz besonders nicht wenn die kohle knapp ist.
und diekohle ist knapp
Auto - des deutschen liebstes Kind.
gesamt umsatz stagniert bis rückläufig
Porsche hat 30% weniger verkauft.
Digitalkameras - Olympus hat 18% minus imletzten jahr.
HiFi Branche - stark rückläufig. Selbst edelanbieter wie B&M schmeissen mit rabatten rum.
Alles Güter die man nicht unbedingt braucht wie eben auch Urlaub.

letztes Wochenende in mastricht - soviel leere Geschäfte (leer meint hier zum Verkauf oder zum Vermieten anstehend)
haben wir noch nie gesehen
In deutschland Euskirchen - eine katastrofe.
In Köln steht ein halbes super duper in guter Geschäfstslage gelegens kaufzentrum 50% leer.

Da muß man sich nicht über einen Rückgang der Besucherzahlen wundern.

Meine prognose: das ist erst der Anfang.

Offline herbycon

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Antwort #5 am:
10, Juni, 2019, 18:23:11
Ich wünsche es dieser wunderschönen Insel, dass sie sich ein wenig vom Besucheransturm der letzten Jahre erholen kann und hoffe, dass die Einnahmen der Touristensteuer auch wirklich in dringend notwendige Infrastrukturmaßnahmen wie Kläranlagen gesteckt werden.

 :-bd :-bd :-bd

Offline mallorquin

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Antwort #6 am:
13, Juni, 2019, 21:48:24
Ich muß hier mal Nosi Nostradamus Recht geben. Neben den vielen hausgemachten Problemen und dem Umstand, daß ewiges Wachstum auch im Tourismus nicht funktionieren kann, zeigt sich hier m.E. die neuerlich aufziehende Rezession der Weltwirtschaft. Wenn man sich die wirtschaftlichen Kennziffern auch für Deutschland ansieht, dann sieht es echt finster aus. Der Rückgang im industriellen Sektor ist teilweise schlimmer, als in den Jahren 2008/09. Kein Wunder, wenn sich seit dem, die Schulden in allen Sektoren fast verdoppelt haben. Da viele Unternehmen noch Aufträge abarbeiten, stehen wir sogar noch erst am Anfang der Entwicklung. Mallorca wird in den nächsten Monaten zusehends an Nachfrage einbüßen und im nächsten Jahr wird es noch schlimmer. Da wir auch nach meiner Ansicht ab dem nächsten Jahr erstmalig einen Rückgang der Erdölförderung zu konstatieren haben werden, wird diese Krise eine mit ungewissem Ausgang.
Man hat hier auf Mallorca leider zu keinem Zeitpunkt den heftigen Einbruch des Tourismus in Betracht gezogen und deshalb auch in keinerlei Weise die Wirtschaft diversifiziert. In der Gewissheit, daß im nächsten Jahr sowieso mehr Touristen kämen als im aktuellen, hat man sogar Konsumausgaben vorgezogen. Nachdem nicht einmal mehr das ausreichte, wurde die ecotasa erst eingeführt und dann erhöht und nun stehen die Verantwortlichen mit heruntergezogenen Hosen vor dem Scherbenhaufen iherer Politik.
Ich habe im Freundeskreis jahrelang auf diese Entwicklung hingewiesen und ab Mitte des letzten Jahres auch gewarnt, das es 2019 richtig losggehen würde. Wer kann, sollte seine Investitionen im Tourismusbereich+Gastronomie dringend einmal überdenken.

Online I+P

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Antwort #7 am:
14, Juni, 2019, 10:08:08
Seht Ihr das nicht alles etwas viel zu schwarz?

In Deutschland hat sich das Wirtschaftwachstum verlangsamt, ja. Betriebe der Autozulieferindustrie denken hier und da sogar über Kurzarbeit nach, ja. Aber wir haben eine sehr sehr lange Aufschwungphase hinter uns und die meisten Unternehmen sind für eine Rezession, die noch nicht mal ansatzweise erkennbar ist, gut gerüstet. Es wird überall richtigerweise über Facharbeitermangel und nicht über drohende Massenarbeitslosigkeit geredet.
Wenn wir jetzt jammern, dann auf sehr sehr hohem Niveau!

Und was ist mit Mallorca? Die letzten Jahre waren doch einfach fürchterlich. Die Insel in der Hochsaison völlig überlaufen mit allen dazugehörigen Unannehmlichkeiten und (fast) jeder hat sich richtigerweise darüber aufgeregt. Außerdem war und ist doch jedem klar, dass das ein vorübergehendes Phänomen war, geschuldet den Krisen in den alternativen Destinationen. Wenn jetzt der Rückgang da sein sollte, dann ist das keine Katastrophe, sondern eine Phase der Normalisierung.

