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Autor Thema: Radfahrer auf Mallorca  (Gelesen 1141 mal)

Offline margit

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am:
07, April, 2018, 13:46:47
Alle Jahre wieder gibt es ( auch hier ) heftige Diskussionen über Die Massen  an Radfahrern, die in mehr oder weniger großen Gruppen auf den Straßen der Insel unterwegs sind.
Nun ist es leider (wieder) passiert und eine Autofahrerin ist in eine solche Gruppe gefahren, dabei wurden wohl mind. 9 Personen niedergestossen und 6 leicht, 3 Schwer verletzt, einer der Sportler ist inzwischen leider verstorben .



« Letzte Änderung: 07, April, 2018, 13:49:44 von margit »

Offline philbehr

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Antwort #1 am:
07, April, 2018, 15:44:58
Ich kenne die Strecke gut, weil ich im Urlaub dort öfters fahre. Es ist eine gut ausgebaute Straße mit einem Randstreifen. Eigentlich sollte dort nichts passieren. Den vielen Berichten entnehme ich folgendes:
1) Ein erster Drogentest war bei der KFZ-Fahrerin positiv. Das Ergebnis der B-Probe ist noch offen. Die Fahrerin ist vor einiger Zeit schon drogenauffällig gewesen.
2) Sie sagt aus, die Radfahrer seien erst hintereinander gefahren, dann zu zweit und dann plötzlich zu viert.

Wenn beides den Tatsachen entsprechen sollte, haben aus meiner Sicht beide den Unfall verursacht - wobei es der schwächere Verkehrsteilnehmer mit seinem Leben bezaht hat.
 
Drogen und Straßenverkehr: für mich absolutes NoGo, das drastisch bestraft werden sollte (und damit meine ich nicht nur ein paar Tausend Euro Strafe). Das gilt meiner Meinung nach auch für Alkohol (da bin ich für die 0,0 Promillegrenze).
Radfahren auf einer Hauptstraße nebeneinander: Was soll dieser Egoismus ? Vielleicht "lernen" jetzt einige Radfahrer, hintereinander zu fahren. Aber auch als Autofahrer gibt es eine Verantwortung: ausreichend Sicherheitsabstand beim Überholen.

Offline herbstzeit

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Antwort #2 am:
07, April, 2018, 15:56:21
Die Dame fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit, auf einer übersichtlichen Geraden, ungebremst in die Gruppe. Wer die Fotos des Porsche Cayenne und der z.T. zweigeteilten Fahrräder gesehen hat, kann sich vorstellen, dass die Fahrerin nicht, wie es üblich ist, beim Anblick der Gruppe die Geschwindigkeit gedrosselt hat, sondern mit Vollgas weiterfuhr.
Selbst, wenn "auf einmal" 4 Fahrer nebeneinander gefahren sind (was ich nicht glaube), hätte sie noch auf die Gegenfahrbahn ausweichen können, auf der offensichtlich kein Verkehr war.

Dass sie die Aussage vor der Polizei in Manacor verweigert hat, spricht für sich.
Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.

(John Lennon)

Offline Spezies8472

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Antwort #3 am:
07, April, 2018, 16:08:45
wer, wärend der Fahrt Selfis macht, die verschickt. Beim Selfi sollen in ihren Sonnenbrillengläser sich die Radfahrer gespiegelt haben. So, laut meiner Tochter, die bei Facebook ist. Da weiss ich, ist sie nicht die einzige, die wärend der Fahrt, zB. WhatsAppt. Meine Cousine macht das auch und das in Deutschland.

Offline Prensal Blanc

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Antwort #4 am:
07, April, 2018, 16:50:35
Selbst wenn alle 9 betroffenen Radfahrer nebeneinander gefahren wären - was eher unwahrscheinlich ist - wäre das keine Rechtfertigung.

Mir scheint eine Ablenkung durchs Handy plausibel, da braucht es nicht einmal zusätzliche Drogen.

Egal was letztlich die Ursache war, ein Mensch ist tot und acht sind verletzt. Selbst die Unverletzten werden das vermutlich nie mehr vergessen. Ebensowenig wie die Fahrerin. Sie wird sicherlich auch nie mehr froh.
Das wünsche ich niemandem.

