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Reiseberichte / Re: Mallorca im Sommer - Expedition 2017, Teil 3
« Letzter Beitrag von Str-Omi am Heute um 20:48:06 »
Hallo Kai,

habe eben deinen tollen Bericht entdeckt - aber noch keine Zeit zum lesen. Aber das hole ich mit Sicherheit Anfang der Woche nach. So lange haben wir noch Besuch.

Trotzdem schon einmal vielen Dank dafür. Endlich mal wieder ein schöner (nehme ich doch an) Reisebericht, auf den ich mich schon sehr freue.

Schönes Wo'Ende und viele Grüße
Str-Omi
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Reiseberichte / Re: Mallorca im Sommer - Expedition 2017, Teil 3
« Letzter Beitrag von Verano am Heute um 20:34:28 »
Nabend Kai,

danke für die unterhaltsamen Zeilen.

Ihr hattet also auch Ameisenalarm...

Beim Wandern haben wir etwas mehr Glück - unser Siebenjähriger geht halbwegs gerne mit. Manchmal jault er auch unterwegs, wenn es ihm zu lange dauert. Aber er lässt sich ganz gut darauf ein, wenn man ihm fantasievolle Schmuggler- oder sonstige -Geschichten, die zur Gegend passen, erzählt.

Wir versuchten zudem in diesem Juli eher schattige Wanderwege auszuwählen. Das half auch etwas.

Es waren auch alles keine soooo anspruchsvollen Touren. Und in der ersten Julihälfte war es auch nicht so extrem heiß wie in der zweiten.

Statt TV haben wir ab und zu Gesellschaftsspiele heraus geholt und hatten Legobausätze (Legotechnik 3 in 1) dabei. Die sind auch super für unterwegs, weil sie relativ lange für Beschäftigung sorgen.

Bei uns lockte zudem doch sehr der Pool. Dieses Jahr versuchte sich unser Sohn im Tauchen.
Nach einiger Übung hatte er dann auch den Bogen raus und war total begeistert und konnte sich lange damit die Zeit vertreiben.

Toll, dass Ihr die Oma dabei hattet. Unsere Oma traut sich das leider nicht mehr zu. Vor einigen Jahren war sie aber auch noch mit. Große Hilfe! Gerade, wenn sie noch so ganz klein sind und ständig das Gelände krabbelnd erkunden wollen bzw. halbwegs aufrecht laufend...

TV lief bei uns meist dann am "späteren" Abend auch noch. Ist ja Urlaub...
Und seit Neuestem weiß er auch, dass es auf dem Smartphone Spiele gibt.
Ganz dran vorbei kommt man bei den größeren Kleinen dann eben nicht mehr.

Lieben Gruß
Ullie

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Reiseberichte / Re: Mallorca im Sommer - Expedition 2017, Teil 3
« Letzter Beitrag von Lortzing23 am Heute um 19:48:26 »
Wir haben den Reisebericht genossen. Eigentlich lesen wir so lange Berichte selten aber bei diesem konnten wir gar nicht aufhören zu lesen.
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Rund ums Reisen / Re: Niki Flug im Mai bleibt gültig
« Letzter Beitrag von margit am Heute um 19:38:55 »
Wenn der Kauf von NIKI durch EUROWINGS von den zuständigen Stellen bewilligt wird, wurde ja bereits angekündigt,
Daß NIKI als eigene Airline schnellstmöglich aufgelöst und aus Spargründen in die EW eingegliedert werden soll,
Somit gibts dann praktisch wohl auch keine HG(NIKI)-Flüge mehr und ist vermutlich damit zu rechnen, daß diese dann zu EW-Flüge werden
... und Ew hat pressemäßig ja schon verlautbart, daß "ein endgültiger Flugplan erst nach der rechtsgültigen Übernahme von NIKI" erfolgen kann,
mit Stornos, Verschiebungen, Umbuchungen muß man da wohl jederzeit noch rechnen,
Noch ist ja auch nicht ausgeschlossen, daß auch NIKI in der Zwischenzeit insolvent wird 
Deshalb wird vermutlich auch die Homepage nicht mehr  bearbeitet / aktualisiert   ~X(