Ich habe für jeden Verständnis, der vorsichtig ist. Aber das ganze "Schlechtreden" hilft niemandem, ausser den Extremisten!
:-h Peter

Offline philbehr

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Antwort #8 am:
14, Juni, 2019, 10:29:43
In den letzten 10 Jahren wurde auf Mallorca richtig abkassiert. Die mangelnde Nachfrage nach Ägypten und der Türkei wurde endlos ausgenutzt. Für weinger Geld konnte man einen gleichwertigen Karibikurlaub machen. Jetzt sind Ägypten und die Türkei nicht mehr so im Fokus der Negativmeldungen, da ist es doch kein Wunder, wenn die Urlauber die deutlich günstigeren Regionen vorziehen. Die Privatvermietungsregeln leisten seit kurzem ebenfalls einen Beitrag zum Buchungsrückgang. Als Urlauber ist das angenehm, als Immobilienbesitzer ist das nicht gut, weil der Trend auf die Preisentwicklung drückt.

Offline Thomas G

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Antwort #9 am:
14, Juni, 2019, 11:58:34
Sehe erstmal nicht das Problem als Immobilienbesitzer der dies eher als langfristiges Investment zur Eigennutzung sieht...Im Gegenteil, endlich etwas weniger los im Sommer...Glaube auch nicht das sich der Buchungsrückgang direkt in einen Preisrückgang widerspiegelt...

Offline jobaer

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Antwort #10 am:
14, Juni, 2019, 12:13:12
Dann bekommt man im nächsten Jahr endlich auch mal einen Handwerker für anfallende Kleinigkeiten. Vor allem die deutschen Betriebe sitzen seit mehreren Jahren auf einem sehr hohen Roß. z.B. Klempner in Paguera- auswecchseln einer Artmatur .Frage: sind sie Stammkunde, nein- wir rufen zurück, da warte ich heute noch drauf. Hab es dann selbst gemacht.

Online I+P

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Antwort #11 am:
14, Juni, 2019, 12:19:24
@jobaer
Die Hoffnung teile ich nicht. Besucherrückgang ist nicht gleich Immobilienrückgang. Von daher dürften die"guten" Handwerker zumindest zunächst nichts von den Einbußen der Hoteliers spüren.

Und wie Thomas G sehe ich auch keinen Rückgang der Immobilienpreise. Eher im Gegenteil dürfte ein bisschen weniger Besucherfrequenz die Insel noch attraktiver machen.
:-h Peter

Offline mallorquin

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Antwort #12 am:
14, Juni, 2019, 14:22:37
Die Immobilienpreise hängen aber an der Attraktivität der insel als Urlaubsdestination. Insofern sind Touristen, die kurzzeitig in Hotels oder Ferienappartments absteigen und Leute, die sich hier eine Immobilie kaufen zwar nicht genau dasselbe, dennoch zwei Seiten derselben Medaille.
Die Situation in Deutschland ist leider viel schlechter als beschrieben. Die Autoverkäufe sind bereits weiter eingebrochen als in der letzten Krise. Viele Autobauer haben bereits Entlassungen im Zehntausenderbereich angekündigt und die Zulieferer werden diese Zahlen vervielfachen. Die Stahlindustrie hat Produktionsrückgänge von fast 10% hinnehmen müssen, die Auftragseingänge des Produziernden Gewerbes liegen auch fast bei -10%, der Auftragseingang der Industrie bei -6% usw.
Die Stärke der deutschen Industrie in den letzten Jahren war auf Lohnverzicht und die Wettbewerbsschwäche der südeuropäischen Wirtschaft gegründet. In sämtlichen Bereichen wurde Innovationsfähigkeit eingebüsst. Deshalb werden wir jetzt zunehmend Fachkräftemangel und hohe Arbeitslosigkeit gleichzeitig erleben.
Hier auf Mallorca war das ständige Wachstum die "Normalität". Deshalb kamen auch jedes Jahr mehr Menschen hierher, um davon zu profitieren. Jedes Wachstum war dadurch sofort dauerghaft eingepreist. Eine Normalisierung dahingegehend, daß die Buchungszahlen zurückgehen, bedeutet sofortigen Mangel bei einem Teil der Bevölkerung. Da kann nichts mehr zugebuttert werden.
Und dann eben noch das Problem der zurückgehenden Energieversorgung ab ca. 2020!  Eigentlich bin ich auch der Typ Mensch, der sagt, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wurde. Da ich die Entwicklung aber seit Jahren mitverfolge, sage ich diesmal: Das Essen hat noch nicht einmal seine Maximaltemperatur erreicht.

Offline jobaer

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Antwort #13 am:
15, Juni, 2019, 07:07:22
Heute in der WAZ 2 große Berichte über den Rückgang der Touristenzahlen (ausser bei Alltours und Schauinsland) sowie über die Belastung Palmas durch die Kreuzfahrschiffe. Liest sich durchaus seriös, warten wir mal auf die Berichte der BILD





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