Offline Spezies8472

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Antwort #5 am:
07, April, 2018, 18:05:21
Leider kann man nicht sagen, das es nur ein hiesiges Problem ist, selbst in Deutschland zückt man noch gern, wenn auch versteckt am Lenkrad und schreibt wärend de Fahr auf der Autobahn mit 120kmh und mehr WhatsApp Nachrichten. Als mir meine Cousine, die dann hier im Urlaub war, das erzählte, hab ich sie gefragt, ob sue bescheuert wäre. Auch Tema Alkohol, ich kenne etliche Deutsche, die hier gern einen trinken und dann sich noch hinters Steuer setzen. Wenn wir was sagen, kommt zu100% die Antwort: wiso was denn, ist doch nur ne halbe Flasche Wein, sind doch im Urlaub, hier passiert doch nischt. Daher möchte ich nicht wissen, wieviele Deutsche, mit oder ohne deutschem Kennzeichen, nachm Mittagessen schon soweit alkoholisiert sind, das sie nicht mehr fahren dürften. Die Berichterstattung ist meist wie folgt: fährt ein Mallorquiner einen Deutschen platt, wird ein riesen Riss darum gemacht. Wenn allerdings ein Deutscher ein Mallorquiner platt fährt, ist der Artikel und der Riss darum schon wesendlich geringer. Oder man schustert den Mallorquiner noch die Schuld zu: was hat der in dem Moment auf der Strasse zu suchen. Daher sollte man selbstkritisch sein und sich fragen, wenn ich hier im Urlaub bin: wie oft habe ich mich mit 1 Glas Wein ( oder mehr )auf Mallorca schon hinters Steuer gesetzt ( oder meinethalben auch aufs Rad ). Dieses habe ich auch häufiger beobachtet, das Radfahrer in den Bars sitzen und sich den Alk reinkippen.
Ich verurteile was passiert ist. Aber ich weiss, das grad bei den Urlaubern in der Urlaubsstimmung dieses recht locker gesehen wird. Zudem sind viele davon überzeugt, warum auch immer, hier auf Mallorca passiert mir nischt ( im Sinne von Alkoholkontrolle ). Ich bekomme das oft genug mit....diese Leichtsinnigkeit. Wir haben nicht nur ein Kundenessen...jeder davon fährt danach noch sein KFZ ( Leihwagen oder auch deren eigenes ), sehen dies nicht als Problem an....nicht einer....und da wurde nicht nur ein Glas getrunken.
Wir sprechen uns ab, wer fährt..trinkt nichts ( ausser Cola oä ).
Wenn man dann Alkohol als das Pedent zur Droge nimmt, was die Frau genommen hat, will ich nicht wissen, wieviele Touristen ihr Fortbewegungsmittel bei einer Kontrolle direkt stehen lassen müssten....so mal als Denkanstoss
Aber jeder Toter, der durch Fahrt unter Drogen, Alkohol, Handyspielerei verursacht wird, ist jeder Toter zuviel. Desweiteren gegenseitige Rücksichtnahme, ja auch die Radrennsportler sind gemeint, auf den Strassen, würde viel Frust verhindern
schönes RestWE noch
die Spezies

Offline herbstzeit

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Antwort #6 am:
08, April, 2018, 00:51:14
Die Berichterstattung ist meist wie folgt: fährt ein Mallorquiner einen Deutschen platt, wird ein riesen Riss darum gemacht. Wenn allerdings ein Deutscher ein Mallorquiner platt fährt, ist der Artikel und der Riss darum schon wesendlich geringer.
Ach ja? Ist das so? Was Du alles weißt! Ich glaube, Du lebst auf einer anderen Insel als ich.....  #-o
Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.

(John Lennon)

Online seven

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Antwort #7 am:
08, April, 2018, 06:09:37
das mag ja nun auch daran liegen, dass gefühlt viel mehr touris von Spaniern umgefahren werden. ich erinner mal an den betrunkenen Polizisten am cap blanc, der die beiden älteren deutschen auf Fahrrädern erwischt hatte und abgehauen war.
oder im vergangenen jahr an den lkw Fahrer oben bei Colonia sant pere mit den 4 toten deutschen

mir ist es aber letztlich gleich, wer welche nationaliät hat, passiert so etwas, ist ein mensch gestorben
 ob es dann alkohol, whats app oder cannabis war, spielt keine rolle. da war jemand nicht in der lage, sein fahrzeug zu beherrschen
Liebe Grüße Petra

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Offline colau

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Antwort #8 am:
08, April, 2018, 07:52:11
Radfahren auf einer Hauptstraße nebeneinander: Was soll dieser Egoismus ?

das duerfen sie hier per gesetz

Offline Spezies8472

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Antwort #9 am:
08, April, 2018, 08:30:43
Herbstzeit:
zumindest empfinde ich das so, was sich teils ja auch in den Komentaren, die man zB bei der Mallorcazeitung abgeben kann, wiederspiegelt. Wenn ein Mallorquiner eine Straftat begeht, wird gewettert was das Zeug hält. Aussser bei den Radfahrern, da liegt der Hass auf den Radfahrern. Da wirds so schlimm, das MM Kommentare löschen muss. Aber, wie gesagt, ist meine persöhnliche Empfindung.
Wie ich schon schrieb: jeder Tote auf der Strasse ist zuviel. Auch egal welche Nationalität der Verursacher und Betroffene hat. Viele überschätzen sich selber, was noch geht und was nicht. Grade im Urlaub, wird vieles etwas lockerer gesehen, wie ich das im vorherigem Treat schon beschrieben habe.