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Reiseberichte / Re: Mallorca im Sommer - Expedition 2017, Teil 3
« Letzter Beitrag von mopest am Heute um 18:53:10 »
Hallo,
vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Einige der Touren kenne ich auch, aber im Sommer habe ich nur einmal den Ausflug zur Cala Boquer gemacht. Ansonsten habe ich schon beim Lesen mitgeschwitzt. Und ein bisschen von unserem letzten Urlaub geträumt (im September, da war es nicht ganz so heiß).
Viele Grüße von Monika
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Reiseberichte / Re: Mallorca im Sommer - Expedition 2017, Teil 3
« Letzter Beitrag von Ratita am Heute um 17:08:58 »
Hallo Kai,


schöner, anschaulicher Bericht. Wir wandern ja wirklich auch sehr gerne auf der Insel....aber im Sommer, bei diesen Temperaturen, no way. In der Hochsaison ist es wirklich kein Vergnügen mehr, auf der Insel zu urlauben. Leider, bleibt einem mit schulpflichtigen Kindern nichts anderes übrig. Ging uns jahrelang genauso. Je nach Alter, erinnere ich mich gut, an deren Unwillen, etwas zu unternehmen und an das stundenlange Fernsehen der Jungs. Auch das ging vorüber ... Jahre später ,reisen beide im Erwachsenenalter,  weiter gerne auf die Insel. Man liebt sie einfach mit ihrer Vielseitigkeit.


LG
Petra
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Reiseberichte / Re: Mallorca im Sommer - Expedition 2017, Teil 3
« Letzter Beitrag von seven am Heute um 17:04:11 »
Herzlichen Dank Kai, ich hab Deine 3 Berichte mit viel Interesse und auch einem leichten Schmunzeln gelesen und mich daran erinnert, wie es war, als meine Eltern uns damals im Urlaub bespaßen wollten. Wandern gehörte schon damals nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen ;-)

Mir hats Spaß gemacht, euren Urlaub nachzulesen :-)
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Reiseberichte / Re: Mallorca im Sommer - Expedition 2017, Teil 3
« Letzter Beitrag von lenamar am Heute um 15:04:32 »
Und selbst wenn sie keiner ließt haben sie sich für mich schon wieder gelohnt – es war schon wieder fast ein bisschen Urlaub.

Ja, gell, die Nachbereitung macht einem selbst auch immer Freude, da kann man selbst nochmal gedanklich "nachschwingen".
Und normalerweise tue ich mich immer ein bißchen schwer mit eher ausführlichen Gesamtberichten: hier habe ich schon mal Teil 1 genauer gelesen und das mit Genuß. Die anderen Teile werde ich mir im Laufe des Tages noch zu Gemüte führen.
Dieser Tage hatte ich tatsächlich schon mal daran gedacht, wegen der Ali-Tour nachzufragen...

lg lenamar
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Reiseberichte / Mallorca im Sommer - Expedition 2017, Teil 3
« Letzter Beitrag von Kai* am Heute um 14:17:57 »
10. Tag

Eine weitere Tour von Roland Otto ist geplant. Die Kleine Muleta-Runde. Und unser Großer soll mit. Er ist nicht ganz so begeistert wie sonst, es hat halt immer noch 31° Grad. Er weigert sich aber auch nicht. Es wird aber auch nur ein Spaziergang.

Wir starten am Far des Cap Gros und finden zu meiner Überraschung tatsächlich einen Parkplatz direkt am Leuchtturm. Was wohl daran liegt, dass das Restaurant geschlossen ist. Hier haben wir die Wegbeschreibung, einen Ausdruck der OSM-Karte und einen von mir gebastelten GPS-Track für die Wander-App.

Der Weg wird sehr schnell schmal und führt immer an der Küste entlang. Stellenweise zweigen Wege ab, die OSM nicht kennt, Steinmännchen sind auf den meisten Wegen vorhanden. Ein Blick auf die Offline-Karte der App hilft immer weiter. Es ist ein schöner Weg in schöner Landschaft. Wir treffen zwar zunächst niemanden, doch gibt es hier viele Fußspuren. Dieser Weg ist deutlich stärker frequentiert.
An einer Stelle muss man einige Meter hinab klettern. Meine Frau beschwert sich. Sie dachte es sei nur ein Spaziergang. Die nächste Wanderung soll ich doch alleine gehen.

Nach der Urbanisation Muleta verläuft der Weg auf einer breiten staubigen Piste, biegt dann links auf den GR 221 und hinter dem Olivenhain dann wieder rechts. Die App kennt den Weg gerade aus nicht und sagt keinen Ton. Wir merken es aber gleich. Bei dem sehr fotogenen Gutshof Muleta Gran, mit dem Cornador und dem Ofre im Hintergrund verlassen wir dann wieder die staubige Piste. Der Weg wird wieder schmaler, aber gut zu gehen und führt zurück zum Leuchtturm. Auf diesem Teilstück treffen wir dann auch andere Wanderer.

In Sóller gibt es noch das versprochene Eis im von Lenamar empfohlenen Ca’n Pau. Das Eis ist, wie berichtet sehr gut, die Karte allerdings sehr übersichtlich. Ich persönlich bevorzuge jedoch immer noch das Eis von Fàbrica de Gelats.

