Autor Thema: Die Formel 1 kommt nach Mallorca  (Gelesen 597 mal)

Offline Francesco de Bonany

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Antwort #15 am:
10, Februar, 2012, 22:26:33
in D gibt's ja insgesamt 4 ... VIER ... F1-taugliche rennstrecken.  der motopark oschersleben und der lausitzring wurden zwar mit millionen fördermitteln gebaut .... aber der F1-Zirkus wird sie wohl nie besuchen

und da auch spanien schon 2 circuits hat .....

denke auch, dass es nur die ehrgeizigen pläne eines architekten und einiger auf den grossen reibach hoffenden baumultis sind, die dahinterstehen.

aber schaun 'mer mal, was sich da tun wird .... \m/

@ payes

hmh .... gesamten profisport verbieten ..... das heisst ja, den ganzen leistungssport verbieten .... denn selbst amateure auf weltspitzenniveau können das nur sein, wenn sie unter profibedingungen trainieren .... und das geht nur, wenn ihr lebensunterhalt gesichert ist (entweder reich geboren, sponsoren oder Förderung durch den staat) .... und mike hat recht .... was allein im sport an arbeitsplätzen hintendran hängt....


Francesco de Bonany

wer rechtschreibfehler findet, kann sie gern behalten

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Antwort #16 am:
10, Februar, 2012, 23:12:44
So, die Büro-Arbeit ist erledigt und bevor es in die Falle geht, noch ein paar Worte:

Na klar Mike, das ist schon hart formuliert. Ich seh das einfach so, dass hier ein Bedarf geweckt wird, der zwar momentan Arbeit schafft, einige sehr reich macht, aber eben keinerlei  Werte schafft. Das sind Seifenblasen, die zerplatzen und sind weg, spurlos.

Volkswirtschaftlich Nachhaltiges bleibt nichts, morgen ist alles vergessen, wie im Karneval das Liebchen.

Stell Dir vor, es gelänge, den bei diesen Veranstaltungen fliessenden Geldstrom in andere Richtungen umzuleiten.  Die Mittel sind vorhanden, sonst könnten sie ja nicht bewegt werden und es fehlt eigenlich nur die idiologische Überzeugungsarbeit,  diejenigen, die diese Mittel bereitstellen, so zu beiarbeiten, dass diese Mittel mit der gleichen Freude für Nützliches Nachhaltiges verwendet werden. Arbeit entstünde dabei mindestens ebensoviel und ist es nicht ein stolzes Gefühl, wenn ein Mitbeteiligter vor einem vollendeten Werk steht und sagen kann: Da hab ich mit gemacht,das ist was Bleibendes.

Mir geht das so, regelmäßig nach gelungener Fertigstellung eines Projekts, und das seh ich dann auch noch jahrelang, immer wenn ich vorbei komme.

Sofasitzen, na ja gut, es gibt ja auch noch andere Beschäftigungen, als zu Massenveranstaltungen zu pilgern. Da kenn ich Einiges, aber, wenn ich auf dem Sofa sitze, am Daumen nuckele ich dann nicht, da hab ich es besere Nuckelgelegenheiten.

Gut, Träume, aber darf man doch.

Dann zu Dir Francisco, zum Leistungssport und ich frag Dich mal, was nützt es Dir persönlich oder einem Volk oder einem Dorf, wenn irgendein Muskelmann oder eine Muskelfrau von ebendort die 100 m in soundsoviel Sekunden lauft, oder über eine Latte hüpft, oder mit dem Fahrrad im Kreis fährt oder einen kleinen Ball hunderte von  Malen von einer Seite zur andren schlägt ? Nichts, ausser, dassDu im ungünstigsten Fall dafür bezahlst, mit Deinem hart Erarbeitetem .

Der Breitensport geht auch so. Wir haben unsere Beträge entrichtet, die Trainer oder Aufseher waren überweigend aus dem Viertel, meist ehrenamtlich, die Plätze waren holprig, für die Körperertüchtigung, was Sport ja wohl sein soll, genügt das allemal. Es muß doch nicht immer jemand der Beste oder der Erste sein, Spass sollte das machen.

Gute Nacht allen Fans

Dieter








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Offline ich-meno1

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Antwort #17 am:
11, Februar, 2012, 01:33:50
Aber Dieter,

schon die alten Römer haben erkannt, daß "panem et circenses" das Volk auch in schlechten Zeiten ruhig und kontrollierbar hält. Soooo viel anders isses heute in Europa auch nicht und genau wie vor 2000 Jahren bemerkt auch heute noch Niemand wie leicht und subtil "das gemeine Volk" (also wir Alle) gelenkt und manipuliert wird  :-?

Sicherlich könnte "man" mit den irrsinnigen Geldmengen, die da munter verpulvert werden, Sinnvolleres und Nachhaltigeres finanzieren, dann aber, und das wird sich wohl auch in weiteren 2000 Jahren nicht geändert haben, dann hätten wir tatsächlich aus der Vergangenheit etwas gelernt und würden das Gelernte auch umsetzen.