Offline Spezies8472

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Antwort #10 am:
08, April, 2018, 09:15:50
Ach ja, in dem Zusammenhang fand ich nen Kommentar aus der MM interessant:
Ist das normal, dass hier tausende Ausländer die Straßen als "TRAINIGSCAMP" nützen? Ich finde das sehr befremdlich. Straßen sind dafür da Menschen und Güter von A nach B zu bringen, nicht um sich sportlich zu betätigen. Warum fahren die nicht in ihren Ländern, hier ist halb Europa zum trainieren, und man kann nicht mehr normal mit dem Auto fahren.

Ich mein, vom Denkansatz. Trainiere mal Fussball oä. einfach so auf der Strasse. Es gibt Abschnitte, wo edliche Radler unterwegs sind, wo es schwierig wird durchzukommen. Man muss Kolonne nach Kolonne überholen. Bei anderen Sportarten, die öffendlichen Raum so nutzen, müssen teils Genehmigungen eigeholt werden. Warum dann nicht auch für das Trainingsgerät Mallorca und bekommen dann Abschnitte zugewiesen. Dann würde sich das schonmal nicht an einigen Strecken ballen. Vorallen nicht auf Hauptlandstrassen. Wenn man das aus der Sicht sieht: Radrennsportler benutzen Mallorcas Strassen als Trainingsgerät, gibt es eine andere Sicht auf die Sache. Sind ja keine Freizeitradler. Einige ja, aber nicht das Angrot.

Offline Prensal Blanc

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Antwort #11 am:
08, April, 2018, 10:50:30
Ich bin wahrlich kein Freund von Radfahrerkonvois, egal wo. Auf den engen Passstraßen auf Mallorca bekomme ich auch schnell mal einen Herzkasper, wenn mir ein Trupp begegnet.

ABER im vorliegenden Fall hätte es wohl auch jeden anderen treffen können, der sich mit niedrigerer Geschwindigkeit auf der geraden Straße befunden hätte. Ob Radfahrer, Mopedfahrer,Wanderer oder Schäfer... 

Offline Walter

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Antwort #12 am:
08, April, 2018, 19:49:10
...mal rein von der rechtlichen Seite betrachtet: Rennräder haben keine Straßenzulassung, denn diese ist an technische Ausführungsvorschriften gebunden, zumindest ist dies in Deutschland so, aber wer kontrolliert das schon, wenn da etwas passiert bekommt der verletzte Radler zumindest zivilrechtlich eine Mitschuld angerechnet ob seines verkehrswidrigen Verhaltens!
Ausnahme: Fahren im so genannten "Verband", allerdings genehmigungspflichtig durch die Straßenverkehrsbehörde und dabei eine rechtliche Besonderheit: So lange der Verband zusammenhängend unterwegs ist, genießt er sogar Vorfahrtsrechte,beginnend ab dem Spitzenfahrzeug und endend mit dem Schlußfahrzeug, wie das allerdings straßenverkehrsrechtlich in Spanien ist entzieht sich meiner Kenntnis!
« Letzte Änderung: 08, April, 2018, 19:58:07 von Walter »
der Eine will, kann aber nicht .....
der Andere kann, will aber nicht.......
der Dritte kann und will, weiß aber nicht was

Offline Enigma

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Antwort #13 am:
08, April, 2018, 21:16:32
Wenn das Rad mit den notwendigen Reflektoren ausgestattet ist, genügt es den Anforderungen und darf selbstverständlich auf Straßen bewegt werden.

Was hilft ist gegenseitiger Respekt und Rücksicht auf den Straßen und ein wenig Entschleunigung.

Wer sich von ein paar Minuten mehr Fahrzeit wegen Radfahrern oder landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen derart gestresst fühlt, der sollte die Fahrt nicht antreten.

Auf der anderen Seite sollten Radfahrer nicht wie die irren die Bergstraße runter brettern.

Den Trainingseffekt holt man sich doch auf dem Weg nach oben.

Also gegenseitig acht geben.

Offline margit

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Antwort #14 am:
19, April, 2018, 13:19:46
Die Unfallfahrerin ist inzwischen gegen Kaution auf freiem Fuß
Berichtet MM

« Letzte Änderung: 19, April, 2018, 13:21:31 von margit »





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