Im Ferienhaus läuft, wer hätte es gedacht, der Fernseher.

11. Tag

Wieder ein Familientag. Wir fahren zu den Coves de Campanet. Unser Kleiner will keine Tropfsteinhöhle. Er zählt schon die Tage bis er wieder nach hause fliegen kann.

Die Höhle ist nicht ganz so eindrucksvoll wie die von Porto Christo oder die Cova d’Artá, aber durchaus sehenswert. Der Führer spricht kein Deutsch, aber bestes oxford english. Ich bin bei uns der Einzige, der einigermaßen englisch spricht, mit Simultandolmetschen bin ich dann doch überfordert.
Am Ein- und Ausgang gibt es einen Ramschladen, in dem man allerlei Sinnloses mit Mallorca-Aufschrift kaufen kann.

Zurück in Ca’n Picafort laden wir die Oma mit Kindern am Strand ab, es gibt tatsächlich noch ein freies Plätzchen neben den öffentlichen Toiletten. Ich schlendere mit meiner Frau durch den Ort – sie braucht noch ein paar Mitbringsel und schleift mich in einen Laden mit touristischem Bedarf. Nutzloses, Wertloses und ach so Witziges. Der übliche Müll eben. Wer kauft so etwas? Ich kaufe mir eine Kaffeetasse mit Mallorca-Aufschrift. Was denn? Meine Tasse bei der Arbeit ist gerade kaputt gegangen und die hier ist wirklich schön.

Dann gehen wir auch an den Strand. Ich weiß nicht mehr ob ich mir die Mühe gemacht habe mich umzuziehen. Ich wollte jedenfalls nicht anstehen um ins Wasser zu kommen.

12. Tag

Der Barranc de Biniaraix ist eine der bekanntesten Touren und soll, so liest man immer wieder, sehr schön sein. Der bloßen Erwähnung wegen, der Weg sei gepflastert hatte ich mir nie die Mühe gemacht mich näher damit zu befassen. Nachdem ich bei der Planung des diesjährigen Urlaubs über Bilder des Weges gestolpert bin wurde ich neugierig. Als ich dann die Wegbeschreibung von Roland Otto las stand mein Entschluss fest. Ich will auf den Cornador Gran.

31° Grad, die Luftfeuchtigkeit ist auf erträgliche 40% gesunken.
Wir starten in Biniaraix schon ein Stück vor dem alten Waschhaus, von dem aus die eigentliche Tour beginnt. Im Ortskern von Biniaraix findet man keinen Parkplatz. Gleich hinter der ersten Brücke über den Barranc de Biniaraix geht es recht steil nach oben, vorbei am Font de Cas Patró Lau bis zum Abzweig auf den Cami de s’Olivar Vell. Dort runter vom gepflasterten Weg, weiter steil bergan durch Olivenhaine durch angelegt Terrassen. Je höher man kommt, desto spektakulärer werden die Aus- und Weitsichten. Über Biniaraix bis nach Sóller und hinunter in den Barranc, wo man schon den Rückweg gut erkennen kann. In den Terrassen stehen Häuser, teilweise mit Pool. Wie bekommen die Leute ihre Einkäufe dort hin, so ohne Straße? Ihre Kühl- und Wandschränke?
Meine App tut kund, es wäre nun Zeit zum Abbiegen, zu den Coves de ses Alfàbies. Genau hier ist auch ein kleiner Abzweig, der allerdings auch kurz danach versandet. Meine Frau, die die Zeit nutzen will um ein wenig zu ruhen, hat bei meiner Rückkehr den richtigen Abzweig gefunden: 20 m weiter, mit einem großen roten Pfeil markiert.
Weiter oben hören wir plötzlich Motorenlärm. Fährt hier jemand mit einer Enduro hoch? Zu gleichmäßig das Geräusch, eine Motorsäge ist es aber auch nicht. Hinter einer Biegung kommt uns ein voll bepacktes Raupenfahrzeug entgegen. Jetzt wissen wir wie die Menschen hier ihre Eiche Rustikal in die Bergfinca bekommen.
Wir stoßen wieder auf den Pilgerweg, der zurück nach Biniaraix führt. Meine Frau beschließt nicht mit auf den Cornador zu kommen, sie will hier warten.