Letztendlich, und auch das ist durchaus ein Gesichtspunkt, lass die Leute doch mit IHREM Geld DAS machen, was sie in dem Moment des Geld ausgebens für gut und richtig ansehen. Irgendwie und irgendwann gelangt der schnöde Mammon dann doch auch wieder in den großen Kreislauf, wenn auch OHNE ein für Andere sichtbares Zeugnis zu hinterlassen. Ganz sicher haben aber die Erinnerungen vieler Teilnehmer eines solchen Events auch einen, wenn auch "nur" pers. Wert, denn wir leben auch in unseren Erinnerungen.

in diesem Sinne

Jrüße vonne Insel

Horst

Offline Heiner

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Antwort #18 am:
11, Februar, 2012, 01:46:11
Hallo Dieter,
ich  halte mich ja im Hintergrund, aber eines muß ich jetzt mal loswerden.
Deine Beiträge sind so erfrischend auf den Punkt gebracht, es macht einfach Spaß sie zu lesen! Bitte weiter so! 

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Antwort #19 am:
11, Februar, 2012, 08:19:57
Ja natürlich meno, 100 % richtig da war immer so, war aber doch überwiegend von Diktatoren organisiert, in Kenntnis der Volksblödheit, oder.

Muß alles, was immer so war, so bleiben ? Skaverei, Frauenunterdrückung  gab es auch Jahrtausende lang.

NUR, bei Formel  werden knappe, zu Ende gehende Ressourcen vergeudet. Muß man das zulassen ? Ja, beim Autofahren auch,  aber dann doch als Hilfsmittel zum Zweck. Hast Du mal so einen Platz gesehen, an dem tags zuvor eine Veranstaltung stattgefunden hat, wie es danach da aussieht ? Muß man das ertragen ?

Das Massen-Phänomen wird ín einem meiner hier schon heftig kritisierten Lieblingslektüren präzise beschrieben: Die Pyschologie der Massen, Gustave de Bon, 100 Jahre alt.

Schönes Wochenende und raus in die Mandeln. Hier ist heute Morgen alles weiss gefroren.

Dieter
 
 

Offline Paquita

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Antwort #20 am:
11, Februar, 2012, 19:09:55
Nur Dieter, wo setzt man die Grenzen?

NUR, bei Formel  werden knappe, zu Ende gehende Ressourcen vergeudet.

Auch ich bin kein Freund von Formel 1, aber werden nicht permanet Ressourcen für's Amüsement verschleudert. Oftmals nicht als Hilfsmittel zum Zweck.
Wobei die Formel 1 letztendlich andere Intentionen verfolgt.

Allein die ganze Fliegerei.....wieviele Flugkilometer hat jeder von uns schon just for fun runtergerissen. Autofahren dito. Zum Kaffeetrinken auf den Mond ist auch nicht mehr so abwegig ;-)
All die Boote, die hier im laufe des Jahres vorbeidüsen.....
Die Zeiten, wo Mensch sich mit einem guten Buch bescheidet, gehören immer mehr der Vergangenheit an.
Mensch möchte aber Unterhaltung.
Das werden wir nicht aufhalten können. Wir können höchstens jeder von uns in seinem kleinen Rahmen auf unseren Verbrauch und Umgang mit den Ressourcen achten.
Manchmal reicht schon ein Lämpchen abzuschalten...bei Millionen von HH macht das schon richtig Masse aus.

saludos cordiales

gaby

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Antwort #21 am:
11, Februar, 2012, 20:58:01
Uhh Gabi, ja das ginge, dann würde alles noch etwas länger vorhalten. Aber da appellierst Du an die menschliche Vernunft, die so selten ist wie der Trüffel in der Toscana.

Ich seh das Ganz so: Ohne fossile Brennstoffe geht im Moment nichts, keine Ackerbau, keine Viehzucht, kein urbanes Leben, und auch kein ländliches. Die sind ja nun mal endlich, gehen zu Ende, früher oder später, aber wir beide schaffen das sicherlich noch, es dauert noch ein Weilchen. 

Alternatives, was den Stil schultern könnte, den wir leben, ist nicht in Sicht, wird schwer sein, kann eigentlich auch nicht, bei der Weltbevölkerung. 

Also, wie wird die Entwicklung sein ? Sicherlich wird es zunächst heftige Auseinadersetzungen geben um die letzten Tropfen Erdöls, Orte wie die Balearen, die Kanaren, Madeira, die Azoren  und die Malediven werden zurückfallen ins Mittelalter, Araber und sonstige Opec-Länder, die ausser Öl nichts produzieren,  werden dann in Bedeutungslosigkeit versinken, werden so weiterleben wie die Beduinen vor Tausend Jahren, die Zuwachsrate  an Weltbevölkerung wird sich von selbst auf natürliche Weise reduzieren, die Leute werden schlicht jämmerlich verhungern und beiMagersucht läßt die Zeugungskraft ja auch nach.

Niemand hier wird an der Entwicklung etwas ändern können. Ich sehe den Zenith der menschlichen Zivilisationen längst überschritten, ein Dinosaurier mehr in der Erdgeschichte, der sich verabschiedet und die Natur wird sich in wenigen Jahren alles zurückholen, die kann das.

Irgendwo in Amazonasgebiet werden einige überleben, und wenn die nukleare Verstahlung nicht zu hefig war, haben die es dann wieder richtig gut und fangen von vorn an.

Dieter.



 






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