Nun gebe ich so richtig Gas, ich will sie ja nicht so lange warten lassen. Der Weg ist durchweg gepflastert, was mich hier jedoch überhaupt nicht stört. Die Kulisse macht das alles wieder wett. Ein MTBler kommt mir entgegen. Am Torrent de l’Ofre weisen Schilder und meine App den Weg nach rechts zum Cornador Gran. Hier führen mehrere Trampelpfade, alle mit Steinmännchen versehen, in die selbe Richtung durch die Garrigue. Weiter oben wird der Weg wieder eindeutig bis zum Refugi, das gerade von ein paar jungen Spaniern bezogen wird. Von hier weglos zum Gipfel und weiter zum Mirador Xim Quesada. An der Abbruchkante am Aussichtspunkt geht es hunderte Meter in die Tiefe. Der Blick reicht bis Port de Sóller, heute spricht man von atemberaubender Aussicht. Ich habe glücklicherweise kein Problem mit der Sauerstoffzufuhr und mache mich nach einem Selbstportrait, neudeutsch Selfie, wieder an den Abstieg. Da es mit den Gipfelfotos etwas gedauert hat lege ich nun einen Zahn zu und übe mich im Trailrunning. Vom Gipfel bis zum Torrent de l’Ofre. Hey, das macht richtig Spaß. Wenn nur der schwere Rucksack nicht wäre. Der nervt. Auch geht es auf die Knie. Ich bin erstaunt, dass ich so lange durchhalte.

Am Torrent wartet bereits meine Frau auf mich. Sie war doch weiter gelaufen. Entspannt laufen wir gemeinsam zur Gabelung und nun weiter auf dem gepflastertem Weg, mehrfach den Barranc überquerend zurück nach Biniaraix. Was ich hier in einem einzigen Satz beschreibe ist allein die Wanderung schon wert. Man muss nicht unbedingt auf den Cornador, die „kleine“ Schleife über den Cami Vell und zurück durch den Barranc reicht auch schon aus für ein sehr schönes Wandererlebnis.

Zurück am Auto fahren wir zum Sanctuari de l'Olivar, das ganz in der Nähe, direkt an der MA-10 liegt. Das Kloster selbst hat schon geschlossen, die kleine Kapelle daneben auch. Trotzdem ist Sa Capellata ein echter Hingucker.

Schnell noch eine Kleinigkeit eingekauft und ab ins Ferienhaus. Wir sind spät, der Fernseher läuft. Als das Programm zu Bernd dem Brot wechselt schreite ich dann doch ein.

13. Tag

Ausschlafen. Ein paar letzte Einkäufe. Wein in Plastikflaschen, Sobrassada, Sal de Fleur, Mitbringsel mit denen man auch etwas anfangen kann. Koffer packen.

Noch einmal an den Strand, wieder nach Sa Canova. Ich lade meine Familie am Strand aus und finde einen Parkplatz in 1 km Entfernung (Wander-App, es hat mich einfach interessiert). Heute ist es sehr windig, die gelbe Flagge weht. Das Baywatch-Team weist an wo man ins Wasser darf. Unser Kleiner, der das schwimmen Lernen bis dato noch verweigert, spielt am Strand, ich stürze mich mit meinem Großen (zu diesem Zeitpunkt noch das Silberne Abzeichen) in die mannshohen Wellen. Und wenn ich schreibe mannshoch, dann meine ich das auch. Als ich einmal nicht aufpasse reist mich eine Welle von den Füßen.

Als ich irgendwann beschließe wieder ans Ufer zu gehen schaue ich mich nach meinem Junior um. Eben war er doch noch neben mir. Eine Welle hatte ihm sein „Surfbrett“ aus den Händen gerissen und auf die Felsen zu getrieben. Er natürlich hinterher. Eine weitere Welle drückt ihn auf die Felsen. Der Untergrund ist rutschig, in seiner Panik kommt er nicht zum Stehen. Als ich ihn hoch ziehe klammert er sich um meinen Hals. Glitschige, zappelnde 45 kg, meine Füße stehen auf algenbewachsenen Felsen und die Wellen klatschen gegen uns. Ich hatte schon leichtere Aufgaben. Ich beruhige mein völlig aufgeregtes Kind. Wir sind die Attraktion des ganzen Strandabschnitts. Der Baywatch-Typ steht entspannt am Ufer und gibt Anweisungen in welche Richtung wir das Wasser verlassen sollen.
Kaum an Land nimmt ihn meine Frau direkt wieder mit ins Wasser. Getreu der Indianerweisheit „Steige sofort wieder auf das Pferd, das dich abgeworfen hat“.

Heute, als ich diese Zeilen schreibe hat er bereits das goldene Schwimmabzeichen.

14. Tag und Abreise

Es wird kühl auf Mallorca. Wir haben nur noch 27° Grad. Eine letzte Ensaïmada zum Frühstück, das Auto voll gepackt und ab Richtung Flughafen.
Unser Flieger geht schon mittags, dieses Jahr ist keine Zeit für eine finale Besichtigung. Wir haben eine Zwischenlandung in München, alles klappt reibungslos, alles ganz entspannt. In Frankfurt kommen unsere Koffer als erste auf dem Band – nur meiner nicht. Am Ende stehen ein anderer Reisender und ich allein am leeren Band. Er kennt das schon und wir gehen gemeinsam zum Lufthansaschalter.

In Frankfurt sind es frostige 17° Grad, zuhause hole ich meinen Fleecepulli aus dem Schrank und ziehe ihn über mein T-Shirt.
Mein Koffer kommt einen Tag später per Bote.
Zwei Wochen später fragt unser Kleiner wann wir endlich wieder nach Mallorca fliegen.
Wir haben insgesamt 850 Bilder gemacht, ich alleine 750 davon und bei der Arbeit warten schon die nächsten Projekte auf mich. Ich brauche vier Monate bis ich dazu komme diese Zeilen zu schreiben. Und selbst wenn sie keiner ließt haben sie sich für mich schon wieder gelohnt – es war schon wieder fast ein bisschen Urlaub.
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Reiseberichte / Mallorca im Sommer - Expedition 2017, Teil 2
« Letzter Beitrag von Kai* am Heute um 14:13:45 »
5. Tag

Heute steht die Fahrt mit dem „Roten Blitz“ von Palma nach Sóller auf dem Programm.
Schon das Tor am Bahnhof in Palma wirkt sehr nostalgisch auf uns. Am Fahrkartenschalter kaufe ich unsere Tickets:“Tres adultos y dos  niños“. „Also fünf Personen“, bekomme ich in bestem Deutsch zur Antwort. Man muss bereits für die Rückfahrt eine feste Uhrzeit angeben um die Plätze zu reservieren.

Der Zug selbst ist sehr schön, die Fahrt sehr gemächlich und entspannend. Ich genieße es einmal aus dem Fenster zu schauen und nicht selbst fahren zu müssen. Ich fahre zwar gern auf Mallorca, doch einfach mal spazieren zu gucken kann auch ganz schön sein.
Unser Großer sitzt am Fenster und macht mit meiner Kamera ein paar Bilder von den Tunneleinfahrten. Man kann sogar ein paar gebrauchen. Unser Kleiner ist gelangweilt. Er will nicht nach Mallorca, er will wieder nach hause. Vorbei die Zeiten als Bahn fahren noch etwas Tolles war.

In Sóller gehen wir als erstes zur Eisdiele der Fàbrica de Gelats. Das Eis ist noch immer außerordentlich lecker und hebt die Laune unseres Kleinen. Im angeschlossenen Laden Fet a Sóller lassen wir dieses Jahr keinen Cent. Hatten wir im Supermarkt für einen Crianza von Ferrer noch 8 € bezahlt, im Internet kostet er 10 €, so  soll er hier dieses Jahr stolze 12 € kosten. Teurer geht nur noch im Duty Free für 13 €.
Mit meinem Großen spaziere ich durch die Carrer de sa Lluna. Hier gibt es einige Lädchen mit allerlei Spezialitäten. Preisvergleich lohnt sich. Als wir zurück sind an der Plaza de la Constitución will mein Kleiner meine Kamera. Auch er macht einige Bilder, die ich später für unser Fotobuch verwende.

Auf der Rückfahrt bekommen wir keine Plätze zusammen, wir sitzen etwas auseinander. Aber nicht sehr lange. Wir stehen meist draußen zwischen den Wagen und machen Fotos. Jetzt hat auch unser Kleiner etwas mehr Interesse.

Kaum sind wir wieder im Ferienhaus, schon geht der Fernseher an.
Die Ameisen laufen noch immer ungeniert über den gut 2 cm breiten Streifen Backpulver vor der Eingangstür. Ich bin froh, dass es aus dem Ameisenbau nicht nach Kuchen duftet.

6. Tag

Für heute habe ich den Alí geplant. Ich habe mich für die Route von Roland Otto entschieden, da die von Wolfgang Heitzmann über die Coma Freda führt, somit Mautgebühren fällig werden und wir so manches Mal Schwierigkeiten mit den Heitzmännischen Wegbeschreibungen hatten. Die Wander-App ist heute nutzlos, da das Wegenetz in OSM zu diesem Zeitpunkt hier noch einige weiße Flecken aufweist.

Wir starten am Picknickplatz Sa Coveta Negra. Es geht gleich recht steil einen breiten Weg hinauf, den Puig d’en Alí schon früh im Blick. Da hoch also, sieht nicht ganz unanstrengend aus. Die in der Wegbeschreibung versprochenen Farbkleckse und Steinmännchen sind nicht vorhanden. Sind wir auf dem richtigen Weg? Da war kein anderer. An einer nicht beschriebenen Gabelung endlich ein Steinmännchen. Und weiter steil nach oben.

Als der Weg endet (und auch das zu diesem Zeitpunkt endende OSM Streckennetz) beginnen die Steinmännchen. Sie sind der einzige Hinweis darauf, dass hier schon einmal ein Mensch gewesen ist. Noch steiler geht es in der sengenden Sonne über Kartsgestein nach oben. Hier in den Bergen ist es nur noch 32° Grad und hat 50% Luftfeuchtigkeit, aber es gibt kaum Schatten. Wir bewegen uns langsam,  achten auf unseren Puls und machen viele Pausen. Wir wollen nicht als die dummen Touris, die unbedingt während einer Hitzewelle den Alí hoch klettern mussten in die Analen der Bergrettung eingehen. Die Kletterei macht Spaß, doch 5° Grad weniger würde ich auch nehmen. Weiter oben sehen wir den ersten Farbklecks als der Weg, der auch in OSM verzeichnet ist auf den unseren trifft. Doch dieser führt nicht zu unserem Ausgangspunkt. Hier gibt es wieder Schatten bis kurz unter den Gipfel. Versprochene Steinpyramiden suchen wir vergeblich.

Den Gipfel besteige ich allein, meine Frau wartet unten. Das war ihr für heute genug Kletterei. Nach einem Äpfelchen machen wir uns an den Abstieg durch lichten Wald und Gestrüpp. Hier führen Farbkleckse und Steinmännchen in alle möglichen Richtungen.

Am Coll de Sa Línea wird der Weg erstmalig bequem. Hier sehen wir heute auch das erste Mal seit dem Parkplatz Fußspuren anderer Wanderer. Ein breiter Forstweg führt zur mautpflichtigen Finca. Wir folgen ihm nicht lange. An einem Köhlerplatz verlassen wir ihn und folgen einem schmalen, steinigen Pfad. Hier gibt es wieder keine Fußabdrücke. Entlang einiger Köhlermeiler führt der sehr schöne Weg durch den Wald zum Pas de n’Abona. Hinter ihm geht es anfangs steil bergab und eine halbe Stunde später auf den alten Pilgerweg zwischen Caimari und Lluc. Kurz vor dem Rastplatz begegnet uns heute der erste Mensch. Er kommt uns entgegen, steil bergauf – gejoggt.

Der Tag war deutlich anstrengender als gedacht und meine Frau will nicht mehr wandern gehen. Frühestens zu hause wieder. Im Ferienhaus läuft der Fernseher. Wir weisen die Ameisen in ihre Schranken.

Die Wegbeschreibung von Roland Otto finde ich heute, mehrere Monate nach der Tour übrigens nicht mehr im Netz, nur noch eine gleiche wie die Heitzmann-Tour. Trotzdem war das eine der schönsten Mallorca-Wanderungen, wenn auch bei dieser Hitze sehr anstrengend.

7. Tag

Die beiden Bäcker im Ort richten sich zu meiner Verwunderung weniger nach dem Geschmack der Touristen als nach dem der Einheimischen. Das ist keine Kritik, nur hätte ich erwartet in einem reinen Touristenort ein reicheres Angebot an nicht süßen Backwaren vor zu finden. Im Mercadona sahen wir bei einem unserer Einkäufe dann auch Körnerbrötchen in der Selbstbedienung (die allerdings auch nicht der Renner sind, Supermarktübliche Aufbackbrötchen eben).
Heute sind wir etwas später aufgestanden und ich hole Frühstück bei Mercadona. An der Kasse sitzt Elvis. Gestern Abend ist er erst gegen 21:00 Uhr zu seinem Gig aufgebrochen. Keine Ahnung wann er nach hause gekommen ist.

Nach der Anstrengung von gestern legen wir uns heute nur an den Strand und fahren dazu nach Son Serra de Marina. Wieder recht voll, wieder ist das Meer recht rau. Ich mache tolle Bilder von unseren Kindern, die auf den Felsen zwischen den Stränden spielen, während die Gischt hinter ihnen empor spritzt. Unser Großer hat sich eine Art Surfbrett aus Styropor gekauft. Dass es eine Schwimmhilfe ist sagen wir ihm nicht. Er hat seinen Spaß damit und auf den Bildern, die ich von ihm gemacht habe wie er damit durch die Wellen schwimmt sieht er fast aus wie Profisurfer.

Zurück im Ferienhaus gehe ich in die Küche und vor der Spüle sitzt eine Kakerlake, groß wie ein Pudel und grinst mich an. Als ich mit dem Besen auf sie zu gehe flüchtet sie unter den Schrank. Okay, vielleicht nicht ganz so groß wie ein Pudel. Da ich den Besen schon in der Hand habe kümmere ich mich um die Ameisen.

Wir essen früh zu Abend. Anschließend gehe ich mit unserem Großen auf Nachtwanderung. Er verzichtet dafür tatsächlich auf das Fernsehen.
Von Son Baulo laufen wir zu der Nekropole Son Real. Als wir ankommen ist dort noch einiges los, als es dunkel wird sind wir ganz alleine. Über dem kürzlich erklommenem Bex de Ferrutx steht der Vollmond, über Alcanada taucht die unter gehende Sonne das Meer in ein warmes Licht. Tolle Stimmung.

8. Tag

Genug gefaulenzt. Wir fahren nach Binibona und überlassen die Kinder dem Fernseher.
Dort parken wir unseren Familienvan zwischen Porsche Cayenne, BMW und Jaguar von Sixt. Sind wir hier wirklich richtig?
Über eine asphaltierte Straße verlassen wir den Ort, überqueren den Torrent de Sant Miquel und folgen auf einem breiten Forstweg dem Torrent des Picarols. Dieses Mal ist der Weg einigermaßen markiert, wenn auch nicht so üppig wie in der Beschreibung.

An zwei Steinpyramiden (Roland Otto), ich würde sie einfach nur als Steinmännchen bezeichnen, beginnt der eigentliche Weg. Wir haben wieder 32° Grad, der schmale, stellweise verwachsende Pfad führt stetig aufwärts durch den Wald der Coma Llarga. Ab den „Pyramiden“ gibt es keine Fußspuren mehr. Vor einem Pass wird es noch einmal steiler, danach auf einem mauergestütztem, wohl schon länger nicht mehr begangenem Weg zur Pla de sa Bassa. Dort eine Pause an einem Köhlerplatz, bevor es wieder einmal ein Stück über Kartsgestein, ohne Schatten, wenn auch nur sanft aufwärts geht.

Als der Wald erreicht ist haben wir den Aufstieg endgültig geschafft. Eine weitere Pause am Pas d’en Bisquerra. Von hier oben sieht das mächtig tief, aber nicht sehr weit aus bis zu dem Tal. Also sehr steil. Der Pass ist mit einem Stahlseil gesichert. Das ist hilfreich, aber nicht zwingend nötig. Weiter unten als das Stahlseil endet hätte ich mir für die letzten Paar Meter  schon eher eins gewünscht.

Das in der Beschreibung von Herrn Otto geschlossene Tor ist heute zusätzlich mit Stacheldraht gesichert, das Loch im Zaun geflickt. Das neue Loch auch. Zahlreiche Fußspuren (wo kommen die auf einmal alle her?) weisen uns den Weg zum aktuellen Loch. Wir haben schon ein wenig schlechtes Gewissen, als wir uns hindurch zwängen. Der Eigentümer möchte ganz offensichtlich keine Passanten auf seinem Grund. Aber umkehren wäre nun zu weit.
Auf der anderen Seite des Grundstücks kann man ganz einfach auf einer Holzleiter die Mauer übersteigen, der folgende Weg sehr schön und abwechslungsreich durch ein Tal zurück zu den beiden „Steinpyramiden“. Wir treffen den ganzen Tag nicht einen einzigen Menschen.

Zurück in Ca’n Picafort gibt es keine Ameisen mehr im Haus. Außerdem fehlen zwei Dosen Insektengift. Die Hauseigentümerin war zum Wechsel der Bettwäsche und Handtüchern da. In der Tat war das ein schwarzer Tag für die Ameisen. Es dauert Tage bis sich die ersten Kundschafter umschauen ob die Luft wieder rein ist.

Die Kinder sitzen Nintendo spielend vor dem Fernseher.
Ich wasche meine bis heute Morgen noch ökologische Petersilie und bereite das Abendessen.

9. Tag

Wir haben einen Termin in der Eselfinca Ses Cases Noves. Das war gar nicht so einfach. Ich schickte meine erste E-Mail-Anfrage im November, meine zweite im Dezember an eine andere Adresse. Im April, als ich die Finca schon von meiner Liste gestrichen hatte kam eine Antwort. Auf eine Rückfrage meinerseits kam nie eine Antwort, also rief ich im Juni an und so kam es dann endlich zu einer Terminvereinbarung.

Die Finca gehört einer betagten Österreicherin, die sie mit einem mallorquinischen Mitarbeiter betreibt. Renate empfängt uns mit einer Coca, einer mallorquinischen Pizza. Die Kinder dürfen ihren Eselführerschein ausmalen und Johannisbrot von der Wiese sammeln um sie an die Tiere zu verfüttern. Sie ist erstaunt, dass die Kinder genau wissen was Johannisbrot ist. Tja, reisen bildet.
Es gibt dort ein asiatisches Hängebauchschwein, Hühner, Pferde, Ponys, Hunde und natürlich auch Esel.

Renate war früher Reiseleiterin und lebt nun schon seit 40 Jahren auf Mallorca. Sie erzählt von Ca’n Picafort, als dort noch Wald war, von dem Wandel der Bevölkerung, die nach ihren Worten in dieser Zeit aus dem Mittelalter direkt in das 21. Jahrhundert über gegangen sind. Von Tierhändlern, die von der Gemeinde Sineu bezahlt werden würden, dass sie dort ihre Tiere ausstellen um Touristen anzulocken. Überhaupt weiß sie sehr viel über Mallorca zu berichten.
Ich spreche sie auf den Pony-Vorfall von neulich auf dem Markt an. Ja, sagt sie, früher sei das in der Tat Tierquälerei gewesen. Heute gibt es Gesetze, die vorschreiben, das die Ponys im Schatten stehen und ausreichend zu trinken haben müssen.

Die Kinder striegeln die Esel, dann dürfen sie einen Ausritt mit ihnen machen. Unser Kleiner will nicht, er bleibt lieber mit Oma in der Finca und spielt in dem Planschbecken. Die Oma bekommt eine Kanne Kaffee und liest ein Buch währen meine Frau und ich mit unserem Großen den Ausritt machen. Ich laufe neben her um Fotos zu machen. Der Esel Anton, den meine Frau reitet mag mich. Wenn ich neben den Weg laufe um ein Profilbild zu schießen läuft er mir nach. Der andere Esel auf dem unser Großer sitzt wird von Renates Mitarbeiter geführt. Tomeo spricht etwas deutsch und erzählt ebenfalls einiges Interessantes. Er zeigt uns ein gelbes unscheinbares Kraut am Wegesrand. Es ist Anis, das hier in rauen Mengen wild wächst. Wir passieren eine Mandelplantage an denen schon fast reife Früchte an den Bäumen hängen. Als wir kurz halten um etwas zu trinken denkt Anton gar  nicht daran stehen zu bleiben. Ich halte ihn am Halfter fest und er tritt mir auf den Fuß. Madre de Dios, das tut weh!

Zurück an der Finca wirft Renate den Grill an. Steaks, Würstchen, Brot, Salate, Oliven Aioli. Der Salat ist aus eigenem Anbau. Auf Mallorca bekommt man keinen vernünftigen Salat, fast nur abgepacktes Zeug, sagt sie. Ich empfehle ihr den Agromart.

Nach dem Essen ist es schon 17:15 Uhr,  der Aufenthalt sollte eigentlich nur bis 17:00 Uhr dauern. Renate muss noch einmal schnell weg etwas besorgen, sie sei gleich wieder da. Sagt sie und fährt davon. Sie schließt nichts ab, wir haben noch nicht bezahlt. Sie verlässt sich wohl auf ihre Menschenkenntnis, die sie im Laufe ihres langen Berufslebens erlangt hat.
Als sie wieder kommt unterhalten wir uns noch eine Weile, sie schenkt uns eine Flasche Wein. Wir bezahlen insgesamt 155 € für fünf Personen und den ganzen Tag, den die ganze Familie genossen hat. Selbst unser Kleiner wollte heute noch nicht nach hause, nach Deutschland.
Renate begleitet uns zu unserem Auto. Auf dem Weg liegen riese Zapfen, so große habe ich vorher noch nie gesehen. „Nehmt euch welche mit, für Weihnachten“, sagt sie.

Wir steigen in unser Auto und  hören Sirenen von der Hauptstraße her. Als wir auf die Selbe einbiegen liegt nicht weit davon ein Schuh auf der Fahrbahn. Fahrräder liegen achtlos hingeworfen im Gras und viele Manschen beugen sich über einen am Boden Liegenden. Die Rettungskräfte sind schon da, wir werden nicht gebraucht. Tags darauf lesen wir in der Onlineausgabe der Mallorcazeitung, dass hier ein 17-Jähriger beim überqueren der Straße nicht aufgepasst hatte. Die Fahrräder gehörten seinen Freunden.

Zum Abschluss noch etwas Kultur. Wir besichtigen die Überreste der frühchristliche Kirche Son Peretó mit begehbarem Taufbecken ein paar Kilometer weiter. Die Sonne geht bereits unter und wieder erleben wir diese schöne Lichtstimmung an einer Ausgrabungsstätte.

Im Ferienhaus angekommen sind die Kinder müde. Der Fernseher und das Nintendo bleiben aus, wir lassen den Tag bei Renates Wein ausklingen.
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